K 11 zwischen Warburg-Calenberg und Wettesingen für 1,7 Millionen Euro saniert
Wieder sicher nach Nordhessen

Warburg (WB). Nach nur vier Monaten Bauzeit ist am Dienstag die Kreisstraße 11 zwischen Calenberg und Wettesingen wieder für den Verkehr freigegeben worden. Auf einer Länge von 1,15 Kilometern ist die Strecke saniert und verbreitert worden. 1,7 Millionen Euro wurden investiert. Das Land NRW hat einen Zuschuss von rund 1,2 Million Euro gegeben, 500.000 Euro kommen aus dem Kreis-Etat.

Dienstag, 11.08.2020, 21:30 Uhr aktualisiert: 11.08.2020, 22:00 Uhr
Landrat Friedhelm Spieker und Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln (Mitte von links) haben gemeinsam mit Calenbergs Ortsvorsteher Heinz-Josef Bodemann (2. von links) und dem Vorsitzenden des Kreisbauausschusses, Paul Kröger (2. von rechts), an der K 11 ein Band zerschnitten und die Straße freigegeben.

„Wenn man solche Summen hört, dann glaubt man es zunächst gar nicht. Aber Straßenbau ist einfach teuer“, sagte Friedhelm Spieker, Landrat des Kreises Höxter, der wenig später gemeinsam mit Ehrengästen symbolisch ein Band durchschnitt und mit reichlich Corona-Abstand die Strecke für den kleinen Grenzverkehr zwischen Nordhessen und dem Warburger Land offiziell freigab.

Schnelle Bauausführung

Zuvor lobte der Landrat auf dem Hof Rose die schnelle Bauausführung, die die Firma Bickhardt aus dem hessischen Kirchheim übernommen hatte, die Geduld der Anlieger und die Landwirte, die Flächen für den Ausbau der Straße und somit für die Allgemeinheit bereitgestellt hätten.

Für den Ausbau habe es gute Gründe gegeben, auf die ihn nicht zuletzt der Calenberger Bäckermeister und Kreistagsabgeordnete Willi Skroch (CDU) immer wieder aufmerksam gemacht habe. „Die alte Fahrbahn war in einem sehr schlechten Zustand mit vielen Verformungen und Rissen. Auch war die alte Straße teilweise weniger als fünf Meter breit. Wenn sich zwei Lastwagen oder Landmaschinen entgegen kamen, musste meist einer auf die Bankette ausweichen. Der Ausbau war also dringend notwendig“, resümierte Friedhelm Spieker.

Straße ohne Mittelstreifen

Die neue Fahrbahn der Kreisstraße 11 wurde nun in einer Breite von sechs Metern frostsicher ausgebaut. Auf jeder Seite ist eine Bankette von jeweils eineinhalb Metern angelegt worden. Mittellinien gibt es auf der Strecke nicht mehr – aus gutem Grund übrigens. Es habe sich gezeigt, dass Straßen ohne Mittelstreifen verengt wirken und auf ihnen nicht so schnell gefahren wird, berichtete Landrat Spieker. „Ich will ja nicht nach wenigen Tagen hören, dass nun auf der neuen Straße zu schnell gefahren werde und die Polizei blitzen müsse.“

Im Zuge der Baumaßnahme seien außerdem in Teilbereichen die Telefonleitungen durch die Telekom erneuert worden, wofür sich Spieker ebenfalls bedankte. Später sollen noch zum Abschluss der Erneuerung Bäume für die verbrauchte Fläche gepflanzt werden, was bei der derzeitigen Hitze nicht möglich sei.

Kleiner Grenzverkehr

Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln dankte dem Kreis Höxter, wies auf den mittlerweile guten Zustand der großen Straßen rund um Calenberg hin und machte auf die vielfältigen Beziehungen zwischen Warburg und Nordhessen aufmerksam. Die neue Straße verbinde die Menschen aus beiden Regionen.

Um die Straßeneröffnung gebührend feiern zu können, hatte Landwirt Ingo Rose seinen an der K 11 liegenden Hof zur Verfügung gestellt. So konnte unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen, mit reichlich Abstand und mit Kaffee und Kuchen von Bäckermeister Willi Skroch zumindest in kleinem Kreis gefeiert werden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7530498?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516019%2F
Weniger Respekt, bitte
„Stand jetzt spüre ich definitiv keine Verunsicherung“, sagt Fabian Klos. Foto: Thomas F. Starke
Nachrichten-Ticker