Drei Ossendorfer Vereine bauen sich eine Halle – Spenden haben 30.000 Euro teures Projekt ermöglicht
Narren, Sportler und Musiker in einem Boot

Warburg (WB). Es wurde viel gebaggert und gebaut in den vergangenen Monaten. Nun steht das Ergebnis: Drei Warburg-Ossendorfer Vereine haben sich gemeinsam mit viel Eigenleistung eine Lagerhalle gebaut. Kosten: rund 30.000 Euro. Jetzt freuen sich Karnevalsgesellschaft, Sportverein und Musikverein über das Ergebnis.

Freitag, 23.10.2020, 02:02 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 02:30 Uhr
Sie sind mächtig stolz auf ihre neue Halle (von links): Ossendorfs Bezirksverwaltungsstellenleiter Walter Güntermann gemeinsam mit Thorsten Kriwet (Sportverein SV Teutonia), Ansgar Engemann (Präsident der Karnevalsgesellschaft Rot-Weiss) und Wilhelm Thonemann (Vorsitzender des Musikvereins).

16 Meter lang und acht Meter breit

Auch Bezirksverwaltungsstellenleiter Walter Güntermann, der das Projekt von Beginn an begleitete, ist zufrieden. „Wenn drei der größten Vereine im Ort an einem Strang ziehen, dann kann das Ergebnis nur gut werden“, lobt er.

Die neue Halle am Ossendorfer Sportplatz ist eine Holzständerkonstruktion mit Trapezblechverkleidung. Sie ist 16 Meter lang und acht Meter breit. Die rund 130 Quadratmeter teilen sich die drei beteiligten Vereine zukünftig auf, deshalb gibt es auch drei große Tore. „Einzig die tragende Konstruktion wurde von einer Fachfirma erledigt. Alles andere war Eigenleistung“, berichtet Güntermann. „Insgesamt sind mit Sicherheit über 500 Stunden angefallen.“

12.000 Euro aus den eigenen Kassen

Für die Finanzierung haben die Vereine, die 12.000 Euro aus den eigenen Kassen beisteuerten, kräftig um Spenden geworben. Der Warburger Rat und die Verwaltung haben sich mit einer Anteilfinanzierung in Höhe von 10.000 Euro beteiligt. Der Ossendorfer Bezirksausschuss beteiligte sich mit 1500 Euro, ebenso die Sparkasse Höxter.

Über die Volksbank Warburger Land wurde eine Crowd-Funding-Aktion gestartet: Mit einer Spende der Bank kamen so nochmal über 5000 Euro zusammen. „Wir danken allen Spendern. Ohne sie wäre das Projekt so nicht möglich gewesen“, sagen die drei Vorsitzenden der Vereine.

„Standort erfüllt alle Bedingungen“

Zukünftig sollen in der Halle unter anderem die Bühnen der Karnevalsgesellschaft und des Musikvereins gelagert werden. „Bislang haben wir die Elemente im Nachbardorf Wethen zwischenparken müssen. Für Konzerte oder die Prunksitzung bedeutete das einen enormen Aufwand, denn alles musste immer erst umständlich hin- und hergefahren werden“, erklären Ansgar Engemann, Präsident des Karnevalsvereins, und Wilhelm Thonemann, Vorsitzender des Musikvereins. Der Sportverein wird sein Hallensegment nutzen, um in erster Linie Rasenmäher und andere Gerätschaften unterzustellen, die für die Pflege des Fußballplatzes gebraucht werden.

Diskussionen gab im Vorfeld des Hallenbaus zunächst wegen des geplanten Standortes. „Wir haben gemeinsam alle Alternativen unter die Lupe genommen und abgewogen. Letztendlich kam aber nur der jetzige Standort am Sportplatz, zwischen Schießsportheim und Tennisheim, in Frage. Er erfüllt alle Bedingungen und die neue Halle passt auch sehr gut ins Gesamtbild“, erklärt Walter Güntermann.

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