Interessierte sind zum Mitmachen aufgerufen – Auswahl aus etwa 500 Objekten treffen
Verein kürt das „Denkmal des Monats“

Warburg -

Der neue Warburger Verein für Geschichte und Denkmalschutz will die zahlreichen historischen Gebäude in der Stadt und in den Dörfern des Stadtgebietes stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Daher soll nun allmonatlich ein „Denkmal des Monats“ vorgestellt werden. Für den Januar hat der Verein das Glockengießerhaus in der Altstadt ausgewählt.

Donnerstag, 21.01.2021, 03:00 Uhr
Das Glockengießerhaus in der Altstadt ist vom Warburger Verein für Geschichte und Denkmalschutz zum ersten „Denkmal des Monats“ gekürt worden. Foto: Jürgen Vahle

Das „Denkmal des Monats“ soll regelmäßig auf der Website des Vereins und auch in anderen Medien präsentiert werden. Das für Januar ausgewählte Glockengießerhaus werde seit einigen Jahren mit großem Engagement vom Eigentümer saniert und erforscht. Es sei nicht nur ein architektonisch bedeutendes Gebäude in hervorragender Lage an der Bernhardistraße 23/Ecke Schwerte, sondern habe auch eine interessante, bis auf das 14. Jahrhundert zurückweisende Bau- und Nutzungsgeschichte. Detailliert sei die im Internet beim Lexikon „Wikipedia“ dargestellt.

Um auch in den kommenden Monaten interessante Warburger Denkmäler vorstellen zu können, bittet der Verein um die Mitwirkung der Bürger. Aus der großen Anzahl von etwa 500 Denkmälern und denkmalwürdigen Gebäuden, die in der Denkmaltopographe 2015 und bei Wikipedia für das Stadtgebiet gelistet und beschrieben seien, können Interessierte bis zu elf Objekte auswählen, die sie besonders mögen oder für besonders bedeutend halten, berichtet Vorstandsmitglied Elmar Nolte. Redaktionsschluss für das Jahr 2021 ist am Samstag, 30. Januar.

„Wir würden danach die Umfrage auswerten und die Objekte mit den meisten Stimmen in den kommenden Monaten des Jahres auf unserer Website darstellen“, so Elmar Nolte weiter.

Es sollten nach Vorstellung des Vereins möglichst nur Objekte aus der Liste genannt werden, zu denen es urheberrechtsfreie Fotos (zum Beispiel bei www.wikimedia.de) gibt. Sollten Objekte der Wahl nicht mit einem Foto dort vertreten sein, so könnten die Teilnehmer gerne selbst ein Foto machen und als Mail (über ein Kontaktformular auf der Homepage) an den Verein schicken. Weitere Infos gibt es ebenfalls auf der Internetseite.

Im Rückblick auf das vergangene Jahr zeigt sich der Verein erleichtert, dass das Pennig-Haus von der Denkmalstiftung gekauft wurde und nun denkmalgerecht saniert werde. Der zunächst geplante Abriss sei damit vom Tisch. Ferner sei der Verein der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt dankbar, dass einige Gebäude wie die Austermühle, eine Renaissance-Relieftafel am Haus Marktstraße 10, zwei Hochwasserbehälter und das Ordenshaus der Schulschwestern auf der Hüffert in die amtliche Denkmalliste eingetragen worden seien, macht der Verein in seiner Pressemeldung ebenfalls deutlich – und schlägt damit versöhnliche Töne an. Zuletzt hatten die ehrenamtlichen Denkmalschützer den ehemaligen Bürgermeister Michael Stickeln und die Stadtverwaltung deutlich kritisiert. 2020 seien einfach zu wenige wichtige und schützenswerte Gebäude in die Denkmalliste eingetragen worden, obwohl die Gebäude lange bekannt seien. Zudem habe der Verein auf eine Anfrage an die Stadtverwaltung in dieser Angelegenheit keine Antwort erhalten .

Michael Stickeln, mittlerweile im Amt des Landrats, hatte das scharf zurückgewiesen und auf ein Bestätigungs- und Antwortschreiben der Verwaltung an den Vorstand des Vereins verwiesen. Zudem hatte Stickeln deutlich gemacht, dass die Eintragung eines Gebäudes in die Denkmalliste ein „belastender Verwaltungsakt“ für die Eigentümer sei, der seine Zeit brauche. Ein Personalwechsel im zuständigen Amt sowie die Corona-Pandemie seien hinzugekommen. Über den Fortgang der Unterschutzstellung werde in den entsprechenden Ausschüssen beraten. Die seien öffentlich und die Mitglieder des Vereins könnten sich dort – wie jeder andere Bürger auch – informieren.

www.warburgerdenkmalverein.de

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