Ehemaliger Bürgermeister von Diemelstadt verstorben
Trauer um Rolf Emde

Diemelstadt/Warburg -

Die Menschen im benachbarten Diemelstadt trauern um ihren ehemaligen Bürgermeister Rolf Emde. Er ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 72 Jahren an den Folgen eines Krebsleidens verstorben.

Sonntag, 06.12.2020, 22:25 Uhr aktualisiert: 06.12.2020, 22:30 Uhr
Diemelstadts ehemalige Bürgermeister Rolf Emde ist verstorben. Er galt, wie hier bei einer Diskussion 2007 mit Michael Stickeln, als verlässlicher Ansprechpartner für Warburg. Foto: Jürgen Vahle

 

Von 1993 bis 2011, 18 Jahre lang, war Rolf Emde Rathauschef in Diemelstadt – und damit auch für die Verantwortlichen aus Warburg erster Ansprechpartner, wenn es beispielsweise um Belange der Diemel ging. Auch als 2006/2007 die Idee eines Outlet-Centers an der A44 aufkam, vermittelte Rolf Emde nicht nur zwischen dem möglichen britischen Investor und den Einwohnern Diemelstadts, sondern auch zwischen den angrenzenden Städten.

Landrat Michael Stickeln bezeichnete Rolf Emde als einen Freund, der sich um die Beziehungen zwischen Diemelstadt und Warburg sehr verdient gemacht habe. „Wir werden Dir das und Dich selbst niemals vergessen“, schreibt Stickeln in einem Nachruf.

Der Jurist und Verwaltungsexperte Emde stammt aus Mengeringhausen und machte zunächst bei der Post Karriere. 1988 wurde er Hauptamtsleiter in Bad Arolsen. Als 1993 Diemelstadts Bürgermeister Horst Schrott überraschend starb, trat Emde an – und wurde als Parteiloser mit überwältigender Mehrheit gewählt. Das gelang ihn noch bei zwei weiteren Wahlen.

Die Dorferneuerungen in Wethen und Neudorf, die Sanierung des Freibades in Wrexen und weitere Gewerbeansiedlungen an der A44 fallen in seine Amtszeit. Politische Weggefährten lobten seine sachliche, moderierende Art, bei der Parteipolitik zumeist außen vor blieb.

Rolf Emde wird am Dienstag im engen Familienkreis zu Grabe getragen.

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