Ohne die Christbaumsammlung fehlt das Brennmaterial – Brandwache durch die Feuerwehr wäre gesichert
Osterfeuer stehen auf der Kippe

Warburg -

Schon kurz nach dem Jahreswechsel stehen vielerorts die Osterfeuer am 4. und 5. April auf der Kippe. In einigen Dörfern sind sie bereits abgesagt worden, in anderen Orten wird noch diskutiert. Grund ist natürlich die Corona-Pandemie.

Freitag, 08.01.2021, 03:15 Uhr aktualisiert: 08.01.2021, 03:20 Uhr
Osterfeuer sind in vielen Orten bereits angesagt. Andere Dörfer warten und sammeln in den kommenden Wochen erst einmal die Christbäume als Brennmaterial ein. Foto: Jannis Beckermann

Die Erklärung: Die Feuerwehrlöschgruppen und -löschzüge, die in vielen Orten das Einsammeln der Bäume übernehmen, können diese Aufgabe in diesem Jahr nicht leisten. Feuerwehren gelten als systemrelevant und sollen sich so gut es geht vor dem Coronavirus schützen. Das funktioniert bekanntermaßen am besten, wenn man sich nicht trifft.

Andere Sammler unterwegs

Und genau das wird derzeit auch praktiziert, wie Warburgs Feuerwehrchef Jürgen Rabbe berichtet. „Alle Veranstaltungen, die nicht zum unmittelbaren Feuerwehrauftrag gehören, sind bis in den Juni hinein abgesagt“, bestätigt er. Dazu gehören Versammlungen und viele Lehrgänge, dazu zählt auch das Einsammeln von Christbäumen. Aber ohne die ausgedienten Tannen fehlt das Brennmaterial für die Osterfeuer.

Aber es ist längst nicht nur die Feuerwehr, die in Sachen Weihnachtsbäume auf Nummer sicher geht. Ähnlich schätzen auch andere Organisationen die Situation ein. So zum Beispiel der Warburger Schützenverein, der weder sammelt noch ein Osterfeuer organisiert. Auch die Kolpingsfamilie in Welda hat das Einsammeln und gleichzeitig auch das Osterfeuer abgesagt. Gleiches gilt für die Schützen in Willebadessen.

Es gibt im Warburger Land aber auch andere Beispiele. In Germete wollen am 16. Januar Jugendfußballer die ausgedienten Bäume für ein mögliches Osterfeuer einsammeln. Die Aktion ist mit dem Ordnungsamt abgesprochen, läuft kontaktlos und auf Abstand. In Lütgeneder übernimmt das ebenfalls der Sportverein am 23. Januar. In Scherfede sind die Kegler aktiv.

Entwicklung der Lage unklar

Ob sich die Lage Anfang April so weit entspannt hat, dass es doch ein Feuer geben kann, ist natürlich bislang völlig unklar. „Aber zumindest haben wir dann das Brennmaterial und die Möglichkeit, es zu organisieren“, macht die Germeter Aktionsgruppe „Hand in Hand“ deutlich. Ebenso wird in Lütgeneder und anderen Orten die Lage eingeschätzt.

Sollten die Feuer nicht stattfinden können, wollen die Organisationen, die doch sammeln, in Zusammenarbeit mit den Städten Lösungen für eine umweltgerechte Entsorgung der Bäume sorgen.

Von Seiten der Feuerwehr gibt es übrigens beim Osterfeuer keine Probleme. Eine Brandwache gehöre zu den Kernaufgaben der Wehr, die möglichen Feuer könnten dann natürlich auch überwachen werde, macht Warburgs Feuerwehrchef Jürgen Rabbe deutlich.

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