Mund-Nasen-Schutz im Unterricht: Pflicht endete in NRW am Montag – Manche Lehrer sehen das skeptisch
Schüler lassen die Masken fallen

Warburg (WB/dal). Viele Schüler in Nordrhein-Westfalen können ab heute die Masken fallen lassen: Die Maskenpflicht, die seit Beginn des Schuljahres im Bundesland galt, endete am Montag. Schüler weiterführender Schulen müssen im Unterricht keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr tragen.

Dienstag, 01.09.2020, 03:10 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 03:20 Uhr

Die Schulen in Warburg sehen das mit gemischten Gefühlen. „Viele Kollegen sehen das Ende der Maskenpflicht skeptisch“, sagt Frank Scholle, Leiter des Gymnasiums Marianum. Unter anderem befürchteten sie, dass man im Klassenraum nun einem erhöhten Risiko ausgesetzt sei. Auch bestehe die Sorge, dass das Ende der Pflicht zu einer Laxheit führe – und die Maske auch außerhalb des Klassenraumes lascher getragen werde. Dort sei sie aber weiterhin Pflicht.

Bedeckungen können weiter getragen werden

Daher habe die Schulleitung am Freitag in einem Elternbrief klargemacht: Wer mag, der kann die Maske weiter tragen. „Ich selbst werde das auch weiterhin tun“, sagte Scholle.

Ins selbe Horn stößt Susanne Krekeler, Schulleiterin des Warburger Hüffertgymnasiums. Auch sie bittet darum, dass die Bedeckungen im Unterricht weiter getragen werden. Für das Gymnasium hat sie daher ein Maskengebot ausgesprochen. So soll dem Infektionsschutz Rechnung getragen werden. Das entspreche auch dem mehrheitlichen Tenor aus der Elternschaft. Das Gebot ist aber kein Zwang.

Keine gesundheitlichen Probleme

Auch an der Sekundarschule Warburg können die Kinder und Jugendlichen die Mund-Nasen-Bedeckungen weiterhin tragen. „Bisher sind die Schüler auch sehr gut damit zurechtgekommen. Sie haben die Maske sehr diszipliniert getragen“, zieht etwa Annette Rinteln, Abteilungsleiterin der Jahrgangsstufen acht bis zehn, eine Bilanz. Gesundheitliche Probleme, welche Kritiker in Folge des stundenlangen Tragens befürchtet hatten, seien ausgeblieben. „In der Anfangszeit, als es sehr heiß war, war die Maske natürlich schon eine Belastung“, sagt Rinteln.

Ansonsten sei die Maske vor allem als Sicherheit empfunden worden, ergänzt Krekeler. Diszipliniert hätten sich die Schüler auch am Hüffertgymnasium an die Maskenpflicht gehalten. Nur vereinzelt, etwa nach dem Essen, habe man Schüler daran erinnern müssen, die Maske wieder aufzusetzen. Dem kann sich Frank Scholle anschließen: „Ich habe auch keine Fälle gehört, wonach Schüler ohne Masken kamen.“

Kein Schreiben des Ministeriums

Geärgert haben sich die Lehrer hingegen darüber, dass in den drei Schulen auch am Montagmittag noch kein Schreiben des Ministeriums vorlag, das erklärte beziehungsweise anwies, wie es an den NRW-Schulen weitergehen solle.

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