Warburger Waldbad hat wieder geöffnet – Zeiten und Zahl der Badegäste reduziert
Schwimmen im Rechtsverkehr

Warburg (WB). Eines steht schon nach dem Eröffnungstag fest: Ein normales Freibadjahr wird 2020 nicht. Die Corona-Pandemie sorgt auch im beliebten Warburger Waldbad für reichlich Einschränkungen.

Dienstag, 09.06.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 09.06.2020, 07:08 Uhr
21,5 Grad hat das Wasser des Waldbades derzeit. Dirk Fels, Martina Krug und Rainer Dirkes (von links) vom Team des Freibades wollen trotz der widrigen Umstände durch Corona dafür sorgen, dass regelmäßige Schwimmer auf ihre Kosten kommen. Foto: Jürgen Vahle

Planschen und Toben im Wasser wird es vorerst nicht geben. Eher wird es ein Jahr für reine Schwimmer – und 20 von ihnen haben am Montagmorgen um 7 Uhr bereits freudestrahlend am Eingang gestanden, um die ersten Bahnen zu ziehen.

Es fehlte zunächst an Personal

Während andere Freibäder schon seit Pfingsten laufen, haben sich die Warburger Stadwerke mit der Eröffnung des Waldbades noch etwas Zeit gelassen. Das aus gutem Grund, wie Maria Gocke aus der Geschäftsführung mitteilt. Trotz der Tatsache, dass nur 100 Besucher gleichzeitig ins Bad dürfen, fehlte es zunächst an Personal. Der Schwimmbetrieb ist nämlich um einiges aufwändiger zu organisieren. Daher mussten Hilfskräfte angeworben werden, die in Zukunft die Hygiene überprüfen und den Einlass kontrollieren. Außerdem wollte man ganz sicher gehen, alle Vorgaben einhalten zu können.

Am Eingang müssen die Gäste beispielsweise ihre Personalien möglichst auf einem zuvor ausgefüllten Formular der Stadtwerke (erhältlich im Internet) hinterlassen. Die Daten werden für vier Wochen aufbewahrt und dann vernichtet. Im Eingangsbereich ist ein Mund-Nase-Schutz zu tragen.

Auf dem Weg zum Becken müssen die Besucher einen bestimmten Weg nehmen und Abstand halten. Im Becken sind drei Segmente eingeteilt, in denen im Rechtsverkehr in einem Kreis geschwommen werden muss – pro zehn Quadratmeter eine Person. Je nach eigener Schwimmgeschwindigkeit sollen die Badegäste dann das Segment mit gleichguten Schwimmern nutzen.

Kinderbecken, Rutsche, Sprunganlage und Duschen gesperrt

Aufgrund der bestehenden Hygiene- und Abstandsregeln können das Kinderbecken, die Rutsche, die Sprunganlage sowie die Duschen nicht geöffnet und Bänke nicht aufgestellt werden.

Ist unter solchen Umständen der Badbetrieb überhaupt sinnvoll? „Natürlich“, sind Dirk Fels und Rainer Dirkes vom Freibadteam sicher. Die beiden Schwimmexperten verweisen nicht nur auf die vielen Früh- und Sportschwimmer, sondern auch auf die Kinder, die vielleicht erst kürzlich einen Schwimmkursus im Hallenbad absolviert haben und nun dringend Erfahrung im Wasser sammeln müssen.

42.000 Besucher kamen im Rekordjahr 2018

42.000 Besucher kamen im Rekordjahr 2018 ins Freibad. Von diesen Zahlen müssen sich die Stadtwerke wegen des verspäteten Saisonstarts und der Corona-Einschränkungen verabschieden. Aber man wolle bis Mitte September alles versuchen, dass das Waldbad in den Sommermonaten ein bisschen Abwechslung bieten kann, sagt Maria Gocke.

Reichlich Abwechslung hatte in den vergangenen Wochen auch das Team der Warburger Schwimmbäder, das nicht nur das am 14. März geschlossene Hallenbad winterfest gemacht hat, sondern auch bei den Vorbereitungen für die Freibadsaison weniger stark auf die Hilfe des Bauhofes setzen konnte. Die städtischen Mitarbeiter waren anderweitig im Corona-Einsatz. „Wir waren trotz der um drei Wochen vorgezogenen Schließung des Hallenbades mit Ausbesserungsarbeiten am Becken gut ausgelastet“, berichtet Rainer Dirkes.

Jetzt hoffen die Verantwortlichen, dass sich auch die Badegäste an die Situation schnell gewöhnen, rücksichtsvoll miteinader umgehen und die Regeln befolgen. Denn eines ist klar: Auf Schritt und Tritt alle Badegäste überwachen, kann und will die Freibadmannschaft nicht. Aber im Waldbad ist man sich sicher, dass die Hygiene stimmt. Und das sei in den Warburger Schwimmbädern im Übrigen immer so.

www.stadtwerke-warburg.de

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