Theatersaison bietet vier Stücke – Abo wird wegen Corona für ein Jahr ausgesetzt
Mit den Hartmanns geht es los

Warburg (WB). Die Veranstaltungsreihe „Theater in Warburg“ ist ungebrochen beliebt. Die 550 Plätze im Pädagogischen Zentrum sind seit Jahren ausverkauft, mehr als 400 Abonnenten gibt es. Doch in der Corona-Pandemie ist alles anders – und das gilt auch für die Spielzeit 2020/2021. Die Details haben VHS-Leiter Dr. Andreas Knoblauch-Flach und Bürgermeister Michael Stickeln am Dienstag vorgestellt.

Mittwoch, 02.09.2020, 03:02 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 03:10 Uhr
Sie haben das Programm präsentiert (oben, von links): 1. Beigeordneter Klaus Braun, Leander Sasse (Stadtwerke) und Ulrich Lüke (Volksbank Höxter) sowie (vorne, von links) Dr. Andreas Knoblauch-Flach, Michael Stickeln, Olaf Krane und Sabine Laudage (Kulturamt) und Michael Meier (Volksbank Höxter). Foto: Jürgen Vahle

Bei der Planung des Programms bewegten sich die Stadt und die Volkshochschule als Veranstalter „auf dem schmalen Grat zwischen Mut und Vorsicht“, wie Michael Stickeln es ausdrückte. „Man kann Theater anbieten – aber anders“, machte auch Organisator Dr. Andreas Knoblauch-Flach deutlich.

Abo-System wird ausgesetzt

Konkret bedeutet das für die anstehende Spielzeit, dass das Abo-System für ein Jahr ausgesetzt und automatisch auf die Spielzeit 2021/2022 übertragen wird. Für die vier Stücke, die von 22. September bis 9. März angeboten werden, gibt es nur Tickets im Vorverkauf im Info-Pavillon auf dem Neustadtmarktplatz oder – sofern vorhanden – an der Abendkasse. Sie kosten einheitlich 20 Euro (ermäßigt 18 Euro). Zwischen den Stühlen wird in der anstehenden Spielzeit immer ein Platz freigelassen. Daraus folgt, dass die Zahl der Plätze im PZ auf 230 reduzieren wird.

Die Theater-Abos müssen für diese Saison nicht gekündigt werden. Die Kündigungsfrist verlängert sich automatisch auf den 15. Juli 2021. Zur übernächsten Spielzeit bekommt jeder Theaterfreund mit Dauerkarte wieder seinen angestammten Platz automatisch angeboten. „Es ist eben eine Sondersaison“, erklärt Dr. Andreas Knoblauch-Flach. Aber eine, die wieder „ein erstklassiges Programm bietet“, schwärmt Bürgermeister Michael Stickeln.

Das Programm der Saison

Los geht es am 22. September mit „Willkommen bei den Hartmanns“, eine Komödie mit Tiefgang, die auf dem erfolgreichen Kinofilm basiert. Die gut situierten Hartmanns nehmen einen Asylbewerber zu Hause auf – und das sorgt für reichlich Zündstoff. Karten für die erste Aufführung sind bereits erhältlich.

Am Dienstag, 1. Dezember, wird die Komödie „Stonk“ auf die Bühne gebracht. Auch dazu gibt es einen erfolgreichen Kino-Film. Thematisch geht es um den Skandalreporter Hermann Willié, der geheime Tagebücher Adolf Hitlers gefunden haben und verkaufen will. Es ist die Persiflage auf einen der größten Medienskandale der Nachkriegszeit.

Am Dienstag, 9. Februar, geht es in der Komödie „Kunst“ um das Binnenverhältnis dreier Freunde, die trefflich über ein teures Kunstwerk streiten, das weiße Streifen auf weißem Grund zeigt.

Mit einem Schauspiel mit Live-Musik endet traditionell das Warburger Theater-Programm: „Spatz und Engel“ am Dienstag, 9. März, thematisiert das Verhältnis zwischen Edith Piaf und Marlene Dietrich.

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