Verwaltung bewirbt sich um Fördermittel aus dem NRW-Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte
Stadt will leer stehende Ladenlokale anmieten

Warburg (WB). Zur Belebung von Ladenleerständen in der Warburger Innenstadt sollen über ein Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte und Zentren in NRW Fördertöpfe des Landes genutzt werden. Einen entsprechenden Antrag will die Hansestadt Warburg stellen. Die Frist dafür läuft am Donnerstag, 15. Oktober, ab.

Freitag, 09.10.2020, 05:02 Uhr aktualisiert: 09.10.2020, 05:20 Uhr
Leer stehende Ladenlokale möchte die Warburger Stadtverwaltung wieder mit Leben füllen. Daher möchte sie sich für ein Förderprogramm des Landes NRW bewerben. Foto: Daniel Lüns

„Kurzfristige Unterstützung schaffen“

„Gerade in diesen herausfordernden Zeiten für den Einzelhandel und unsere Innenstadt möchten wir jede Möglichkeit nutzen, um unser Zentrum weiter zu stärken“, zeigt sich Bürgermeister Michael Stickeln entschlossen. „Mit dem neu aufgesetzten Sofortprogramm der Landesregierung wollen wir eine kurzfristige Unterstützung schaffen, um Eigentümern und Selbstständige noch bessere Rahmenbedingungen zu bieten“, begründet Stickeln die Bewerbung um Fördermittel.

„Gleichzeitig werden wir ab 2021 auch strategisch neue Wege gehen indem wir ein umfassendes Quartierskonzept, gemeinsamen mit der Politik, Gewerbetreibenden und Bürgern entwickeln, um unsere Innenstadt noch nachhaltiger und den gegenwärtigen Herausforderungen angepasst, aufzustellen“, führt Stickeln aus.

Programm ist seit Juli Thema

Die Stadt Warburg werde daher einen Antrag zur weiteren Attraktivitätssteigerung der Innenstadt stellen. Das bedeutet ganz konkret: „Das Förderprogramm ermöglicht es uns als Verwaltung, Ladenlokale anzumieten und weiter an potenzielle Interessenten unterzuvermieten.“ So erläutert Wirtschaftsförderer Sören Spönlein das Vorgehen. „Für die Anmietung als Stadt werden Fördermittel eingesetzt, sodass wir Interessenten einen verminderten Mietsatz weiterreichen können.“

Seit Juli dieses Jahres beschäftigt sich die Verwaltung den Angaben zufolge mit dem Programm. Förderfähig seien Ladenlokale mit bis zu 300 Quadratmeter Mietfläche. Ausgehend von der Kaltmiete aus der letzten Vermietung, seien 70 Prozent der Altmiete förderfähig, sodass Eigentümer auf 30 Prozent der vorherigen Mieteinnahmen verzichten müssten.

Weniger Miete bezahlen

Im Gegenzug können sich Interessenten auf Mietreduzierungen von 60 bis 80 Prozent freuen, um ihre Geschäftsidee in Warburg dauerhaft zu etablieren. Eine Anmietung der Ladenlokale durch die Stadtverwaltung findet allerdings nur statt, wenn ein Interessent für ein Ladenlokal gefunden ist und dieses anmieten möchte. Die Dauer des Mietvertrages läuft maximal bis zu zwei Jahre. Danach muss wieder ein neuer Kontrakt zwischen Eigentümer und Mieter geschlossen werden.

„Ähnlich wie im erfolgreichen Pop-Up-Konzept erhoffen wir uns durch den finanziellen Anreiz eine erhöhte Anfrage für die Ladenlokale. Gleichzeitig haben wir auch die Möglichkeit, die Ansiedlungen von Geschäften besser nach den derzeitigen Bedarfen in der Stadt zu steuern, in dem wir zum Beispiel keine neuen Friseure, Handyläden oder Spielhallen ansiedeln werden, sondern aus unserer Sicht notwendige Sortimente etablieren möchten“, so Spönlein.

Vorgespräche wurden geführt

Erste Vorgespräche mit Eigentümern und Maklern zur Teilnahme am Programm seien bereits geführt worden. Ob Warburg in das Programm aufgenommen wird, ist allerdings noch offen. Nach der Antragsstellung müsse zunächst abgewartet werden, ob durch die Bezirksregierung Detmold eine Bewilligung erfolgen wird. Falls ein positiver Bescheid zugestellt wird, könnte das neue Innenstadtprogramm ab 2021 zur Vermarktung eingesetzt werden.

Für Fragen zum Förderprogramm können Immobilieneigentümer und Interessenten sich aber schon jetzt an Wirtschaftsförderer Sören Spönlein wenden unter Telefon 05641/921302 oder ­E-Mail an s.spoenlein@warburg.de.

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