Heizung der Diemelhalle defekt – Kosten übersteigen Vereinsbudget
Hilferuf aus Rimbeck

Warburg (WB/vah). Mitten in der Corona-Pandemie hat den Warburger Stadtrat ein Hilferuf aus Rimbeck erreicht. Die 40 Jahre alte Heizung in der Diemelhalle arbeitet nicht mehr zuverlässig. Immer wieder fällt sie aus, vor allem kurz vor Veranstaltungen, wenn sie angeheizt wird. Und der nächste Winter kommt bestimmt.

Donnerstag, 02.07.2020, 05:25 Uhr aktualisiert: 02.07.2020, 05:30 Uhr
Die Diemelhalle ist die gute Stube des Schützenvereins Rimbeck und wird regelmäßig vermietet. Doch jetzt ist die Heizung defekt. Der Rat soll mit einer Finanzspritze helfen. Die Verwaltung befürwortet den Zuschuss an den Förderverein. Foto: Jürgen Vahle

Eine neue Heizanlage würde 50.000 Euro kosten. Das übersteigt das Budget der Schützen und des Fördervereins Diemelhalle bei weitem. Daher hat Fördervereinsvorsitzender Andreas Düring das Anliegen eilig gemacht und sich gleich in zwei Schreiben an Bürgermeister Michael Stickeln und Bauamtsleiter Rainer Ehle gewandt. Darin führt der Verein auf, dass er im Einbau einer neuen Ölheizung auch aus ökologischen Gründen keine Zukunft mehr sieht. Allerdings gebe es vor Ort auch keine Gasleitung, so dass der Anschluss an die Fernwärmeleitung einer benachbarten Biogasanlage bevorzugt werden würde.

Zuschuss über 27.500 Euro

In seiner Vorlage für den Rat – der tagt Donnerstag, 2. Juli, 17 Uhr, im PZ – macht Michael Stickeln deutlich, dass für das Problem natürlich noch keine Mittel im Haushalt eingestellt sind. Dennoch empfiehlt der Bürgermeister, die Investition zu genehmigen und das Geld bei anderen Bauprojekten in der Stadt einzusparen. Auch vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, der für den Hallenbetreiberverein aufgrund stornierter Buchungen erhebliche finanzielle Folgen habe, solle nach Ansicht des Bürgermeisters eine Summe von 27.500 Euro als Zuschuss gewährt werden.

Bezirksausschussvorsitzender Elmar Wiemers hatte sich ebenfalls für diesen Vorschlag stark gemacht. Die Ehrenamtlichen in Rimbeck haben sich im Gegenzug bereit erklärt, Maurer-, Verputz- und Malerarbeiten, die beim Tausch der Heizung und der Installation der Fernwärme anfallen, zu übernehmen.

Halle wurde 2010 übernommen

Die Warburger Verwaltung weist in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf die Verpflichtung der Stadt hin, bei größeren Investitionen in den Hallen einzuspringen, die 2010 von Vereinen übernommen worden waren. Vor Jahren hatten die Ehrenamtlichen in vielen Dörfern die im städtischen Besitz befindlichen Hallen für einen symbolischen Euro übernommen, um den städtischen Haushalt zu entlasten und die Gebäude auf ihre Art und Weise zu betreuen und zu entwickeln.

Allerdings gab es damals die Zusage, dass Kosten, die nicht dem Bereich Schönheitsreparaturen zuzuordnen sind, von der Stadt mit getragen werden. Dass die Ölheizung nicht lange halten würde, sei übrigens schon 2010 bei Vertragsabschluss befürchtet worden, macht Düring deutlich.

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