Ziel: Hardehausen als Ausflugsziel bekannter machen und Attraktivität weiter steigern
Vier Partner bringen das „H“ groß raus

Hardehausen (WB). Ein starker Ort und vier starke Partner: So könnte man das neue Entwicklungskonzept für Hardehausen in den nächsten Jahren zusammenfassen.

Mittwoch, 07.10.2020, 03:00 Uhr
Wollen Hardehausen als Ausflugsziel stärken (von links): Bezirksverwaltungsstellenleiter Johannes Thonemann, Bürgermeister Michael Stickeln, Leader-Projektmanagerin Christiane Sasse, Hammerhof-Leiter Jan Preller, Lucas Tielke, stellvertretender Geschäftsführer des Jugendhauses, Heike Glatze (Agentur Futour), Touristik-Chef Norbert Hoffmann, LVH-Direktor Monsignore Uwe Wischkony, Walter Preus (Padercamp), Wirtschaftsförderer Sören Spönlein, Birgit Hübner (Naturpark Teutoburger Wald), Rainer Glunz, Wisentgehege-Leiter.

Die Katholische Landvolkshochschule, das Jugendhaus, das Waldinformationszentrum Hammerhof und das Padercamp im Birkenhof, sie alle machen sich im weitläufigen Naherholungsgebiet Hardehausen auf einen gemeinsamen Weg, um das beliebte Ausflugsziel regional wie überregional noch attraktiver, bekannter und namhafter zu machen.

Flankiert vom Projektträger, der Hansestadt Warburg, und gefördert von der Leader-Region Kulturland Kreis Höxter, haben sich die Akteure der vier Bildungseinrichtungen auf die Fahnen geschrieben, sich künftig gemeinsam zu vernetzen, gemeinsam Ideen und Projekte zu entwickeln und sich offensiv nach außen für die einzelnen Zielgruppen zu präsentieren.

Kulturhistorischer Ort

Diesem Vorhaben vorausgegangen ist in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an gemeinsamen Workshops und Arbeitssitzungen, in denen sich die Akteure der Bildungseinrichtungen näher kennengelernt, zueinander gefunden und nun ein gemeinsames Ziel im Blick haben: Hardehausen als attraktiven kulturhistorischen Ort inmitten abwechslungsreicher Natur für Einheimische und auswärtige Gäste wahrzunehmen und zu stärken. „Wir wollen die Magie dieses Ortes nutzen“, betont Jan Preller, Leiter des Waldinformationszentrums Hammerhof. Er ergänzt mit Blick auf die wildromantische Landschaft: „Hardehausen soll richtig zum Wohlfühlen sein.“

Gemeinsamer Auftritt

Durch die facettenreiche Angebotspalette der vier Bildungseinrichtungen haben Familien, Jugendliche, Erholungssuchende und Seminarteilnehmer unzählige Möglichkeiten, Natur und Schöpfung direkt in Hardehausen zu erleben.

Und das Entwicklungskonzept bietet genügend Potential, noch besser zu werden und vor allem einheitlicher aufzutreten. „Denn bislang besuchten die Gäste die Einrichtungen in Hardehausen separat und ganz zielgerichtet“, sagt Sören Spönlein von der Wirtschaftsförderung Warburg. Touristiker Norbert Hoffmann ergänzt: „Wer die Wisente bewundert, weiß oft nicht, dass noch wenige Kilometer weiter eine bedeutende Klosteranlage der Zisterzienser zu besuchen ist und umgekehrt.“

Das soll sich nun ändern, die vier Einrichtungen wollen künftig ihre Ressourcen bündeln, Synergien nutzen, allerdings ohne das eigene Profil zu verlieren.

Kloster, Wald und Wisente

Für die Akteure, Touristiker und Wirtschaftsförderer gibt es in der nächsten Zeit genügend zu tun. Erste Anfänge sind bereits gemacht: Ein rundes „H“ in Verbindung mit dem Schriftzug „Hardehausen“ bildet das neue, gemeinsame Logo, das an den Eingangspforten angebracht wird. Der neue Flyer mit einem detaillierten Geländeplan unter dem Titel „Kloster, Wald und Wisente“ macht anschaulich deutlich, was Familien, Kinder und Jugendliche, Urlauber und Tagesgäste in Hardehausen alles erleben, erfahren und erlernen können.

Und es soll weitergehen: In einem Folgeprojekt 2021 wird eine gemeinsame Website aufgebaut werden sowie weitere digitale Angebote, beispielsweise eine Webcam im Wisentgehege oder barrierefreie Wanderwege. Weiteres Ziel ist eine Wege- und Streckenführung durch das Areal, so dass die Besucher sich gut orientieren können. Dazu kommen Erlebnis-Stationen, die Kinder und Jugendlichen spielerisch Natur und ihre Besonderheiten näherbringen. Führungen sollen künftig bewegte Klostergeschichte und Naturerlebnisse miteinander verbinden. Landschaftsliegen laden zum Ausruhen ein.

Bessere Erreichbarkeit

„Zudem ist die Mobilität ein großes Thema in Hardehausen“, so Sören Spönlein. „Die bessere Erreichbarkeit liegt uns am Herzen.“ Geprüft werde der Einsatz von Fahrrad und E-Bikes, wie auf der Kloster-Garten-Route. „Wir wollen die Infrastruktur so verbessern, dass Hardehausen schöner und erlebbarer wird,“ betont Sören Spönlein. Nicht nur Wandern, sondern Erleben und Entdecken stehen im Mittelpunkt. „Es ist ein Projekt der kleinen Schritte, aber wir freuen uns, gemeinsam etwas zu erreichen“, macht Jan Preller deutlich.

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