Am Mittwoch öffnet auch der Kulturbahnhof in Warburg-Welda nach wochenlanger Pause
„Hacky“ gibt nicht auf

Warburg (WB). Das Kuba (kurz für Kulturbahnhof) in Warburg-Welda nimmt seinen Betrieb wieder auf. Drei Monate lang war die vor allem bei Jugendlichen beliebte Lokalität an der Wittmarstraße aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Am Mittwoch, 10. Juni, geht es wieder los.

Mittwoch, 10.06.2020, 07:02 Uhr aktualisiert: 10.06.2020, 07:10 Uhr
Reinhold Weiffen alias Hacky weist den Weg in die Zelt-Bar. Am Mittwoch öffnet das Kuba in Welda wieder seine Türen. Drei Monate lang war die vor allem bei Jugendlichen beliebte Lokalität aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. Foto: Tanja Sauerland

Um 18 Uhr öffnet Betreiber Reinhold Weiffen die Türen seiner Zelt-Bar. „Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt öffnen soll. Ich probiere es aus. Und ich hoffe sehr, dass wir im Herbst wieder Clubbetrieb machen können. Denn davon leben wir“, berichtet Reinhold Weiffen: „Seit Oktober 2018 und bis zuletzt lief das Kuba richtig gut. Zu Spitzenzeiten konnten wir etwa 350 Gäste zählen.“

Dann kam Corona. Und zwölf Wochen lang blieben die Türen des alternativen Tanzclubs mit Bierlokal dicht. Mittlerweile sind sechs von 14 Aushilfskräften wieder angemeldet. Neben der Zelt-Bar ist auch der Kuba-Garten geöffnet. Der Clubbereich bleibt vorerst gesperrt. Bei der Zelt-Bar handelt es sich übrigens um ein großes, beheizbares Schwarzzelt. Es hat einen Durchmesser von acht Metern, und es ist in der Spitze fünf Meter hoch.

28 Gäste finden Platz

Die ausgediente Pfadfinder-Jurte ist mit großen Blumenblüten, einem Frosch aus Blech sowie einer Henne und einer Vase aus Bali gemütlich eingerichtet. 28 Gäste finden in vier bequemen Sofaecken einen Platz. Zudem baumeln eine Disco-Kugel, ein Schmetterling, indische Stofflampen und Palmenblätter aus Nylon von der Zeltdecke herab. Es gibt eine Theke mit zwei Kühlschränken und eine entsprechende Beleuchtung.

Zum Verzehr werden Flaschenbiere, Sekt, Wein, alkoholfreie Getränke und Cocktails sowie Baguettes und Paninis angeboten. Die Zelt-Bar ist seit 18 Jahren in den Sommermonaten Juni, Juli und August ein beliebter Treffpunkt für Menschen zwischen 16 und 60 Jahren. Ein Ort, um miteinander ins Gespräch zu kommen. „Ich finde es toll, die vielen verschiedenen Generationen zu erleben, ihre Unterschiedlichkeit zu erfahren. Die Jugend gibt bei mir aber den Ton an“, sagt Reinhold Weiffen und schmunzelt.

„Jede Generation, jedes Jahrzehnt bringt ihre eigenen Trends und Musiken mit.“ Der 58-jährige Dalheimer betreibt seit 1984 hauptberuflich das Kuba und steht selbst an den drei Öffnungsabenden pro Woche bis in die frühen Morgenstunden hinein hinter dem Tresen. „Ich bin kein Frühaufsteher. Ich habe einfach Spaß am Nachtleben“, strahlt er.

Kneipe rechnet sich nicht

Diese Freude teilen neben ihm und seiner Ehefrau Ingrid Berost-Weiffen (61) auch die DJs, die im Kuba auflegen. Reinhold Weiffen: „Seit Wochen hängen sie mir im Ohr und fragen, wann sie endlich wieder auflegen können. Sie haben echt Entzugserscheinungen.“ Bis das wieder erlaubt sein wird, gibt es Musik vom Band. Und die Playlists erstellt Reinhold Weiffen vorübergehend selbst.

Viele Menschen im Warburger Land kennen Reinhold Weiffen eher unter seinem Spitznamen „Hacky“. „Mein Cousin hat mir den Namen in jungen Jahren in Anlehnung an Huckleberry Finn verpasst. Seitdem werde ich so genannt“, erklärt er auf Nachfrage. Die Zelt-Bar ist bis Ende August jeweils mittwochs, freitags und samstags von 18 bis 24 Uhr geöffnet. Der Eingang erfolgt nun ausschließlich über den Garten.

Wie es nach dem Abbau der Zelt-Bar weitergeht, ist ungewiss. Reinhold Weiffen: „Ich hoffe sehr, dass wir dann den Club wieder öffnen dürfen. In der Kneipe kann ich maximal 20 Gäste unterbringen. Das rechnet sich nicht. Wir haben keine Laufkundschaft. Zu uns kommen die Gäste gezielt.“ Mehr Infos gibt Reinhold Weiffen unter Telefon 05641/3139 und www.kuba-warburg.de

Neue Corona-Regeln

Im Eingangsbereich des Kuba-Gartens ist ein Desinfektionsmittelspender zum Händedesinfizieren. Dort werden die Gäste vom Personal zum Tisch geführt. Beim Betreten der Zelt-Bar und beim Gang zur Toilette muss ein Mundschutz getragen werden, dieser darf am Tisch abgenommen werden. Für den Gartenbereich gilt eine Trageempfehlung.

Tische und Stühle werden vom Personal regelmäßig gereinigt und desinfiziert. Die Kontaktdaten der Gäste werden aufgenommen und vier Wochen lang aufbewahrt. Maximal zehn Menschen dürfen an einem Tisch sitzen. Die Theke der Zelt-Bar verfügt über eine Plexiglasscheibe. In der Kneipe sorgt Absperrband für den nötigen Abstand zur Theke. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden. Geöffnet ist die Zelt-Bar und der Garten bei schönem und warmem Wetter.

Bei Regen und Kälte bleiben Zelt-Bar und Garten geschlossen. Wer auf Nummer sicher gehen will, reserviert wegen der Sitzplatz-Begrenzungen einen Tisch, täglich von 16 bis 20 Uhr unter Telefon 05641/3139 oder per WhatsApp unter 0157/33380660.

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