Zukunftswerkstatt zur Stärkung der Dorfentwicklung in Hohenwepel
Den Wasserturm begehbar machen

Warburg-Hohenwepel (WB). Ermutigende erste Schritte für eine engagierte Dorfentwicklung: Katholische Landvolkshochschule Hardehausen, Ortsbeirat und Ortsvorsteher Rainer Spellerberg hatten die Hohenwepeler zur Zukunftswerkstatt in die Gemeindehalle eingeladen. Die Resonanz war positiv: 39 Personen nahmen teil, die Vereine waren gut vertreten.

Mittwoch, 30.09.2020, 23:33 Uhr aktualisiert: 01.10.2020, 02:20 Uhr
Bei der Zukunftswerkstatt in der Gemeindehalle: Intensiv haben die Hohenwepeler neue Ideen zur Dorfentwicklung beraten. Es wurden Gruppen gegründet, um einzelne Projekte umzusetzen.

Nach der Begrüßung durch Daniel Strathaus, der Ortsvorsteher werden soll, stellte Bernhard Eder, Dozent an der Landvolkshochschule Hardehausen, die Auswertung einer Einwohner-Befragung zu Stärken und Schwächen von Hohenwepel vor. Nach seinen Ausführungen gibt es im Dorf „größere Baustellen“ und Defizite: ein fehlender Jugendraum beziehungsweise Jugendtreff, die schlechte Verkehrssituation, etwa an der Northeimer Straße, eine schlechte ökologische Situation, die ebenso verbessert werden muss wie die Angebote im Öffentlichen Personennahverkehr und zu Freizeit, Sport und Kultur. Es besteht zudem der Wunsch, den Wasserturm begehbar zu machen.

Die Halle hat großes Potenzial

In vier Kleingruppen erarbeiteten die Teilnehmenden Projektideen, die dazu beitragen sollen, die Defizite abzubauen. Eine Gruppe präsentierte eine Reihe von präzisen Vorschlägen zur Verbesserung der ökologischen Situation. Im öffentlichen Raum sollen Sitzbänke aufgestellt, Blühflächen und Windschutzhecken angelegt werden. Mülleimer bei den Bänken und Aktionstage der Sauberkeit sollen dazu beitragen, den Ort schöner und sauberer zu machen.

Eine weitere Gruppe machte sich Gedanken, wie die Gemeindehalle von allen Generationen genutzt werden kann: Es könnten Seniorennachmittage sowie Spiel- und Spaßnachmittage für Kinder veranstaltet werden. Die Halle habe großes Potenzial, um unter anderem auch als Jugend- und Seniorentreff genutzt zu werden.

Jugendtreff nach Bedarf

Jugendtreff war das Stichwort der dritten Gruppe. Regelmäßig, zum Beispiel alle zwei Wochen, und nach Bedarf, zum Beispiel beim Public-Viewing zur Fußball-Europameisterschaft, sollen Aktionen für die Jugend laufen. Angedacht sind Breitensportaktivitäten, wie Kanufahrten, Dart oder Skifahren sowie Motto-Abende (Kochabend, Fahrradtour). Als mögliche Orte dafür sind die Gemeindehalle, das Pfarrheim und der Wasserturm im Gespräch.

Eine vierte Gruppe machte sich Gedanken, das gesellige und das sportliche Angebot zu optimieren. Kaffee und Kuchen am Sonntag, Dämmerschoppen/Klönen und Spiele-Abende waren dazu erste Ideen. Ein Fragebogen, so Dozent Bernhard Eder, könne helfen, genauer herauszufinden, was sich die Hohenwepeler wünschten.

Projektideen umsetzen

Die Zukunftswerkstatt in Hohenwepel ist eine Veranstaltung im Rahmen des Leader-Projekts „Zukunftswerkstätten ländlicher Raum, Netzwerk für ehrenamtliches Engagement im Kreis Höxter“ der Landvolkshochschule Hardehausen. Das Projekt wird gefördert durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums. Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete unter Beteiligung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Bernhard Eder sicherte den Projektgruppen in Hohenwepel eine bedarfsgerechte und nachhaltige Begleitung und Unterstützung bei der Verwirklichung ihrer Vorhaben zu. Die Landvolkshochschule versteht sich hierbei als „Hebamme“, die hilft, dass die Projektideen das Licht der Welt erblicken.

„Grundlegender Baustein“

Für den designierten Ortsvorsteher von Hohenwepel, Daniel Strathaus, war die Versammlung in der Gemeindehalle ein grundlegender Baustein für die Arbeit in den nächsten Jahren. Besonders erfreut zeigte sich Strathaus darüber, dass sich sofort Gruppen zusammenfanden, um sich einzelnen Projekten in der Ortschaft zu widmen. Denn nur gemeinsam könne Hohenwepel gestärkt werden.

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