Ausstellung im Museum im Stern
Die Werke Kohlscheins

Warburg (WB). Um mehr als 60 Werke des Malers Hans Kohlschein ist das Warburger Museum im „Stern“ reicher geworden. Sie sind eine Schenkung eines Enkels des Künstlers, Dr. Kurt Schultze aus Düsseldorf. Eine repräsentative Auswahl aus dem neuen Bestand ist nun in der Galerie des Museums und im angrenzenden Flurbereich zu sehen.

Dienstag, 01.09.2020, 05:00 Uhr
Unter dem Titel „Windböe im Ghetto (Das rote Kleid)“ schuf Hans Kohlschein dieses Gemälde. Es entstand im Jahr 1918 (Öl auf Leinwand). Auch dieses Bild können sich die Besucher der neuen Ausstellung im Museum im „Stern“ anschauen. Foto: Museum im Stern

Wie berichtet, trägt die Ausstellung den Titel „Hans Kohlschein (1879-1948) – Aus der Sammlung Dr. Kurt Schultze“. Hans Kohlschein besuchte bereits als 13-Jähriger die Kunstakademie in Düsseldorf. Schon in jungen Jahren erwarb er sich einen beachtlichen Ruf als Monumentalmaler. Im Ersten Weltkrieg war er als Kriegsmaler tätig, vor allem in Warschau und Umgebung.

Bombenangriff zerstört Haus und Atelier

 

1917 wurde er zum Professor an der Kunstakademie Düsseldorf ernannt. Durch einen Bombenangriff verlor er im Jahr 1943 sein Haus und sein Atelier in Düsseldorf und ließ sich in Warburg, der Heimat seiner Eltern, nieder. Bis zuletzt war er dort künstlerisch tätig. Hans Kohlschein starb am 28. Dezember 1948.

Die Ausstellung im Warburger Museum im Stern zeigt Beispiele aus allen Schaffensphasen des Künstlers, die in den unterschiedlichsten Techniken umgesetzt wurden. So bieten die Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen und sonstigen Grafiken neben akademischen Frühwerken auch Bilder aus Kohlscheins Zeit als Kriegsmaler sowie Entwurfsskizzen für großformatige Öl- oder Wandgemälde.

Kernstücke seines Schaffens

Die Arbeiten aus der Warschauer Zeit hielt Hans Kohlschein für die Kernstücke seines Schaffens. Als Beispiel für die sensible und dem Menschen zugewandte Porträtkunst von Hans Kohlschein wird das Bildnis seiner Ehefrau Ella gezeigt. Beeindruckende Maße von 200 mal 240 Zentimetern hat „Jeremias der Zeitlose“ aus dem Jahre 1921.

Das Museum im Stern ist täglich, außer montags, von 14.30 bis 17 Uhr geöffnet.

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