Transport aus dem Kreis Höxter in den Corona-Hotspot Gütersloh
THW liefert 600 Betten

Warburg/Höxter (WB). Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes Warburg und Höxter haben am Sonntag 600 Feldbetten und Matratzen in den Corona-Hotspot Gütersloh gebracht.

Dienstag, 30.06.2020, 07:00 Uhr
600 Feldbetten und Matratzen haben die Mitglieder der THW-Ortsverbände Warburg und Höxter nach Gütersloh transportiert. Vor Ort haben die Helfer die Betten in einer ehemaligen Wohnsiedlung britischer Streitkräfte verteilt und aufgebaut.

Dort haben die THWler die Betten in einer ehemaligen Wohnsiedlung britischer Streitkräfte aufgebaut. „Die leer stehenden Wohnungen könnten im Bedarfsfall mehr Platz für Quarantäne-Unterbringungen von Corona-Infizierten bieten“, sagt Sascha Grzeschik, THW-Ortsbeauftragter in Warburg.

Betten für Katastrophenschutz

„Aufgeladen haben wir die 600 Ma­tratzen und Feldbetten bereits am Samstagnachmittag. Die Schlafgelegenheiten sind eigens für den Katastrophenschutz in der ZUE in Borgentreich eingelagert gewesen“, berichtet Grzeschik. Neun Einsatzkräfte aus Warburg und vier aus Höxter verstauten die Matratzen und Feldbetten auf sechs Fahrzeuge und zwei Anhänger.

Am frühen Sonntagmorgen machten sich 15 Helfer des THW Warburg und Höxter auf den Weg nach Gütersloh, um ihren Einsatzauftrag zu erfüllen: Transport und Verteilung von 600 Betten und Matratzen aus dem Kreis Höxter nach Gütersloh.

„Vor Ort haben wir mit dem THW Minden zusammengearbeitet, da die Betten auf verschiedene Häuser und Wohnungen in der Töpferstraße aufgeteilt werden mussten“, erläutert Sascha Grzeschik.

Wohnungen nicht möbliert

Die Wohnungen seien in gutem Zustand, es gebe Wasser und Strom. „Aber sie sind halt nicht möbliert“, so der THW-Ortsbeauftragter in Warburg. Ob die Betten am Ende benötigt werden, sei noch nicht klar.

„Aber zumindest“, so Grzeschik, „sind die Unterbringungsmöglichkeiten da und können ganz schnell genutzt werden.“

Etwa vier Stunden benötigten die THWler, um die Betten aufzustellen.

Arbeiten mit Gesichtsmaske

„Die Siedlung steht leer, wir waren quasi unter uns“, sagt Sascha Grzeschik. Dennoch halten die Einsatzkräfte zum Infektionsschutz natürlich auch untereinander Abstand. „Und wenn das nicht möglich ist, etwa in den Fahrzeugen oder beim Bettenaufbau, tragen wir halt Mundschutz“, erläutert er.

Vier Warburger für eine Woche in Gütersloh

Während Sascha Grzeschik und sein Team gegen 16 Uhr wieder zurück in Warburg waren, geht der Corona-Einsatz für Ronny Baetens, Niklas Cramme, Marius Nübel und Jens-Olaf Boje vom THW Warburg in die Verlängerung.

Brötchen werden im Akkord geschmiert.

Brötchen werden im Akkord geschmiert. Foto: THW

Eigentlich sollten die im Bereich Infektionsschutz speziell geschulten Kollegen ebenfalls am Sonntagabend nach Hause kommen. Doch jetzt bleiben sie und haben sich bereit erklärt, bis Freitag in Gütersloh den Bereich Logistik und Versorgung zu unterstützen.

Täglich 1200 Lunchpakete

Seit vergangener Woche Freitag um 3.30 Uhr in der Nacht sind sie im Dienst, um Hilfskräfte vor Ort zu versorgen. Sascha Grzeschik: „Jeden Morgen werden 1200 Lunchpakete von den Einsatzkräften vor Ort abgeholt. Unsere vier Kollegen aus dem Ortsverein Warburg stehen nachts auf, um diese Pakete zu packen.“

Großaufgebot im Einsatz

Insgesamt sind im Kreis Gütersloh derzeit 637 Kräfte (ohne Polizei) im Einsatz, darunter viele Ehrenamtliche vom Deutschen Roten Kreuz, dem Malteser-Hilfsdienst, den Johannitern, dem Arbeiter-Samariter-Bund, vom THW und den Freiwilligen Feuerwehren.

Davon kümmern sich 228 Männer und Frauen der Hilfsorganisationen kreisweit um Abstriche, die Verpflegung, Transporte und die Fachberatung im Krisenstab und in der Einsatzleitung. Die Bundeswehr ist mit 245 Kräften vor Ort.

Das THW hat am Samstag mit 50 Einsatzkräften den Kreis Gütersloh im Bereich Logistik und Infrastruktur unterstützt.

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