Warburger Brauerei und Festwirt sind mit Resonanz zufrieden
Biergarten soll erweitert werden

Warburg (WB). Den Biergarten, den die Brauerei Kohlschein in diesem Jahr erstmals auf ihrem Gelände in der Kuhlemühle eingerichtet hat, wird es auch weiterhin geben – in Zukunft könnte die Außengastronomie sogar noch etwas größer aufgezogen werden.

Dienstag, 29.09.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 29.09.2020, 12:18 Uhr
Warburger Brauerei und Festwirt sind mit der Resonanz der Gäste zufrieden. Beim Konzert des Stadt- und Jugendorchesters war der Andrang so groß, dass der Biergarten in der Kuhlemühle vorübergehend geschlossen werden musste. Foto: Daniel Lüns

Für eine künftige und dauerhafte Verwirklichung des Biergartens müssen zunächst aber die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Damit wird sich der alte Warburger Rat in seiner letzten Sitzung am Dienstag, 6. Oktober, befassen.

„Der Biergarten ist gut angenommen worden“, zeigt sich Michael Kohlschein, neben Franz-Axel Kohlschein einer der beiden Geschäftsführer der Brauerei, vollauf zufrieden mit der Resonanz der Besucher. Die vorhandenen Plätze seien im Schnitt bis zu 80 Prozent ausgelastet gewesen, immer abhängig vom Wetter oder der Livemusik, die geboten wurde.

Biergarten-Betreiber ist zufrieden

„An den Wochenenden hatten wir immer um die 300 bis 400 Besucher“, rechnet Festwirt und Biergarten-Betreiber Willi Sommer vom Warburger Unternehmen Promedia vor.

„Wir sind zufrieden“, sagt er. Insbesondere viele Auswärtige, Radfahrer und Wanderer hätten den Weg in die Kuhlemühle gefunden. „Den anderen Biergärten im Stadtgebiet haben wir keine Besucher weggenommen“, ist Sommer überzeugt.

Der neue Biergarten war am ersten Juliwochenende an den Start gegangen. Am vergangenen Wochenende endete die Saison, die wegen der Pandemie ja nur eine halbe war.

Coronabedingt durften zeitgleich nur maximal 250 Gäste Platz nehmen. „Zweimal musste wir den Biergarten vorübergehend sperren, weil der Besucherandrang zu groß war, etwa beim Konzert des Stadt- und Jugendorchesters“, so Sommer.

Willi Sommer möchte den Biergarten als Festwirt auch in der nächsten Saison an den Wochenenden weiter betreiben. Darüber laufen derzeit noch Gespräche mit der Brauerei.

Möglichst früh in die Saison 2021 starten

„Wir peilen eine Saisoneröffnung für den 1. Mai an“, berichtet Sommer. „Je früher die Saison beginnt, umso besser, gern auch schon zu Ostern, wenn das Wetter mitspielt“, ist Brauerei-Geschäftsführer Michael Kohlschein zuversichtlich.

Um kurzfristig eine Außengas­tronomie auf dem Brauerei-Gelände einrichten zu können, musste ein Baugenehmigungsverfahren durchgeführt worden. Die Genehmigung wurde zunächst bis zum 30. September dieses Jahres erteilt.

Bauleitplanung erforderlich

Laut Stadtverwaltung ist nun eine Bauleitplanung für die dauerhafte Verwirklichung des Biergartens erforderlich. Um die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, muss der Flächennutzungsplan geändert werden.

Dabei soll ein bisher als „landwirtschaftliche Fläche“ ausgewiesener Bereich in eine „private Grünfläche“ geändert werden. Innerhalb der Grünfläche soll damit der Betrieb eines Biergartens dauerhaft möglich sein. Im Parallelverfahren soll der Bebauungsplan „Brauerei“ aufgestellt werden. Ein Antrag auf Überplanung des Geländes sowie eine Kostenübernahmeerklärung für das Planverfahren lägen bereits vor.

Biergarten-Standort beibehalten

Seinen bisherigen Standort soll der Biergarten auf jeden Fall behalten. Dieser befindet sich auf einer etwa 1000 Quadratmeter großen Fläche in der Zufahrt zur Brauerei – „und da soll er auch bleiben“, betont Michael Kohlschein.

Er geht davon aus, dass die nächste Biergarten-Saison noch unter den Bedingungen der Corona-Schutzverordnung beginnen wird, also mit 250 Besuchern, die zeitgleich Platz nehmen dürfen.

Erweiterung nach dem Ende der Pandemie

„Sind die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen und ist Corona endlich vorbei, dann ist es möglich, den Biergarten bei Bedarf um eine weitere Reihe mit Bierzeltgarnituren auf dann etwa 450 Sitzplätze zu erweitern“, blickt Kohlschein in die Zukunft.

Infrastruktur auf Gelände verbessern

Geplant sei auch, die Infrastruktur auf dem Gelände weiter zu verbessern und entsprechende Versorgungsleitungen zu verlegen.

Für Besucher sollen behindertengerechte WCs in den Räumen der Brauerei eingerichtet werden, die gut zu erreichen sind. „Der Toilettenwagen soll auf Dauer weg“, so Kohlschein.

Biergarten-Besucher sollen sich nach wie vor selbst bedienen können. Speisen sollen weiter an einem Imbisswagen zu bekommen sein. Denkbar sei zukünftig auch ein Food-Truck.

Bei Bedarf könnten weitere Parkplätze geschaffen werden, aktuell gibt es 16 ausgewiesene Plätze.

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