Fridays-for-Future-Demo: Jugendliche wollen Klimaschutz wieder in den Vordergrund rücken
Für das Klima auf die Straße

Warburg (WB). „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut“. Mit diesem Ruf der Organisatoren von „Fridays for Future“ sind am Freitag ungefähr 50 Teilnehmer durch die Warburger Innenstadt gezogen. Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise versammelten sich die jungen Demonstranten wieder, um nicht nur Politik, sondern auch Gesellschaft auf das Thema Klimaschutz aufmerksam zu machen. Masken und Sicherheitsabstand verlangten ihren inhaltlichen Forderungen dabei nichts ab.

Freitag, 18.09.2020, 21:30 Uhr
„Fridays for Future“ in Warburg hat am Freitag wieder demonstriert. Die Teilnehmer gingen vom Neustadtmarktplatz aus zum Schützenplatz und wieder zurück. Aufgrund von Corona hatten die Klimaschützer seit Februar keine Demo mehr ausgerichtet. Foto: Josefa Reineke

Unter anderem Senioren und Lokalpolitiker schlossen sich der Demo an. Ziel der Organisatoren der Ortsgruppe Warburg war es, Klimaschutz wieder in das Bewusstsein der Menschen zu bringen. „Wir konnten lange nicht auf die Straße gehen, aber der Klimawandel ist immer noch aktuell“, erklärt Frieda Ernst aus Warburg, die in diesem Jahr ihr Abitur am Hüffertgymnasium absolviert hat.

Fridays-for-Future-Demo in Warburg

1/41
  • Fridays-for-Future-Demo in Warburg
Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke
  • Foto: Josefa Reineke

Das machten auch ihre Mitstreiterinnen Sophie Ehle und Inka Kambey in ihren Reden auf dem Neustadtmarktplatz deutlich: „Erst vorgestern ist ein riesiges Stück des Grönlandgletschers abgebrochen. Solche Bilder wollen wir nicht mehr sehen.“ Der Lockdown habe aber auch positive Wendungen gebracht, stellten die Rednerinnen heraus. Statt auf Geschäftsreise zu gehen, hätten viele Unternehmen Videokonferenzen abgehalten. „Es wär toll, wenn das auch nach Corona beibehalten wird“, wünscht sich Inka Kambey.

Sie wolle aber nicht nur den Zeigefinger auf Politiker und Firmen richten: „Klimaschutz kann jeder von uns im Alltag umsetzen. Ich bin der Überzeugung, dass die Veränderung aus jedem selbst kommen muss, weniger von außen.“

Ihre Forderungen versuchte die Fridays-for-Future-Bewegung aber auch während der Corona-Pause in die Tat umzusetzen. „Über Instagram sind wir in Kontakt mit unseren Anhängern geblieben. Wir haben überlegt, welche Aktionen wir in so einer Zeit starten können“, sagt Mitorganisatorin Ernst. Das habe Früchte getragen: In Kooperation mit der Youngcaritas Warburg treffen sich die Aktivisten nun regelmäßig freitags, um Zigarettenstummel und Müll zu sammeln, denn „ein einziger Zigarettenstummel verunreinigt 40 Liter Wasser“.

Möglichkeiten für klimafreundlicheres Warburg

„Außerdem haben wir uns mit Bürgermeister Michael Stickeln und den beiden Bürgermeisterkandidaten zum Austausch getroffen. Es ging um Gestaltungsmöglichkeiten für ein klimafreundlicheres Warburg.“ Dazu formulierten die Jugendlichen konkrete Ideen: „Wir denken da an bessere Fahrradwege und Busse, die in den Dörfern regelmäßiger fahren. Möglich wären auch Carsharing und Solarzellen auf den Dächern.“

Im Wahlkampf hätten fast alle Parteien mit Klimaschutz geworben, „jetzt muss auch was kommen“, fordert Frieda Ernst. Die Demo sei bewusst so kurz nach der Kommunalwahl terminiert worden.

Kommunalpolitiker ermutigen junge Menschen

Das nahm Eric Volmert (SPD) zum Anlass, um in einer kurzen Rede den Aktivisten für ihren Einsatz zu danken: „Ihr seid die politischste Generation seit Jahren. Es ist wichtig, dass ihr uns Kommunalpolitikern immer wieder den Finger in die Wunde legt.“ Auch Hilla Zavelberg-Simon von den Bündnisgrünen ermutigte die jungen Menschen auf dem Neustadtmarktplatz: „Bleibt dran, habt den Mut – egal mit wie vielen Menschen ihr hier steht.“

Damit sprach die Kommunalpolitikerin einen wichtigen Punkt für die Organisatoren an. Denn in letzter Zeit sei der Ortsverband der Klimaschutzbewegung immer kleiner geworden. „Viele ziehen jetzt nach dem Abi weg. Wir hoffen, dass sich wieder Jüngere für unsere Arbeit begeistern lassen“, sagt Frieda Ernst. Am Ende der Demo lud sie deshalb alle Interessierten ein, mal einen Blick in das Organisationsteam zu werfen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7591076?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516019%2F
Hakenkreuz-Christbaumkugel in Chat-Gruppe der Polizei
Im Dritten Reich gab es Christbaumkugeln mit Hakenkreuz. Dieses Bild entstand in einer Ausstellung über historischen Weihnachtsschmuck. Das Gesetz erlaubt das Zeigen eines solchen Fotos in Berichten über zeitgeschichtliche Vorgänge. Foto: dpa
Nachrichten-Ticker