Im Warburger Jugendzentrum Mönchehof gibt es erweiterte Öffnungszeiten
Kleines Ferienprogramm

Warburg (WB/vah). In Warburg wird es in diesem Sommer kein Kinderferienprogramm geben. Das hat Schulamtsleiter Olaf Krane mitgeteilt. Für das Programm, das in weiten Teilen von Vereinen und Verbänden getragen wird, habe es kaum Rückmeldungen gegeben. Wegen der Corona-Pandemie sei es auch nur unter großen Schwierigkeiten möglich, Angebote zu machen, bei denen alle Corona-Regeln eingehalten werden können, bedauert Olaf Krane.

Mittwoch, 01.07.2020, 09:02 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 09:10 Uhr
Sicher im Jugendzentrum Mönchehof: Die Firma Germeta hat für die Ferienzeit Mundmasken zur Verfügung gestellt (von links): Jennifer Freise und Rita Assauer (vom Jugendzentrum), Olaf Krane und Wolf-Rüdiger Mutter (Germeta). Foto: Jürgen Vahle

Neben den Betreuungsangeboten in den Grundschulen findet in diesem Jahr aber als kleiner Ersatz eine Ferienbetreuung für Kinder aus dem Stadtgebiet Warburg im Jugendzentrum Mönchehof statt. Die Betreuung wird dort vom 27. Juli bis 7. August angeboten. Allerdings ist das Betreuungsangebot aufgrund der Corona-Hygienevorschriften auf eine Teilnehmerzahl von maximal 20 Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 14 Jahren beschränkt.

Regelbetrieb mit Einschränkungen

Ein Mittagessen erfolgt in der Mensa des Gymnasiums Marianum. Anmeldungen können ab sofort montags bis freitags ab 15 Uhr im Jugendzentrum Mönchehof bei Leiterin Rita Assauer erfolgen unter Telefon 05641/741987. Die Ferienbetreuung ist kostenfrei.

Das Jugendzentrum Mönchehof hat seit Kurzem wieder geöffnet – allerdings auch im Regelbetrieb mit Einschränkungen und unter Vorsichtsmaßnahmen. So ist die Zahl der jungen Besucher auch dort auf 20 begrenzt, Desinfektionsspender stehen bereit, Abstands- und Verhaltensregeln sind gut sichtbar ausgehängt worden.

„Corona drückt auf die Seele.“

Leiterin Rita Assauer ist froh, dass sie den jungen Besuchern zwischen 10 und 21 Jahren wenigstens wieder ein Stück Normalität zurückgeben kann. „Corona drückt auf die Seele“, hat sie in Gesprächen mit den Jugendlichen erfahren. Es gebe einen großen Redebedarf, um die Zeit im Lockdown und dem Lernen auf Distanz aufzuarbeiten. Viele sorgten sich um die eigenen Zukunft und die eigene Perspektive.

Normalerweise sind es bis zu 40 Mädchen und Jungen meist zwischen 12 und 15 Jahren, die zum harten Kern der Mönchehof-Besucher gehören. „Die sind noch längst nicht wieder alle da, so dass es mit den Abstandsregeln derzeit kein Problem gibt“, berichtet die Leiterin weiter. Das Desinfizieren und Abstand halten sei für die Jugendlichen fast schon eine Selbstverständlichkeit.

Angebot ist begrenzt

Das Angebot ist derzeit noch begrenzt. Aus hygienischen Gründen könnten beispielsweise nicht alle Spiele genutzt werden. Auch bestimmte Angebote, wie Basteln, fallen flach. Aber manches – wie Billardspielen – ist dann doch möglich. „Viele sind froh, sich wieder irgendwo treffen zu können. Und einige wollen auch nichts von Corona hören, sondern sich nur ablenken“, berichtet Rita Assauer.

Die meisten der jungen Besucher kommen fast schon selbstverständlich mit Mundschutz ins Jugendzentrum. Für diejenige, die ihn vergessen haben, hat die Firma Germeta Exemplare gespendet. Marketingchef Wolf-Rüdiger Mutter hat gleich eine ganze Tüte voll Mund-Nase-Masken vorbeigebracht.

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