Arbeiten in der Diemelaue liegen „voll im Zeitplan“
Wasserspielplatz ist fast fertig

Warburg (WB). Die Arbeiten für den neuen Wasserspielplatz, der nach den Plänen des Warburger Architekten Andreas Kropp unterhalb der Altstädter Diemelbrücke entsteht, sind bald abgeschlossen. Der „Flussbegegnungspunkt“, wie er in der Projektausschreibung heißt, soll eine Attraktion am Diemelradweg werden.

Dienstag, 03.11.2020, 04:22 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 04:30 Uhr
Der Wasserspielplatz des zukünftigen Flussbegegnungspunktes nimmt Gestalt an. Die Arbeiten sind im Zeitplan. Das freut den Architekten Andreas Kropp (links) und Ulrich Klare, den stellvertretenden Bauamtsleiter der Stadt Warburg Foto: Ralf Benner

Das Pflaster auf dem 140.000 Euro teuren Erlebnisplatz für Familien und Radfahrer ist bereits verlegt. Noch in dieser Woche soll es verfugt werden, berichtet Ulrich Klare, stellvertretender Bauamtsleiter der Stadt Warburg. „Wir liegen damit voll im Zeitplan“, stellt Klare zufrieden fest.

Anlage aus Edelstahl und Stein

Die Anlage aus Edelstahl und Stein nimmt langsam Formen an. Die Brücke, die über den Wasserlauf des Spielplatzes führt und das Diemelufer von der Anlage trennt, ist schon vorhanden. Auf zusätzlichen Balanciersteinen können Kinder und Erwachsene das Wasser ebenfalls überqueren. Auch diese Steine befinden sich schon an ihrem Platz. Die ersten Elemente für den eigentlichen Spielplatz stehen schon und können in Augenschein genommen werden.

Es entsteht eine Mischung aus Rast- und Kinderspielplatz sowie Erlebnispunkt, die Bänke, Informationstafeln zur Warburger Mühlen- und Stadtgeschichte, einen historischen Mühlstein, Fahrradständer und einen hochwertiger Wasserspielplatz beinhaltet. Durch ein Spundloch eines alten Mühlsteins sprudelt das Wasser in verschiedene Bassins und Kaskaden, in denen Kinder spielen und das Wasser an zwei Stellen auch stauen können.

Immer frisches Diemelwasser

Ein Wall soll demnächst noch angelegt werden, um die Anlage weitestgehend vor Hochwasser zu schützen. Es würden auch noch Bäume gepflanzt, um die Sitzbänke zu beschatten, erläutert Klare. Hingucker und Attraktion ist die große „archimedische Schraube“, mit der die Jungen und Mädchen das Wasser spielerisch nach oben befördern können, damit es seinen Lauf nehmen kann.

Die eigentliche Arbeit aber findet im Verborgenen statt: Das Wasser wird mit einer Pumpe aus den Tiefen der Diemelauen nach oben befördert. Die Pumpe selbst wird über eine Solaranlage mit Energie versorgt, die auf Stützpfeilern in den Diemelauen ruht. „Es handelt sich um Diemelwasser aus den Auen, das wieder in den Fluss zurückfließt. Wir verwenden für den Spielplatz also immer frisches Wasser und haben keinen Kreislauf, bei dem das selbe Wasser dauernd wiederverwendet wird“, erklärt Kropp.

Einweihung wohl im Frühjahr

Die neue Attraktion am Diemelradweg dürfte noch in diesem Jahr fertig werden. Die Einweihung der Anlage soll winter- und coronabedingt aber erst später erfolgen. Voraussichtlich im Frühjahr, zu Beginn der neuen Radsaison, werde der neue Flussbegegnungspunkt feierlich eröffnet und der Wasserspielplatz in Betrieb genommen, stellt Ulrich Klare, der stellvertretender Bauamtsleiter der Hansestadt, in Aussicht.

Der Warburger Heimat- und Verkehrsverein, konkret die Gruppe um Peter Kohlschein und Klaus Stalze, hat den Bau der Anlage nicht nur fachkundig begleiten, sondern hat sich auch bereit erklärt, nach der Fertigstellung die Pflege der Aufenthaltsfläche vor allem nach Hochwassern zu übernehmen. Peter Kohlschein, Senior-Chef der Warburger Brauerei und ehemaliger Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, hatte 2013 erstmals vorgeschlagen, die Mühlengeschichte der Stadt erlebbar zu machen. Später kam dann die Idee auf, den Wunsch des Heimat- und Verkehrsvereins mit einem Flussbegegnungspunkt am Diemelradweg zu verknüpfen.

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