Warburger Vereine gehen dennoch von großen Einschränkungen in der kommenden Saison aus
Keine Generalabsage der Schützen

Warburg -

Eine Generalabsage der Schützenfeste im Warburger Stadtgebiet wird es von Seiten der Stadt in diesem Jahr nicht geben. Das haben Bürgermeister Tobias Scherf und der 1. Beigeordnete Klaus Braun am Freitagabend bei einer Videokonferenz mit Vorstandsmitgliedern der Schützenvereine deutlich gemacht.

Montag, 01.02.2021, 03:30 Uhr
Erstmals in der Geschichte haben sich die Schützenvorstände am Freitagabend per Video zusammengeschaltet, um miteinander zu planen.

An der von Stephan Kreye (Landvolkshochschule Hardehausen) moderierten Videokonferenz haben nach übereinstimmenden Mitteilungen verschiedener Vereine am Wochenende in den sozialen Medien neben Tobias Scherf und Klaus Braun auch Schützenkoordinator Norbert Hoffmann sowie 26 Vorstandsmitglieder aus verschiedenen Schützenvereinen teilgenommen.

Auch wenn die Stadtverwaltung noch keinen Anlass und auch keine rechtliche Möglichkeit sieht, die Feste jetzt schon grundsätzlich zu verbieten: Dass es von Pfingsten an eine unbeschwerte Schützenfestsaison wird, glauben die Vereine nicht. „Man war sich einig, dass diese Saison im Kern ausfällt“, berichtet beispielsweise der Schützenverein Menne.

Das betrifft demnach als erstes das für Ende April geplante Stadtschützenfest in Dössel, das 2020 bereits ausgefallen war und jetzt im April 2022 gefeiert werden soll. Ein Stadtkönigsschießen im Rahmen einer möglichen Oktoberwoche wird es somit auch nicht in gewohnter Form geben. Einen gemeinsamen Schützenball oder -frühschoppen im Herbst halten viele Vorstandsmitglieder aber für durchaus realistisch.

Ein gemeinsames Vorgehen der Warburger Schützenvereine gibt es im zweiten Pandemie-Jahr daher nicht. Soviel wird aus den Stellungnahmen der Vereine deutlich. Der Schützenverein Scherfede plant beispielsweise weiter sein Schützenfest Anfang August, allerdings unter Vorbehalt. Sollte das ausfallen, haben die Scherfeder bereits den 16. Oktober für einen eigenen Schützenball geblockt.

Die meisten Schützenvereine, die in der zweiten Jahreshälfte ihre Festtermine haben, wollen auch nicht aus Solidarität mit Vereinen, deren Feste früher im Jahr liegen, gänzlich auf das eigene Feiern verzichten. Vielmehr wird in den „späten“ Vereinen über Open-air-Veranstaltungen oder Schützenfeste in abgespeckter Form und im kleineren Kreis nachgedacht. Viele dieser Vereine haben auch schon Absprachen oder Vorverträge mit den Wirten abgeschlossen, die ohne weiteres gar nicht mehr zu kündigen sind.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass die Schützenvereine (ob mit oder ohne Schützenfest in diesem Jahr) öffentlich präsent bleiben sollten. Zu den eigentlichen Schützenfestterminen soll in den Orten geflaggt werden. Ebenso zu den Patronatsfesten und auch wieder über Ostern von Karsamstag, 18 Uhr, bis Ostermontag, 18 Uhr. Nachbarschaftshilfe oder Vereinswanderungen in kleineren Gruppen wurden angeregt. Auch Schützenbriefe in gedruckter Form halten manche Vorstände für eine gute Idee, da digitale Formate längst nicht alle Mitglieder erreichten.

Die Schützenfestplanungen für das laufende Jahr wollen die Vorstände jetzt bei einer Videokonferenz nach Ostern weiter konkretisieren. Die soll ebenfalls von der Katholischen Landvolkshochschule Hardehausen betreut werden. Dann wisse man auch, wie sich die Pandemie entwickele und welche Fortschritte die Impfungen machten, so die Warburger Schützen.

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