Ökumenischer Gottesdienst im Warburger Autokino
Gläubige feiern mit Hupe

Warburg (WB/vsm). In Warburg läuteten am Sonntagmorgen die Kirchenglocken zu Pfingsten, doch nicht in ihren Gotteshäusern trafen sich die Gemeindemitglieder zur Feier der Heiligen Messe, sondern sie kamen in ihren Fahrzeugen auf dem Parkplatz des Autokinos zusammen. Etwa 30 Autos parkten vor der Bühne.

Montag, 01.06.2020, 18:00 Uhr
In dreißig Autos feierten die Besucher des ökumenischen Pfingstgottesdienstes mit (von links) Pastor Johannes Insel, Pfarrerin Patrizia Müller, Gemeinderassistentin Theresa Dreyer und Organist Thomas Drunkemühle. Foto: Verena Schäfers-Michels

„Es ist merkwürdig, hier auf der Bühne zu stehen und vor Autos zu sprechen“, bekannte Pastorin Patrizia Müller, „es ist so wenig Resonanz zu sehen.“ Denn durch die Frontscheiben, die im Sonnenschein spiegelten, waren die Insassen in ihren Autos kaum zu erkennen. Also wurde auf die Lichthupe ausgewichen, die im strahlenden Sonnenschein allerdings ebenfalls schwer zu erkennen war, und schließlich auf ein kurzes Hupen. Die Tontechnik, für die die Firma Pro Media sorgte, funktionierte bestens, und so konnte der ökumenische Gottesdienst im Autokino des Cineplex beginnen.

Zum Auftakt Duett auf Geige und Flöte

Zum Auftakt spielten Pastor Johannes Insel und Organist Thomas Drunkemühle ein Duett auf Geige und Flöte. Gemeindeassistentin Theresa Dreyer forderte im Anschluss alle auf, dem Auto nebenan ein Lächeln zu schenken.

Eine ungewohnte Situation. An Pfingsten, dem Fest der Verbreitung der Frohen Botschaft, dem „Geburtstag der Kirche“, wie es Insel formulierte, an dem die Menschen gemeinsam in der Kirche feiern, konnte in diesem Jahr nur räumlich getrennt voneinander und vor den Mitmenschen geschützt der Gottesdienst zele­briert worden. Das übliche Händeschütteln als Friedensgruß musste aufgrund der Kontaktbegrenzungen ebenfalls ausfallen.

Sendefrequenz verbindet

Pfarrerin Patrizia Müller stellte in ihrer Predigt die Fragen aus dem alltäglichen Leben, um Finanzen, Liebe und Glaube, mal amüsant, mal ernst, die die Menschen zurzeit bewegen. Die Geistlichen fanden im Autokino auch Parallelen zwischen der Apostelgeschichte und Warburg 2020. Während in der Bibel eine gemeinsame Sprache und ein Glaube die Menschen eint, ist es am Sonntagvormittag auch die Sendefrequenz, die die Besucher miteinander verbindet. Dort vernehmen sie den Klang der Instrumente und die Worte auf der Bühne. Damals wie heute feiern sie gemeinsam.

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