Löschzug West der Warburger Feuerwehr zieht trotz coronabedingter Einschränkungen eine positive Bilanz
Neue Einheit absolviert 80 Einsätze

Scherfede/Rimbeck -

Im ersten Jahr seines Bestehens ist der neu gegründete Löschzug West der Freiwilligen Feuerwehr Warburg zu 80 Einsätzen alarmiert worden. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, der den Mitgliedern der Einsatzabteilung, der Ehrenabteilung, der Unterstützungsabteilung sowie den Gästen zugesandt wurde, die eigentlich an der ersten Hauptversammlung des Löschzuges hätten teilnehmen sollen.

Dienstag, 26.01.2021, 21:35 Uhr aktualisiert: 26.01.2021, 21:40 Uhr
Haben trotz coronabedingter Einschränkungen im ersten Einsatzjahr des Löschzuges West eine positive Bilanz gezogen (von links): stellv. Zugführer Frank Mikus und Zugführer Ralf Scholle. Foto: Feuerwehr Warburg

Diese Versammlung konnte jedoch nicht stattfinden – auch hier hat die Corona-Pandemie einen Strich durch die Planung gemacht. Eine Bilanz des ersten Einsatzjahres des Zuges wurde im Jahresbericht dennoch gezogen. Ehrungen und Auszeichnungen der Mitglieder sollen bei der nächsten Präsenzversammlung vorgenommen werden.

Im Januar vergangenen Jahres hielten die Mitglieder des Löschzuges Scherfede und der Löschgruppe Rimbeck jeweils ihre letzte Jahreshauptversammlung in der alten Form ab. Am 25. Januar 2020 wurde dann bei der Jahreshauptversammlung der Warburger Feuerwehr in Hohenwepel der Löschzug West aus der Taufe gehoben. Warburgs damaliger Bürgermeister Michael Stickeln überreichte die entsprechende Urkunde. Ralf Scholle wurde zum Führer des Löschzuges, Frank Mikus zu seinem Stellvertreter ernannt.

80 Einsätze und 3 Brandsicherheitswachen haben die Einsatzkräfte des Löschzuges West im vergangenen Jahr absolviert. Dabei wurden knapp 200 Stunden geleistet. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Anzahl der Alarmierungen nur minimal gesunken, geht aus dem Jahresbericht hervor. Die Technische Hilfeleistung machte einen großen Anteil der Einsätze aus, jedoch wurden auch größere Brandeinsätze bewältigt, etwa im Juli beim Feuer in einer Industriehalle in Rimbeck. Bei dem Brand waren etliche Fahrzeuge auf dem Gelände des ehemaligen Milchwerkes in Flammen aufgegangen.

Durch die Zusammenlegung der Einheiten Scherfede und Rimbeck stehen nun für Einsatz- und Übungszwecke im Löschzug West insgesamt 38 aktive Mitglieder und eine gute feuerwehrtechnische Ausrüstung zur Verfügung. In den Standort des Löschzuges müsse aber weiter investiert und an seiner Qualität gearbeitet werden, das sei aktuell noch das größte Manko, teilte die Feuerwehr mit.

Um den Ausbildungsstand im Löschzug West zu erhalten und zu erweitern, haben einige Feuerwehrleute an Seminaren und Lehrgängen teilgenommen. So absolvierte Volker Schott erfolgreich den Gruppenführerlehrgang (F3). Ralf Scholle nahm am Seminar „Atemschutzunfälle“ teil, Frank Mikus besuchte das Seminar „Falsche Taktik – große Schäden“. An einer Onlineschulung zum Thema „Löschwasser – wirklich nur Löschwasser?“ nahmen Ralf Scholle und Matthias Wedemeier teil. Die Teilnahme am Truppmann-Lehrgang (Dennis Keller) und an einem Truppführer-Lehrgang (Markus Grieße) musste coronabedingt abgebrochen werden. Beide Lehrgänge sollen zu einem späteren Zeitpunkt weitergeführt werden.

Viele andere Aktivitäten konnten aufgrund der Pandemie ebenfalls nicht stattfinden, etwa das Kinderferienprogramm am Feuerwehrgerätehaus, der Tag des Feuers an der Katholischen Grundschule Scherfede/Rimbeck oder die Brandschutzerziehung im Familienzentrum Scherfede. Gemeinsame Übungen, unter anderem mit dem Löschzug Warburg, benachbarten Löschgruppen oder Einheiten aus Diemelstadt oder dem Hochsauerlandkreis fielen auch aus. Das sei sehr bedauerlich für das Kennenlernen und Miteinander im neuen Löschzug gewesen.

Als Ersatz für die ebenfalls ausgefallene Weihnachtsfeier wurden Gutscheine an die aktive Einsatzabteilung des Löschzug West verteilt. Damit hat die Feuerwehr nicht nur „intern“ etwas Gutes für die Kameraden getan, sondern im Lockdown auch die örtliche Gastronomie („to go“) tatkräftig unterstützt.

Der Löschzug West unterstützte von Mai bis August den Corona-Krisenstab des Kreises Höxter mit Fahrten. Aus Büren wurden Schutzmaterialien wie Masken oder Kittel nach Warburg in das Verteillager des Kreises Höxter transportiert. Einige Mitglieder unterstützten den Musikverein Rimbeck bei der örtlichen Nikolaus-Aktion. Unter Leitung des stellvertretenden Löschzugführers Frank Mikus wurde der Nikolaus mit dem Kommandowagen durch Rimbeck gefahren.

Bei der Durchführung der Übungsabende waren ab Mitte März Einschränkungen und Stillstände an der Tagesordnung. Nach nur vier Standardübungsabenden wurde der Übungsdienstbetrieb für drei Monate gänzlich eingestellt und im Juni eingeschränkt mit geringem Personal pro Übungseinheit (zunächst maximal sechs Teilnehmer, derzeit maximal drei) wieder aufgenommen. Ein digitaler Übungsabend für den ganzen Löschzug West zum Thema „Feuer im Gebäude“ wurde von Löschzugführer Ralf Scholle abgehalten.

Ferner waren die Revierdienste zur Erhaltung der Einsatzbereitschaft der Ausrüstung ein fester Termin im Kalender. 2020 war für den Löschzug West mit vielen Einschränkungen verbunden und musste mit einem hohen organisatorischen Mehraufwand (Hygienevorgaben, Dienstplananpassungen) gemeistert werden, heißt es abschließend im Jahresbericht des Zuges.

 

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7785204?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516019%2F
NRW holt alle Schüler schrittweise zurück
NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP).
Nachrichten-Ticker