Vier Werke des Künstlers Raphael J. Strauch am Waldinformationszentrum Hammerhof
Glücksmomente aus Beton

Warburg -

Der Hammerhof in Warburg-Scherfede hat Zuwachs bekommen: Einen Feuersalamander und eine Waldeidechse. Nichts besonderes in einem „Biotop“ dieser Art? Doch, denn beide Tiere sind aus Beton.

Samstag, 07.11.2020, 05:34 Uhr aktualisiert: 07.11.2020, 11:10 Uhr
Künstler Raphael J. Strauch stellt einen kleinen Teil seiner großen Sammlung für ein Jahr am Hammerhof aus. Dazu zählt auch das Werk „Faun“, das er gemeinsam mit Dorothee Maier (Bundesfreiwilligendienstleistende im Wisentgehege) aufgestellt hat.

Der Hammerhof in Warburg-Scherfede hat Zuwachs bekommen: Einen Feuersalamander und eine Waldeidechse. Nichts besonderes in einem „Biotop“ dieser Art? Doch, denn beide Tiere sind aus Beton. Geschaffen hat sie der Helmerner Künstler Raphael J. Strauch.

Natur und Tiere näher bringen

„Mein Ziel ist es, Kindern die Natur und Tiere näher zu bringen“, sagt Strauch, der die beiden Kunstwerke bewusst so gestaltet hat, dass Kinder auf ihnen herumklettern können. Die reduzierten Formen sind absichtlich gewählt, damit sich die kleinen Besucher nicht an scharfen Kanten verletzen können. Außerdem sind sie wetter- und abriebfest. „Beide Tierarten kommen auch bei uns am Hammerhof vor, deshalb passen sie perfekt hierher“, freut sich auch Jan Preller, Leiter des Waldinformationszentrums, über die kostenlose Leihgabe des Künstlers.

Ein Jahr sollen sie nun am Hammerhof bleiben. „Unser Förderverein Walderlebnisgebiet Hardehausen möchte die Echse und den Salamander, die Raphael Strauch in limitierter Auflage geschaffen hat, nach dem Gastspiel gern kaufen, damit sie für immer hier bleiben können“, verrät Preller seine Pläne. Zu finden sind die beiden tierischen Kunstwerke direkt am Spielplatz, in dessen unmittelbarer Nähe sich der Hammerbach befindet, in dem der Feuersalamander lebt.

Überdimensional große Postkarte

Ganz in der Nähe finden die Besucher auch das dritte von vier Kunstwerken von Raphael J. Strauch, das ebenfalls als kostenlose Leihgabe für ein Jahr am Hammerhof zu sehen sein wird. Es trägt den Titel „Kleine Wunder des Lebens“ und wurde aus bronzefarbenem Beton gefertigt. Die Form erinnert an eine überdimensional große Postkarte, die auf einer Staffelei steht und ein Kind zeigt, das eine scheinbar unbedeutende, kleine Fliege bewundert. „Ich möchte mit diesem Werk die Menschen dafür sensibilisieren, dass sie ein Augenmerk auf die kleinen Dinge des Lebens richten“, erklärt Strauch seine Intention.

„Auch dieses Kunstwerk passt ideal zum Hammerhof, denn hier kann man den Blick schärfen für die kleinen Wunder des Lebens und biologische Vielfalt von ganz klein bis ganz groß und bis zu einer Tonne schwer erleben“, ergänzt Jan Preller. Das vierte und letzte Kunstwerk sitzt Panflöte spielend am Korinthenteich und nennt sich „Faun“. Um den altitalischen Gott der Natur und des Waldes, der in vielerlei Gestalt und unter zahlreichen Namen auftritt, ranken sich zahlreiche Sagen und Mythen. Durch das Kunstwerk wird der Teich zu einem mystischen Ort, der zum Verweilen und zum Kraft tanken in wahrlich bewegenden Zeiten einlädt.

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