Kita-Bau in Ossendorf kostet knapp 1,4 Millionen Euro
Projekt steht unter Zeitdruck

Warburg (WB). Die weiteren Planungsschritte für den Bau eines neuen Kindergartengebäudes in Warburg-Ossendorf sind geebnet. Dafür hat der Warburger Rat am Donnerstag gesorgt. Neben der bisherigen Einrichtung soll für die Heinturmwichtel ein neues, knapp 1,4 Millionen Euro teures Haus erreichtet werden, in dem 30 Kinder betreut werden.

Freitag, 03.07.2020, 21:28 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 22:00 Uhr
Die Planungen für einen Kita-Neubau in Warburg-Ossendorf auf der Fläche eines benachbarten Bolzplatzes gehen weiter. Foto: Jürgen Vahle

Der Zeitplan, den Stadtbauingenieur Ulrich Klare am Donnerstag vorstellte, ist sportlich: Mit dem Rohbau soll nach den Vorstellungen der Stadt bereits im Herbst begonnen werden. Ende 2020 soll der Baukörper stehen. Im Sommer 2021 soll das neue Gebäude bezugsfertig sein. 1,28 Millionen Euro sind die reinen Baukosten, 50.000 Euro sind für die Innenausstattung vorgesehen, 50.000 Euro für die Anlage des Außengeländes. Zudem soll die Zahl der Parkplätze erhöht werden. 900.000 Euro erhält die Stadt als Zuschuss vom Land, führte Ulrich Klare aus.

Notgruppe besteht

Der Bedarf an neuen Kita-Plätzen in Ossendorf ist zuletzt auch vom Kreisjugendamt festgestellt worden. Grund sind vor allem die neuen Baugebiete in Ossendorf sowie der größere Einzugsbereich. Die städtische Einrichtung Heinturmwichtel wird auch von vielen Kindern aus Menne und Nörde besucht. Der Bedarf wird steigen. „Es steht ein gewisser Zeitdruck hinter dem Projekt“, machte Ulrich Klare deutlich. Für ein Jahr könne das Problem noch über eine Notgruppe gelöst werden.

Mittlerweile ist das Büro Bierhoff und Bierhoff aus der Altstadt, das auch den neuen Kindergarten am HPZ (75 Plätze) plant, beauftragt worden. Bislang ist vorgesehen, auf dem 1750 Quadratmeter großen Grundstück, das zurzeit ein Bolzplatz ist, ein eingeschossiges Gebäude mit zwei Kita-Gruppen zu errichten, das autark von den beiden bestehenden Häusern der Kita ist. Hinzu kommen in dem Neubau Küche, Waschräume, Sanitärräume in ausreichender Zahl, Personal- und Mehrzweckraum sowie eine Garage für Bobbycars.

Gründach soll helfen

Beheizt werden soll es mit Hilfe einer Wasser-Luft-Wärmepumpe – eine Heiztechnik, die in Ossendorf erstmals in einem städtischen Gebäude eingesetzt werden soll. Außerdem ist bislang vorgesehen, ein Gründach aufzubringen, damit etwa 30 Prozent des Regenwassers aufgefangen werden kann. „Wir haben an dieser Stelle Probleme mit der Entwässerung. Ein Gründach würde helfen“, sagte Ulrich Klare.

Bevor die Planungen nun weitergehen, soll das Bauamt auf Anregung des Rates noch einmal prüfen, ob auch eine Fotovoltaikanlage auf dem Neubau möglich ist und ob nicht das Regenwasser auch für die Toilettenspülung verwendet werden könnte.

Parkplätze sind Thema

Ein Andocken des neuen Gebäudes an die bestehenden Häuser der Einrichtung ist nach Untersuchung des Bauamtes technisch schwierig und womöglich kostenintensiv. Außerdem würden dadurch den bestehenden Gebäuden das Licht genommen.

Eine Ausweitung der Parkplätze wurde zumindest von den Grünen kritisch gesehen. Allerdings zeige die Praxis, dass diese Stellplätze einfach benötigt werden und es bereits heute mit den zur Verfügung stehenden Parkfeldern zeitweise sehr eng ist, hieß es im Rat.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7479858?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198395%2F2516019%2F
Häftlinge nutzen Skype
Auch die JVA Herford bietet Videotelefonie an. Foto: Moritz Winde
Nachrichten-Ticker