Gastronomiebetriebe wie der Warburger Ratskeller dürfen wieder öffnen Corona hat Hausverbot

Warburg (WB). Gastronomiebetriebe dürfen seit Montag in Nordrhein-Westfalen wieder Kunden bedienen. „Eröffnung 2.0”: So nennt der neue Pächter des Ratskellers in Warburg das Ende der Corona-Zwangspause. „Endlich dürfen wir wieder aufmachen“, freut sich Andreas Schmidt.

Von Silvia Schonheim
Andreas Schmidt (links, Küche) und Michael Titz (rechts, Service) erteilen dem Coronavirus Hausverbot. Sie freuen sich, dass die Zwangspause nun beendet ist und sie den Restaurantbetrieb im Warburger Ratskeller wieder aufnehmen dürfen.
Andreas Schmidt (links, Küche) und Michael Titz (rechts, Service) erteilen dem Coronavirus Hausverbot. Sie freuen sich, dass die Zwangspause nun beendet ist und sie den Restaurantbetrieb im Warburger Ratskeller wieder aufnehmen dürfen. Foto: Silvia Schonheim

Heute, Dienstag, 17 Uhr, öffnet der 56-Jährige gemeinsam mit Restaurantleiter Michael Titz (35) den Gasthof Zwischen den Städten zum zweiten Mal neu. Denn eine Chance, das Restaurant unter neuer Leitung kennen zu lernen, hatten nicht viele: „Wir haben Ende Februar eröffnet. Es lief super. Aber drei Wochen später mussten wir wegen Corona schon wieder schließen“, berichtet Michael Titz. „Und weil wir erst so kurz am Markt waren“, erklärt Pächter Andreas Schmidt, „haben wir auch keine Soforthilfe erhalten. Um ein Recht auf die Unterstützung zu haben, hätten wir schon im Dezember eröffnet haben müssen.“

Finanzielle Einbußen

Trotz der finanziellen Einbußen gehen Andreas Schmidt und Michael Titz, die zuvor ein großes Bierladenlokal im Landkreis Traunstein in Bayern geführt haben, optimistisch an den zweiten Neustart in Warburg. „Der Großputz ist erledigt. Das Desinfektionsmittel steht bereit. Die Gäste dürfen kommen“, so Schmidt.

Tische fallen weg

Er ist sich aber bewusst, dass es anfangs nicht voll in seinem Gasthof werden wird. Auch wenn ein paar Tische weggefallen sind, um den Sicherheitsabstand zwischen den Sitzplätzen einhalten zu können. „Die Menschen sind verunsichert“, sagt er. Zudem sei der potenzielle Kundenkreis alleine durch die nun geltenden Hygiene- und Infektionsschutzstandards eingegrenzt: „Es dürfen nur Personen aus einem oder zwei Hausständen an einem Tisch Platz nehmen. Das trifft auf Kegel- oder Skatrunden halt nicht zu. Die fallen weg.“ Auch ältere Menschen würden sicherlich überlegen, ob ein Restaurantbesuch ein Gesundheitsrisiko darstellen könnte.

Gäste werden zum Tisch geleitet

Damit dies nicht der Fall ist, gelten in der Gastronomie strenge Regeln. „Der Restaurantbesuch läuft nun etwas anders ab“, sagt Michael Titz, zuständig für den Servicebereich. Beim Betreten des Ratskellers müssen die Kunden einen Mundschutz tragen, dann geht es zum Händedesinfizieren. Die Gäste werden zum Tisch geleitet. Dort soll keine Deko, kein Salz- oder Pfefferstreuer stehen. Am Sitzplatz angekommen müssen sich die Gäste namentlich in eine Liste eintragen und dürfen dann ihren Mund-Nasen-Schutz ablegen. „Beim Verlassen des Restaurants oder beim Weg zur Toilette muss die Maske aber wieder getragen werden“, erklärt Titz. Weil die Speisekarten nach jeder Benutzung desinfiziert werden müssten, sollen zunächst Einwegkarten genutzt werden. „Das sieht zwar nicht so schön aus, ist aber für uns viel einfacher“, meint Andreas Schmidt.

Wer die deutsche, bodenständige Küche im Ratskeller genießen möchte, sollte – wie auch in anderen Restaurants – einen Tisch reservieren. Geöffnet hat der Ratskeller dienstags von 17 Uhr an, mittwochs bis sonntags zwischen 11 und 14 Uhr sowie von 17 Uhr an. Montags ist Ruhetag.

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