Neue Konzertreihe: „Reis against the Spülmachine“ begeistert im Warburger Autokino
Sportlicher Auftritt der „fittesten Band“

Warburg (WB). So manch einer denkt: Sport ist Mord. Das Gesangsduo „Reis against the Spülmachine“ bewies bei seinem Auftritt am Samstag im Warburger Autokino seinem Publikum jedoch, dass man auch oder gerade in Corona-Zeiten fit bleiben kann und muss. Musikalisch untermalt von den beiden Musikern, die bekannte Melodien mit verrückten neuen Songtexten versehen, fällt das sicherlich auch ganz leicht.

Dienstag, 02.06.2020, 11:00 Uhr
Fit im Sportdress: Hanke Blendermann und Philipp Kasburg von “Reis against the Spülmachine” starten voll durch und fordern das Publikum auf, sich sportlich zu betätigen. Foto: Schäfers-Michels

Performance in Spielfilmlänge

Strahlenförmig waren die 45 Autos auf dem Parkplatz des Cineplex-Autokinos geparkt worden und ihre Sonne bildete die Bühne, auf der Hanke Blendermann – oder auch Onkel Hanke – und Philipp Kasburg in Spielfilmlänge aufspielten. Ihre Performance war zugleich Auftakt einer neuen Konzertreihe des Veranstaltungsbüros nurguteleute in Kooperation mit dem Warburger Cineplex-Kino.

„Reis against the Spülmachine“ (Rats) haben bereits den NDR-Comedycontest gewonnen, sind Stammgäste bei Nightwash und im Schmidt's Tivoli-Theater in Hamburg. Zudem waren sie für den Kabarettpreis Prix Pantheon nominiert.

Sportlich joggten sie zwischen den Wagen hindurch und sprinteten die Stufen zu ihrer Wirkstätte hinauf, begleitet von der Melodie zu „Conquest of Paradise“, der berühmten Maske-Hymne. Bei Maske ist in diesem Fall mal nicht der Mund-Nasen-Schutz, sondern der Boxer Henry Maske gemeint, der in den 90er Jahren zu diesem Song in den Ring stieg.

Autohupen sind bis zum Herkules-Markt zu hören

Das Mitsingen aus den Autos kam akustisch an der Bühne nicht besonders gut an, obwohl die Sänger anfeuerten und riefen: „Wir müssen euch schon hören!“ Das Hupen klappte dafür umso besser und war weithin noch bis zum Herkules-Markt zu vernehmen. „Ich würde ja sagen: Kommt mal näher“, schlug Blendermann vor, um sogleich zurückzurudern: „Ist eine dumme Idee. Das gibt Tote.“

Ein Rezept für die Corona-Zeit hatte das Duo natürlich auch parat: „Abwarten und Tee trinken bis alles wieder normal ist.“ In diesem Sinne stimmten sie ihre Interpretationen rund um das Thema Tee an. Darunter: „I want to make tee“, „Time to say good Chai“ und Earl Grey für den „Drunken Sailor“, was für schallendes Gelächter und Gekicher in den Autos sorgte.

In Warburg haben sich die beiden Oldenburger bei der Kabarettnacht einen guten Ruf erworben. Auch mit Mundpropaganda war weithin für ihr Konzert geworben worden. Einige Besucher erlebten die beiden Musiker selbst zum ersten Mal live, wie Jenny Wiedemeier und Christin Müller aus Daseburg. „Mein Vater hat sie bei der Kabarettnacht gesehen und war total begeistert,“ so Jenny Wiedemeier, die das Konzert im Autokino ebenfalls klasse fand.

Hände winken und wedeln aus geöffneten Fenstern

In „Die fitteste Band der Welt“ – mit der sie natürlich sich selbst meinten – behaupten „Reis against the Spülmachine“, bei 30 Grad Marathon zu laufen und dabei eine „geile Zeit“ zu haben. Und so forderten sie auch von ihrem Publikum, sich körperlich einzubringen. Da war es auch kein Hindernis, dass dabei niemand das Auto verlassen durfte. Durch die geöffneten Fensterscheiben und Schiebedächer wurde heftig mit den Händen gewunken und gewedelt zu „Na, na, nana“.

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