Wormeln, Welda und Dössel wollen umfangreiche Projekte verwirklichen
Aktivzentrum an der Twistehalle

Warburg -

Der Warburger Rat entscheidet am Dienstag über einen möglichen städtischen Zuschuss für drei Projekte aus dem Bereich der Dorferneuerung in Wormeln, Welda und Dössel. Alle drei Projekte sind in Eigenregie der Dörfer und mit Hilfe des Leader-Projektes „Aktive Dorfwerkstätten“ entwickelt worden.

Mittwoch, 02.12.2020, 21:30 Uhr
In Wormeln soll rund um die Sportanlage und die Twistehalle ein Aktivzentrum entstehen. Über das Projekt diskutiert der Rat am Dienstag. Foto: Andreas Menge

Sie haben durchaus die Chance, von der Bezirksregierung mit einer hohen Summe gefördert zu werden, wenn die Stadt einen Eigenanteil übernimmt.

Dass alle drei Projekte kurzfristig umgesetzt werden können, glaubt die Warburger Stadtverwaltung allerdings nicht. Immerhin würden Kosten von mehr als einer halben Million Euro entstehen. Bürgermeister Tobias Scherf geht davon aus, dass die Bezirksregierung zunächst höchstens eines der drei im kommenden Jahr fördern wird. Und die Förderhöhe stehe auch noch nicht fest, schreibt er an die Ratsmitglieder.

Aktivzentrum in Wormeln

In Wormeln ist die Planung für ein Aktivzentrum bei einem gleichzeitigen Ausbau der Twistehalle detailliert geplant. Der ehemalige Warburger Polizeichef Gerd Thöne hat dazu ein 20-seitiges Konzept verfasst und die Arbeiten detailliert begründet. Etwa 250.000 Euro würden sie kosten. 13.000 Euro davon wollen die Wormelner Bürger in Eigenleistung beisteuern.

Konkret sollen rund um den Bereich Kindergarten/Twistehalle und Sportplatz in Zukunft deutlich mehr Bewegungsangebote für Jung und Alt gleichermaßen gemacht werden. Der Bolzplatz hinter der Halle soll zu einem Multifunktionsspielfeld mit Kunststoffbelag und Umzäunung ausgebaut werden. Zwei Bouleplätze soll es für die neue Trendsportart geben. Der Spielplatz soll mit Fitnessgeräten ergänzt werden, die auch von Erwachsenen genutzt werden können. Um auch die Twistehalle besser nutzen zu können, soll dort die Elektro- und Sanitärinstallation erneuert werden. Außerdem ist der Anbau eines Geräteraums geplant.

Multifunktionsplatz in Welda

An der Teichstraße in Welda soll der alte Tennisplatz mit einem Kostenaufwand von 110.000 Euro zu einem Multifunktionsplatz umgebaut werden. Das Gelände unterhalb der Schützenhalle, in der Nähe der Teiche, des Spielplatzes und des Kindergartens wird derzeit bereits als Bolzplatz genutzt. In den 1980er Jahren wurde der Tennisplatz errichtet und von einem eigenen Verein betrieben. Nach Ende des Becker-Booms wurde die Nutzung als Tennisplatz in den 2000er Jahren aufgrund mangelnder Nachfrage aufgegeben und der Tennisverein aufgelöst.

Im Ortsbeirat war schon damals intensiv über eine Folgenutzung diskutiert worden – mit dem Ergebnis, dass das Tennis-Geläuf als multifunktionaler Platz für Begegnung, Bewegung, Spaß und Sport für alle Generationen genutzt werden soll.

Die Kolpingsfamilie brachte daraufhin eine Umnutzung als Bolzplatz voran. Die Tennisnetze wurden entfernt und innerhalb der Umzäunung wurden auf eigene Kosten zwei Fußballtore, die jeweils mit einem Basketballkorb kombiniert sind, aufgestellt. Der Boden wurde durch das Aufbringen von Sand zu einem Beach-Soccer-Platz.

Allerdings: Nach Regenschauern ist eine Nutzung nahezu ausgeschlossen und der Pflegeaufwand ist hoch. Im städtischen Haushaltsplan waren daher für den Einbau eines Sportbodens bereits 35.000 Euro bereitgestellt worden. Jetzt ist aber festgestellt worden, dass, um die geplante Umgestaltung vernünftig zu gewährleisten, deutliche Mehrkosten entstehen. Die Realisierung würde 110.000 Euro kosten. Daher wurde ein Antrag auf Gewährung von Mitteln aus der Dorferneuerung gestellt.

Offener Treff in Dössel

In Dössel fehlt nach einer Analyse der Dorfgemeinschaft vor allem ein Raum für ältere Jugendliche, für junge Erwachsene und für ältere Menschen. Dem soll mit der Einrichtung eines offenen Treffs begegnet werden. Entstehen soll er als neuer Gemeinschaftsraum, der an die bestehende „Alte Schule“ an die westliche Außenseite angebaut wird. Die Baukosten werden mit etwa 160.000 Euro angegeben. Der neue Gemeinschaftsraum soll dann für unterschiedliche Begegnungen und Gemeinschaftserlebnisse genutzt werden: als Klöntreff, als Treffpunkt für Junggesellen, für Senioren, Fußballspieler und Zuschauer nach einem Fußballspiel oder Turngruppen. Der Raum soll auch für kleinere Versammlungen, Geburtstagsfeiern oder zum Kaffee nach einer Beerdigung zur Verfügung stehen.

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