Zahl der Einbrüche im Warburger Land steigt – Jüngster Fall im Minigolf-Café in Germete
Abgelegene Gebäude im Fokus

Warburg (WB/vah). Seit Anfang Mai häuft sich im Warburger Land die Zahl der Einbrüche. In der Regel haben es die Täter auf Bargeld abgesehen. Es wurde in vielen Fällen erheblicher Aufbruchsschaden angerichtet. Der jüngste Fall hat sich in der Nacht zu Mittwoch am Minigolf-Café in Germete zugetragen. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.

Mittwoch, 03.06.2020, 21:00 Uhr
In das Minigolf-Café in Germete sind Einbrecher eingestiegen. Sie stahlen wenig Geld. Der Sachschaden ist mit 3000 Euro allerdings erheblich. Foto: Jürgen Vahle

Großer Schaden, wenig Beute – auf diese kurze Formel lassen sich die meisten Taten reduzieren. Dabei haben es die Täter in den vergangenen Wochen im Warburger Land sehr stark auf abgelegene Gebäude wie Büros, Hütten, Container oder Vereinsheime abgesehen. „Das ist ein Trend, den wir beobachten. Es gibt kaum noch Wohnungseinbrüche, weil die Leute in Corona-Zeiten so oft zu Hause sind“, berichtet Polizeisprecher Jörg Niggemann.

Seit 8. Mai mehr als ein Dutzend Fälle

Die Vielzahl an Einbrüchen im Warburger Land ist der Polizei natürlich auch aufgefallen – seit 8. Mai immerhin mehr als ein Dutzend Fälle, die sich zumeist in den Stadtgebieten Warburg und Borgentreich zugetragen haben. Die Serie hat offenbar in der Nacht zum 8. Mai begonnen, als Einbrecher im Ossendorfer Betonwerk Bargeld und Telefonzubehör entwendet haben.

In der Nacht zum 10. Mai wurde in Bonenburg aus einem Bürogebäude ein kleiner Tresor entwendet. In der Nacht zum 11. Mai erbeuteten Täter in einer Pizzeria am Paderborner Tor in Warburg Wechselgeld. Ebenfalls am Wochenende 9./10. Mai wurde in das Sport- und in das Tennisheim in Nörde eingestiegen und Spirituosen entwendet. In der Zeit vom 11. bis 13. Mai wurde ein Baucontainer an der B7 bei Scherfede gleich zweimal geknackt und wertvolles Werkzeug entwendet.

Aus einer Hütte, ebenfalls in Scherfede, wurde eine Kettensäge entwendet. In der Nacht zum 14. Mai stahlen Einbrecher aus einem Schnellimbiss auf dem Obi-Parkplatz in Warburg Wechselgeld.

Zwischen 15. und 19. Mai war das Sportheim der Daseburger Preußen zweimal Ziel von Einbrechern. Die Täter nutzen den dort gelagerten Alkohol sogar für ein Trinkgelage. Aus der Grundschule Borgentreich wurde in der Nacht zum 22. Mai diverse kleinere Gegenstände von Einbrechern entwendet. 50.000 Euro Schaden richteten Täter in der Nacht zu Pfingstsamstag in einem Dachdeckerbetrieb am Großenederer Weg an. Maschinen und Material wurden entwendet.

Eine Festnahme in Brakel

Eigentlich hatte die Polizei nach einer Festnahme in Brakel am 22. Mai gehofft, dass die Einbrecher gefasst und die meisten Taten geklärt sind. Die Beamten nahmen drei mutmaßliche Täter im Alter zwischen 21 und 23 Jahren fest, zwei sitzen in Untersuchungshaft. Derzeit werde geprüft, ob sie auch für die Fälle im Warburger Land verantwortlich gemacht werden können, berichtet Polizeisprecher Jörg Niggemann. Dagegen würde allerdings der jüngste Fall in Germete sprechen.

In der Nacht zu Mittwoch versuchten die Einbrecher zunächst, durch die Eingangstür in das Minigolf-Café im Kurpark einzudringen. Ohne Erfolg. Schließlich schlugen sie eine Scheibe ein. Im Inneren nahmen sie nur etwas Wechselgeld mit, „Centbeträge“, wie die Familie Hoppe als Betreiber der Anlage auf Anfrage mitteilt. In Germete war es innerhalb von fünf Jahren bereits der dritte Einbruch in das Café.

Polizei hofft auf Hinweise von Zeugen

Die Polizei hofft nun, aufgrund von Zeugenhinweisen den Einbruch in Germete und die übrigen Taten aufklären zu können. Hinweise sind unter Telefon 05641/78800 möglich.

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