Schützenverein Menne hält im Jubiläumsjahr Tradition mit Sicherheitsabstand aufrecht
Starke Zeichen des Zusammenhalts

Warburg (WB). 425 Jahre Schützenverein Menne sollte in diesem Jahr als großes Jubiläum gefeiert werden. Nun ist es ganz anders gekommen. Komplett wollte der Menner Schützenverein jedoch nicht auf den Höhepunkt des Jahres verzichten und initiierte am Sonntag ein paar kleine Aktionen, um Zusammenhalt und Tradition zu bewahren.

Dienstag, 07.07.2020, 09:00 Uhr
Kranzniederlegung mit Sicherheitsabstand und unter Vorsichtsmaßnahmen in Menne: Der 1. Zugführer Marcel Hellmuth und der 2. Zugführer Dennis Büsse legten den Kranz ab. Beide trugen zur Sicherheit einen Mundschutz. Foto: Verena Schäfers-Michels

Zuerst besuchte der geschäftsführende Vorstand mit nur einem Fahnenträger das Jubelkönigspaar Hans-Josef und Marianne Dierkes, die die Schützen in ihrem Garten mit Blick auf den Desenberg begrüßten.

Erinnerungen an Schützenfest 1995

Ein Blumenstrauß wurde überreicht, die Ordensübergabe soll im kommenden Jahr im feierlichen Rahmen beim Schützenfest nachgeholt werden.

Zum 25-jährigen Königsjubiläum stattete der Vorstand des Menner Schützenvereins, Marco Schubert (Verwaltung), Oberst Florian Kaiser und Matthias Brandhoff (Finanzen), der Jubelkönigin Marianne Dierkes und dem Jubelkönig Hans-Josef Dierkes einen Besuch ab.

Zum 25-jährigen Königsjubiläum stattete der Vorstand des Menner Schützenvereins, Marco Schubert (Verwaltung), Oberst Florian Kaiser und Matthias Brandhoff (Finanzen), der Jubelkönigin Marianne Dierkes und dem Jubelkönig Hans-Josef Dierkes einen Besuch ab. Foto: Verena Schäfers-Michels

Vor 25 Jahren – 1995 – hatte das Paar, unterstützt von acht Hof­staatpaaren den Umzug durch das Dorf angeführt. „Damals hat es zeitweilig geregnet“, erinnert sich Marianne Dierkes. „In der Bördestraße mussten wir die Regenschirme aufspannen.“

Dieses Bild ist auch im Artikel des Westfalen-Blattes, den die Dierkes‘ neben vielen anderen Fotos vom Schützenfest in mehreren Alben aufbewahren, zu finden. Dort heißt es, sie hätten zwar „kein Königswetter“ gehabt, dennoch hätten ihnen die zahlreich „erschienenen Festbesucher zugejubelt“.

Kranzniederlegung

Um Punkt 14 Uhr legten die beiden Zugführer Marcel Hellmuth und Dennis Büsse mit Mundbedeckung versehen, den Kranz am Kriegerdenkmal nieder.

Ein Moment, in dem in anderen Jahren mehrere hundert Menschen am Feuerteich versammelt zuschauten, in diesem Jahr jedoch nur eine spärliche Anzahl Anwohner und Passanten anwesend war.

Videoaufnahme für die Nachwelt

Aus diesem Grund filmte der Schützenverein den feierlichen Augenblick und die Rede von Marco Schubert, dem Vorsitzenden der Verwaltung, um sie für die Öffentlichkeit und die Nachwelt in den sozialen Medien zu veröffentlichen.

Schubert erinnerte daran, wie viele Kriege es auf der Welt gibt. „Wir sollten es besser wissen und für den Frieden in der Welt einstehen“, sagte der Vorsitzende und führte fort: „Wir wollen dem Coronavirus keine Chance geben, noch mehr Opfer zu fordern und den Viren des Rassismus, des Sexismus, der Homophobie und dem immer noch anhaltenden Antisemitismus keine Chance geben, uns zu befallen.“

Weiterhin plädierte er dafür, dem seit Jahrtausenden in der Tora nachzulesenden Leitwort „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu folgen.

Ein Bierträger für jeden Schützen

Die dritte Aktion fand an der Halle statt. Jeder der 222 Schützen hatte die Gelegenheit, ein Sixpack Warburger Bier abzuholen. Ein trinkbares Zeichen der Verbundenheit und zur Unterstützung der Warburger Brauerei.

Zu diesem Anlass hatte der 2. Leiter der Dokumentation, Anton Wiemers, Aufkleber mit dem Wappen des Schützenvereins ausgedruckt und diese auf die Bierträger geklebt.

Verteilung mit Abstand

Bei der Verteilung wurde größter Wert auf die Sicherheitsvorschriften gelegt. Nicht mehr als zehn Personen durften sich gleichzeitig auf dem Gelände aufhalten und die verteilenden Schützen, darunter König Michael Schütze und Kronprinz Christoph Klauke, trugen Mundbedeckungen bei der Übergabe.

An der Schützenhalle hatten die Organisatoren mit Kreide Distanzlinien im Abstand von 1,50 Meter auf den Boden gezeichnet und mit Pfeilen den Laufweg markiert, den die Schützen gehen sollten, nachdem sie ihr Sixpack Warburger Bier in Empfang genommen hatten.

Die Hälfte der Schützen nahm das Angebot an. Zu ihnen gehörte Jürgen Weinhart, der sagte: „Das ist eine tolle Aktion und es ist schön, ein paar andere Schützen hier zu treffen.“

Der noch amtierende Schützenkönig Michael Schütze durfte als Erster seinen Bierträger aus den Händen von Marco Schubert (Vorsitzender Verwaltung) annehmen. Stellvertreter Stefan Fuest und Christian Moors (Leiter Dokumentation) sorgten für Nachschub.

Der noch amtierende Schützenkönig Michael Schütze durfte als Erster seinen Bierträger aus den Händen von Marco Schubert (Vorsitzender Verwaltung) annehmen. Stellvertreter Stefan Fuest und Christian Moors (Leiter Dokumentation) sorgten für Nachschub. Foto: Verena Schäfers-Michels

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