Kabarett, Keller-Quiz und Weihnachts-Tango in Warburg geplant
Mehr Kultur in Corona-Zeiten wagen

Warburg (WB). Lassen sich Kultur und Corona miteinander vereinbaren? „Die Planungen sind schwierig, aber es geht“, ist sich Kulturforumsvorsitzende Lena Volmert sicher. Um wenigstens einige kulturelle Veranstaltungen in der Hansestadt zu „retten”, geht das Kulturforum neue Wege.

Donnerstag, 01.10.2020, 23:32 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 23:40 Uhr
Kulturforumsvorsitzende Lena Volmert, Kabarettistin Sarah Hakenberg und Kai Greup­ner (Veranstaltungsbüro „nurguteleute“, von links) freuen sich, dass in der Hansestadt doch noch einige kulturelle Veranstaltungen stattfinden können. Dafür haben die Kulturschaffenden neue Wege eingeschlagen.

Los geht es bereits am 10. Oktober mit dem Keller-Quiz, bei dem die Allgemeinbildung gefragt ist. Und so funktioniert’s: Sechs Gruppen á vier Leute kämpfen mit ihrem Wissen um Punkte. Moderator Stephan Kalms stellt Fragen aus sechs Wissensgebieten. Welches Team am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt. Und zwar Eintrittskarten für Kufo-Veranstaltungen im kommenden Jahr. „Mit dieser Veranstaltung betreten wir absolutes Neuland, aber wir möchten das Kulturforum im Bewusstsein der Leute lassen und zeigen, dass wir durchhalten bis wir wieder richtig starten können“, sagt Lena Volmert. Wenn das Keller-Quiz gut angenommen wird, sei geplant, es regelmäßig einmal im Monat zu veranstalten.

Auftritt war schon abgesagt

Ein weiteres kulturelles Highlight ist auch der Auftritt der Warburger Kabarettistin Sarah Hakenberg, der jetzt überraschend doch stattfinden kann. Nachdem das Herbstprogramm des Kulturforms abgesagt werden musste, stand ihr Auftritt auf der Kippe. „Das war für mich ein harter Schlag, denn ich hatte mich sehr darauf gefreut, meinem Heimatpublikum mein neues Programm zu präsentieren“, berichtet Sarah Hakenberg. Nach Gesprächen mit ihrem Mann Kai Greupner von der Veranstaltunsagentur „nurguteleute” und Lena Volmert stand fest, dass die Veranstaltung doch stattfinden kann. So wird es am Samstag, 7. November, um 18.30 und um 20.30 Uhr zwei Shows geben, bei denen die beliebte Warburger Kabarettistin ihr Programm „Dann kam lange nichts“ im Pädagogischen Zentrum präsentieren wird. „Wir haben die Auflagen geprüft und ein Hygienekonzept erstellt, dass auch ein Einbahnstraßensystem beim Ein- und Auslass beinhaltet“, erklärt Kai Greupner.

Pro Show dürfen 214 Menschen in den Saal. Gebucht werden können die Karten im Internet unter www.nurguteleute.de. Dort ist ein Saalplan zu sehen, so dass sich auch Gruppen ihre Plätze aussuchen können.

Weihnachts-Tango in der Kirche

Ein weiteres Beispiel dafür, dass das Kulturforum alle Hebel in Bewegung setzt, um kulturelle Veranstaltungen in Warburg zu ermöglichen, ist der 5. Dezember. Nach Gesprächen mit Pfarrerin Patrizia Müller wird es von 20 Uhr an in der evangelischen Kirche einen so genannten „Weihnachts-Tango“ mit dem Trio „Tango Transit“ geben. „Die Stühle in der Kirche dürfen gruppenweise zusammengestellt werden, so dass 120 Personen das Konzert erleben können“, freut sich Lena Volmert, die bereits mitten in den Planungen für das kommende Jahr steckt.

Das erste Halbjahr 2021 sei bereits komplett ausgebucht. Mit dabei sind unter anderem Sia Korthaus, Ingo Börchers, Lutz von Rosenberg-Lipinsky, Peter Finger und „Zeitgeisty“, eine Lesung mit Live-Musik, Texten, und Bildern als unterhaltsame, aber auch politische Retrospektive der Jahre 1979 bis 1989.

Lüftungsanlage im Kufo-Keller

Ob diese Künstler im kommenden Jahr trotz Lüftungsanlage im Kufo-Keller auftreten können, bleibt fraglich. „Die Planungen können derzeit nur im Blindflug stattfinden, weil niemand vorhersehen kann, wie sich die Pandemie entwickelt“, sagt Lena Volmert. Da mit Auftritten vor 25 Gästen keine Gagen finanziert werden können, sollen in Zusammenarbeit mit der Stadt andere Veranstaltungsstätten gefunden werden. Im Gespräch sei beispielsweise die Aula im Gymnasium Marianum. „Allerdings müssen dann die Konditionen stimmen“, betont Lena Volmert.

Auch wenn die von ihr organisierten Veranstaltungen vermutlich nicht im gemütlichen Kufo-Keller stattfinden können, sieht die Warburger Kulturforumsvorsitzende es positiv: „Ich bin einfach froh, wenn in Warburg was passiert.“

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