Warburg-Germeter suchen in der Corona-Pandemie nach Alternativen in der Vorweihnachtszeit
Nikolaus kommt mit der Kutsche

Warburg (WB). Die Mitglieder der Warburger-Germeter Initiative „Hand ins Hand“ und der Kirchengemeinde St. Nikolaus wollen nicht, dass die Feiern in der Advents- und Weihnachtszeit vollends wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Sie planen sichere Alternativen und hoffen, dass sie auch umgesetzt werden können.

Dienstag, 03.11.2020, 03:02 Uhr aktualisiert: 03.11.2020, 03:10 Uhr
Der Germeter Nikolaus – hier ein Archivbild – soll in diesem Jahr mit der Kutsche durch den Ort fahren. Ein großes Fest auf dem Hof der Schwestern wird es nicht geben. Foto: Jürgen Vahle

Kinder feiern in der Kita

Bereits abgesagt ist der St.-Martins-Umzug des Kindergartens St. Michael. Er kann nicht, wie in Germete üblich, öffentlich ausgerichtet werden. Die Mädchen und Jungen feiern aber in der Kita unter sich.

Germeter, die ebenfalls zu Hause ein wenig vom St.-Martins-Gefühl erhaschen wollen, können bis Mittwoch, 11. November, Martinsbrezel im Germeter Kindergarten vorbestellen (1,70 Euro pro Stück, Telefon 05641/2630). Am Freitag, 13. November, werden diese dann in der Zeit von 12.30 bis 13 Uhr am Gartentor des Kindergartens ausgegeben.

Besonders hart trifft die Germeter der Ausfall des Nikolaus-Umzuges. Die Feuerwehr als Ausrichter hat bereits angekündigt, dass er nicht in gewohnter Weise stattfinden kann. Der Nikolaustag gehört aber in der Germeter St.-Nikolaus-Gemeinde (Patronatsfest) und im gesamten Ort seit 76 Jahren zu den beliebtesten Festen.

Adventsfenster fällt aus

Beim Umzug durch den Ort, der Ansprache des Nikolaus’ auf dem Hof der Schwestern und beim anschließenden gemütlichen Beisammensein kommen in „normalen Jahren“ hunderte Besucher. All dies ist 2020 nicht möglich.

„Hand in Hand“ und Kirchengemeinde wollen nun organisieren, dass der Nikolaus gemeinsam mit Engelchen am zweiten Adventswochenende in den Abendstunden mit einer Kutsche durch den Ort fährt und jedes Kind einen Original-Schoko-Nikolaus vor die Tür gestellt bekommt. Die Glocken am Zaumzeug der Pferde sollen darauf aufmerksam machen, so dass die Kinder aus dem Fenster dem Nikolaus zuwinken können. Hierzu laufen die Planungen auf Hochtouren.

Ausfallen wird in diesem Jahr auch die beliebte Aktion Adventsfenster, zu dem sich im Advent an jedem Abend viele Germeter an einem anderen Ort versammelt haben, um gemeinsam zu singen, ein Gedicht oder eine Geschichte zu hören. Hier gibt es jedoch die Planung, dass eine Art Adventsbüchlein mit Liedern, Gedichten, kleinen Geschichten oder Bastelanleitungen erstellt, gedruckt und an interessierte Haushalte im Ort als kleine Aufmerksamkeit in der Adventszeit verteilt wird.

Gottesdienst auf dem Hof

Auch in Sachen Weihnachtsgottesdienst wollen sich die Germeter dem Corona-Virus noch nicht geschlagen geben. Geplant ist, dass die Mitglieder der Aktionsgruppe „Hand in Hand“ an Heiligabend auf dem Hof der Serviam-Schwestern Schützenfestbänke in gebührendem Abstand aufbauen.

An den vier Ecken des weitläufigen Anwesens steht je ein Mitglied des Musikvereins, das Weihnachtslieder spielt. Die Gläubigen müssen sich zu dem Wortgottesdienst anmelden und erhalten feste Sitzplätze, so dass eine Nachvollziehbarkeit gewährleistet ist. Auch darf eine bestimmte Höchstzahl an Besuchern nicht überschritten werden.

„Das sind natürlich alles nur Ersatzveranstaltungen, die nicht mit dem Original zu vergleichen sind und deren Durchführung kurz zuvor noch einmal überprüft werden muss. Aber: Weihnachten darf nicht ganz ausfallen“, macht Organisatorin Katja Schweins von „Hand in Hand“ deutlich.

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