Petrus-Damian-Schule: Lehrerin Ursula Hahne und Hausmeister Heinrich Engemann im Ruhestand
Stiller, aber herzlicher Abschied

Warburg -

Abschied an der Petrus-Damian-Schule in Warburg. Schulleiter Michael Dorau hat Lehrerin Ursula Hahne und Hausmeister Heinrich Engemann in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Zusammen bringen es die beidem Mitarbeiter der Förderschule an der Landfurt auf mehr als 60 Dienstjahre.

Freitag, 05.02.2021, 03:00 Uhr aktualisiert: 05.02.2021, 07:34 Uhr
Michael Dorau, Leiter der Petrus-Damian-Schule (links), hat Hausmeister Heinrich Engemann und Lehrerin Ursula Hahne in den Ruhestand verabschiedet. Für Dorau war es ebenfalls eine der letzten Amtshandlungen. Auch er geht in den Ruhestand. Foto: Petrus-Damian-Schule

„Die Schule war für euch stets mehr als nur ein Arbeitsplatz. Ihr habt in dieser Schule, für diese Schule, mit dieser Schule gelebt. Vor allem: Das habt ihr für Schüler gemacht“, lobte Michael Dorau in seiner Laudatio auf zwei Neu-Rentner. Während einer kleinen und stillen Feierstunde verabschiedete sich die Schulgemeinschaft der Petrus-Damian-Schule von ihnen.

Heinrich Engemann, gebürtig aus Daseburg, hatte zunächst eine Ausbildung zum Heizungs- und Lüftungsbauer absolviert. 1981 trat er als Handwerker in den Dienst des Jugenddorfes Petrus Damian. „Als sich 2005 dann die Möglichkeit bot, zur Schule zu wechseln, griff er die Gelegenheit beim Schopfe“, erinnerte Dorau. Ein Wechsel, den „ich zu keiner Zeit bereut habe. Das war hier stets ein feiner Arbeitsplatz“, wandte sich Engemann an die kleine Zahl geladener Gäste. „Ich habe mich immer gefreut, wenn ich etwas für euch tun konnte. Eure Dankbarkeit konnte man sehen und spüren“, gab er dem Kollegium mit.

Wegen der Corona-Pandemie „musste eine schwierige Vorauswahl erfolgen“, erklärt Dorau. Auf die sonst üblichen Feierlichkeiten habe man leider verzichten müssen, es durften auch keine Getränke und Speisen gereicht werden. Am meisten schmerze aber, dass die überwiegende Zahl der Kollegen bei der Veranstaltung in der Aula draußen bleiben mussten. Das sieht auch Lehrerin Ursula Hahne so. „Aber in Zeiten von Corona geht es nicht anders“, so die scheidende Sonderpädagogin: „Wir müssen jetzt alle zusammenhalten und hinter dem Gemeinwohl zurückstehen. Den meisten laufe ich früher oder später wieder über den Weg, wenn Corona Vergangenheit ist“, sagt sie und lächelt zufrieden.

Ursula Hahne, aus Dössel stammend, war 1997 zur Bildungseinrichtung an der Warburger Landfurt gekommen. Von 1998 bis 2000 hatte sie in Marburg berufsbegleitend Sonderpädagogik studiert und war bis zum Halbjahreswechsel als Klassenlehrerin einer zehnten Klasse eingesetzt. Besonders wichtig war der ausgebildeten Gymnasiallehrerin (Politik und Sozialwissenschaften) stets das Erinnern an die Schreckensherrschaft und die Opfer des nationalsozialistischen Terrors. So organisierte sie mehrmals Fahrten zum Konzentrationslager Buchenwald. Aber auch Klassenfahrten mit froherem Hintergrund, beispielsweise nach Berlin, und zahlreiche Exkursionen im Warburger Land, gehen auf Hahnes Konto.

Wenn schon Singen nicht möglich war, so verabschiedeten sich die Anwesenden mit großem Applaus von zwei Urgesteinen der Petrus-Damian-Schule.

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