Kinder des Evangelischen Familienzentrums Arche lassen Laternen mit ihren Eltern leuchten
Martinsfest auch ohne Umzug

Warburg -

St. Martin auf dem Pferd, drumherum Kinder mit bunten Laternen, die freudestrahlend „St. Martin, St. Martin“ singen: Das gehört wohl zu einem perfekten Martinsumzug dazu. Aber das Alles wird es in diesem Jahr am 11. November coronabedingt nicht geben.

Montag, 09.11.2020, 21:10 Uhr
Wegen der Corona-Pandemie sind Martinsumzüge nicht erlaubt. Wie viele andere Kindertageseinrichtungen hat sich das Team der Arche einen Weg überlegt, um trotz Einschränkungen das Martinsfest begehen zu können. Kinder wie William (von links), Aline, Alicia und Thomas haben Laternen gebastelt. Michaele Schrader, Leiterin des Evangelischen Familienzentrums, ruft die Eltern dazu auf, ihre Kinder am Martinstag zu Fuß abzuholen, damit sie auf dem Weg nach Hause mit leuchtenden Laterne gehen können. Foto: Silvia Schonheim

Martinsumzüge sind aufgrund der Corona-Pandemie nicht erlaubt. „Das Fest muss deshalb aber nicht ausfallen“, sagt Michaele Schrader, Leiterin des Evangelischen Familienzentrums Arche auf der Hüffert in Warburg. Und auch das Teilen nach dem Vorbild des St. Martins sollten Kinder trotz aller Einschränkungen üben.

Wie viele andere Kindertageseinrichtungen hat auch das Team der Arche sich einen Weg überlegt, um überhaupt das Martinsfest begehen zu können.

„Gefeiert wird nur mit den Kindern“, bedauert die Leiterin. „Sonst kommen immer bis zu 300 Gäste zum Umzug mit Pferd, dem Martinsspiel- und -feuer. Das geht in diesem Jahr natürlich nicht“, weiß Michaele Schrader. „Wir hätten uns gewünscht, wenigsten mit den einzelnen Kindergartengruppen einen kleinen Umzug zu gehen. Aber auch das dürfen wir leider nicht“, bedauert die Leiterin des Familienzentrums.

Die Arche-Kinder kommen am 11. November wie üblich in die Einrichtung. „Die Martinsfeier gestalten wir vormittags intern in den einzelnen vier Gruppen. In jeder Gruppe spielt ein Kind den heiligen Martin. Und Laternen haben die Mädchen und Jungen natürlich auch im Vorfeld gebastelt“, erzählt Michaele Schrader weiter. Weil das Singen coronabedingt auch flachfällt, kommt eine CD aus dem Vorjahr zum Einsatz. Schrader: „Gemeinsam mit drei Kindern habe ich – angeregt durch Sänger Andre Gold – im Tonstudio von Jürgen Mutz eine Martins-CD aufgenommen.“ Die wird begleitend abgespielt. Mitsingen dürfen die Kleinen in diesem Jahr aber nicht.

Die Eltern sind aufgerufen, ihre Kinder am Martinstag ganz normal abzuholen. „Es wäre aber schön, wenn die Kinder auf dem Weg nach Hause mit ihrer leuchtenden Laterne gehen könnten – natürlich ohne, dass sich Gruppen bilden“, betont die Arche-Chefin. Zu Hause könnten die Kinder St. Martin die Ehre erweisen und ihre Laterne in ein Fenster hängen: „So fühlen wir uns alle ein Stückchen miteinander verbunden.“

Damit auch das Thema Teilen möglich ist, sponsert der Förderverein der Arche gleich zwei Brezeln für jedes Kind – eine süße und eine salzige. „Die Süße wird in der Gruppe gegessen, die Salzige nehmen die Kinder mit nach Hause, um sie dort in der Familie zu teilen“, sagt Michaele Schrader.

„Zum Glück leben die Kinder im Hier und Jetzt. Sie werden wohl erst am Martinstag selbst bemerken, dass alles anders ist.“ Erst dann rechne sie mit den Fragen der Kinder. Bei einigen Eltern sei die Wehmut aufgrund des abgesagten Martinsumzug groß. Arche-Leiterin Schrader: „Und das kann ich gut verstehen. Denn es war immer eine wunderschöne Veranstaltung. Ein Höhepunkt im Jahr. Im Rahmen unserer Möglichkeiten wollen wir aber auch trotz Corona einen schönen Tag für die Kinder gestalten.“

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