Das WESTFALEN-BLATT öffnet im Advent die Türen: Firma Brauns-Heitmann freut sich über Wachstumsschub
Sauber durch das Jahr 2020

Warburg -

Geschlossene Türen? Gibt es bei Brauns-Heitmann nicht – eigentlich. In Zeiten von Corona ist der Zugang zum Unternehmen – wie bei vielen anderen – jedoch schwierig. „Und weil wir für Transparenz stehen“, sagt Geschäftsführer Stefan Kremin, „öffnen wir deshalb gerne unsere Tür für den Adventskalender des WESTFALEN-BLATTES.“

Mittwoch, 02.12.2020, 03:00 Uhr
Das Hygienebewusstsein der Menschen wächst – auch ohne Corona. Von 25 Prozent Wachstum spricht das Unternehmen Brauns-Heitmann in der Wasch-, Putz- und Reinigungsgruppe. Speziell Desinfektionsmittel, hier im Labor geprüft, hätten 2020 für diesen Wachstumsschub gesorgt. Foto: Brauns-Heitmann

25 Prozent der Büroangestellten arbeiten momentan im Homeoffice. Die Hygieneauflagen seien noch höher als sonst. „Die Mitarbeiter, die vor Ort sind, etwa in der Produktion“, seien sehr diszipliniert. „Sie tragen den ganzen Tag ihre Gesichtsmaske“, lobt Kremin.

Und so kann die Produktion in dem Chemieunternehmen auf Hochtouren laufen. Und das muss sie auch. Insbesondere Handdesinfektionsmittel, Oberflächendesinfektionsmittel und Wäschehygienemittel seien in Zeiten der Pandemie gefragt wie nie. In diesem Jahr sei der Anteil dieser Produkte am Gesamtumsatz von 15 auf 25 Prozent gestiegen.

„Unser Glück ist, dass wir all diese Produkte bereits in unserem Portfolio hatten“, erklärt der Geschäftsführer. Bereits Ende Januar, „als unsere chinesischen Partner ihre Firmen wegen des Coronavirus länger schließen mussten“, habe das Unternehmen reagiert und die Produktion von Desinfektionsmitteln hochgefahren. Kremin: „Wir haben mehr Rohstoffe – insbesondere für die Herstellung von Desinfektionsmitteln gegen Viren und Bakterien – eingekauft. So haben wir eine zusätzliche Reichweite von vier Wochen aufgebaut – bei normaler Nachfrage.“ Als die Pandemie Deutschland erreichte, hielt der Rohstoffvorrat dann doch nur für drei Tage.

Massive Rohstoffprobleme

Wochenlang hatte Brauns-Heitmann mit massiven Rohstoffproblemen zu kämpfen. Auch jetzt sei der Markt noch angespannt. „Und natürlich sind die Preise explodiert“, erklärt Kremin.

Brauns-Heitmann, auch bekannt für Eierfarben und Dekoartikel, stellt Desinfektionsmittel für den Privatgebrauch her. Durch die Corona-Krise sei der Bereich der Handdesinfektionsmittel wie Gels explodiert. Der Geschäftsführer: „Die Zahlen haben sich verdreißigfacht.“ Auch der Absatz von Oberflächendesinfektionsmittel in Sprayform habe sich locker verachtfacht. Allein die Nachfrage nach Wäschedesinfektionsmitteln sei „normal“ gewachsen.

70 neue Mitarbeiter in Wasch-, Putz- und Reinigungsgruppe

Stefan Kremin: „Wenn die Leute mehr zuhause sind, machen sie auch mehr sauber.“ Und so werde auch mehr Entkalker gekauft.

70 neue Mitarbeiter sind 2020 in der Wasch-, Putz- und Reinigungsgruppe neu eingestellt worden. 495 Menschen sind derzeit bei der Firma beschäftigt.

Die hohe Nachfrage nach Desinfektionsmitteln berge aber nicht nur Chancen, sondern auch Risiken. Stefan Kremin: „Plötzlich sind auch viel mehr Marktplayer da.“ Er ist sich aber sicher, dass das Traditionsunternehmen mit seinen geprüften Produkten auf dem Markt bestehen werde. „Das Hygienebewusstsein der Menschen wächst – auch ohne Corona.“

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