Firmenbulli kracht in einen Lastwagen – Rettungshubschrauber Christoph 7 im Einsatz
Ossendorfer (29) stirbt auf der L828

Willebadessen (WB/vah). Ein 29-jähriger Familienvater aus Warburg-Ossendorf ist am Montagmorgen gegen 6.30 Uhr bei einem Unfall auf der L828 zwischen Borlinghausen und Willebadessen so schwer verletzt worden, dass er noch an der Unfallstelle gestorben ist. Er fuhr mit seinem Firmenbulli aus bislang ungeklärter Ursache in einen Lastwagen.

Montag, 08.06.2020, 10:15 Uhr aktualisiert: 08.06.2020, 18:06 Uhr
Über 100 Meter liegen die Trümmerteile auf der L828 verstreut. Ein 29-jähriger Mann aus Ossendorf starb in den Trümmern seines Bullis. Foto: Jürgen Vahle

Der LKW-Fahrer (41) wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er mit dem Rettungshubschrauber Christoph 7 ins Krankenhaus geflogen werden musste. Der Beifahrer im LKW (34) wurde leichter verletzt und kam mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus.

Der Lastwagen wurde schwer beschädigt, der Fahrer lebensgefährlich verletzt.

Der Lastwagen wurde schwer beschädigt, der Fahrer lebensgefährlich verletzt. Foto: Jürgen Vahle

Nach ersten Angaben der Polizei war der Ossendorfer mit seinem Firmenbulli auf dem Weg Richtung Willebadessen plötzlich nach links auf die Gegenfahrbahn geraten. Die Ursache für den Kontrollverlust ist nicht bekannt. Womöglich gab es dafür medizinische Gründe. Auf der Gegenfahrbahn krachte er in das Fahrerhaus eines entgegenkommenden Lastwagens, der Brot geladen hatte.

Der Lkw-Fahrer hatte noch versucht, dem Bulli auszuweichen und die Kollision zu vermeiden. Vergeblich. Der Lastwagen geriet nach dem Zusammenstoß auf den Seitenstreifen und blieb dann schwer beschädigt quer zur Fahrbahn stehen. Der Bulli des Ossendorfers fuhr frontal in den Graben.

Christoph 7 war erneut im Einsatz.

Christoph 7 war erneut im Einsatz. Foto: Jürgen Vahle

Feuerwehr und Rettungsdienst eilten mit einem Großaufgebot zur Unfallstelle. Der Löschzug Willebadessen, Warburg-West und Warburg sowie die Löschgruppe Bonenburg unter Leitung von Feuerwehrchef Jürgen Rabbe waren vor Ort. Zudem standen drei Rettungstransportwagen bereit. Alarmiert wurden auch die Feuerwehr-Einheiten aus Ossendorf, Menne und Nörde alarmiert, die aber auf halber Strecke wieder kehrt machen konnten.

Die Straße war bis 12.30 Uhr für die Aufräumarbeiten und die Unfallaufnahme gesperrt. Die Höhe des Schadens ist noch nicht bekannt. Die Einsatzkräfte werden nach Abschluss der Arbeiten von einem Notfallteam der Feuerwehr psychologisch betreut.

Im Kreis Höxter ist es bereits der dritte Verkehrstote binnen weniger Tage. Erst am Wochenende war bei einem Unfall nahe Natzungen ein 20-jähriger Höxteraner ums Leben gekommen. In der Vorwoche kam ein 22-Jähriger aus Bielefeld bei Steinheim ums Leben.

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