Lödige Industries gewinnt Auftrag für automatisches Parksystem im Stadtzentrum von Amsterdam
Autos parken unterirdisch

Warburg/Paderborn -

Das Unternehmen Lödige Industries mit Sitz in Scherfede wird ein automatisiertes unterirdisches Parksystem im Amsterdamer Grachtenviertel bauen.

Mittwoch, 02.12.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 11:36 Uhr
An der Oberfläche werden die einzigen sichtbaren Elemente des Parksystems drei Eingangsbuchten mit Glasfassade sein. Quelle: Stadt Amsterdam Foto: Stadt Amsterdam

Unterhalb der Vijzelgracht, einer wichtigen Durchgangsstraße ins Stadtzentrum, soll das System bis zu 270 Autos in einem Gewölbe zwischen der Straße und der darunter liegenden U-Bahn-Station parken.

Nach dem „Building a Green City“-Plan der Stadtverwaltung von Amsterdam war das unterirdische Parken unter der U-Bahn-Station Vijzelgracht von Anfang an Teil des Konzepts. Angesichts der erforderlichen hohen Parkdichte und der schwierigen Zugänglichkeit war automatisiertes Parken das einzige realisierbare Konzept.

Der Auftrag wurde nun im Rahmen einer europäischen Ausschreibung an Lödige Industries vergeben.

Insgesamt hat die Stadtverwaltung von Amsterdam 15 Millionen Euro für das Projekt bereitgestellt, das im Juli 2022 abgeschlossen sein soll. Die Anlage wird gebaut, um die Parkplätze für die Anwohner auf der Straße zu ersetzen.

Die Stadtverwaltung von Amsterdam verwendet ein System von Parkausweisen für Anwohner. Die Inhaber dieser Parkausweise sollen nun über eine App und über eine moderne Nummernschild-Erkennungstechnologie Zugang zu dem unterirdischen Parkhaus erhalten.

An der Oberfläche werden die einzigen sichtbaren Elemente des Parksystems drei Eingangsbuchten mit Glasfassade sein, die so gestaltet sind, dass die optische Beeinträchtigung der Umgebung, die 2010 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt wurde, reduziert wird.

„Als wir vor fünf Jahren in Dänemark das mit 1000 Plätzen nach wie vor größte automatische Parksystem Europas installierten, waren wir ein relativer Neuling auf dem Markt. Seitdem haben wir ein nachhaltiges Wachstum in diesem Teil unseres Geschäfts verzeichnet, bedeutende Investitionen in der Produktentwicklung getätigt und mehrere attraktive Projekte gewonnen“, sagt Philippe De Backer, CEO von Lödige Industries.

„Es freut mich besonders, dass unsere Entscheidung, uns auf eine qualitativ hochwertige Technik und Ausführung zu konzentrieren, von unseren Kunden anerkannt und mit Auftragsgewinnen wie diesem belohnt wird.“

Das Parkgewölbe über der U-Bahn-Station, das 20 Meter unter dem Straßenniveau liegt, ist etwa 16 Meter hoch, 15 Meter breit und 100 Meter lang. Die Arbeiten vor Ort sollen im Januar 2021 beginnen.

Engineering, Konstruktion und Produktion der Maschinen für das Projekt werden an den Standorten des Unternehmens in Scherfede und im rumänischen Brasov erfolgen. Die Installation vor Ort wird von der Tochtergesellschaft von Lödige Industries in den Niederlanden durchgeführt.

Ralf Gapp, Geschäftsführer der Lödige Machine Warburg, kommentierte den Produktionsbeginn für das neue Projekt: „Jedes automatische Parksystem stellt eigene Anforderungen an unsere Ingenieure, denen sich diese gerne stellen. Das System für die Vijzelgracht hält zweifellos einige eigene Herausforderungen für uns bereit. Ich bin mir jedoch absolut sicher, dass unser Produktionsteam hier und in Brasov sowie unsere niederländischen Kollegen die hohe Qualität liefern werden, die unsere Kunden von uns gewohnt sind.“

Das Parkgewölbe über der U-Bahn-Station, das 20 Meter unter dem Straßenniveau liegt, ist etwa 16 Meter hoch, 15 Meter breit und 100 Meter lang.

Das Parkgewölbe über der U-Bahn-Station, das 20 Meter unter dem Straßenniveau liegt, ist etwa 16 Meter hoch, 15 Meter breit und 100 Meter lang. Foto: Stadt Amsterdam

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