Abiturprüfungen in Warburg unter ungewöhlichen Umständen PZ und Stadthalle sind Prüfungssäle

Warburg (WB/sis). Am heutigen Dienstag werden die ersten schriftlichen Abiturprüfungen geschrieben. Das Pädagogische Zentrum und die Warburger Stadthalle verwandeln sich in Prüfungssäle. Nur so kann in Corona-Zeiten der nötige Abstand von mindestens 1,50 Meter zwischen den einzelnen Schülern eingehalten werden.

Zum ersten Mal werden in der Stadthalle Abiturprüfungen geschrieben. Das Gymnasium Marianum nutzt den Raum.
Zum ersten Mal werden in der Stadthalle Abiturprüfungen geschrieben. Das Gymnasium Marianum nutzt den Raum.

„Wir haben sogar beim Stellen der Tische ein Probesitzen veranstaltet, damit niemand abschreiben kann“, berichtet Susanne Krekeler, Leiterin des Hüffertgymnasiums. Sie lacht: „Alles steht perfekt.“ Die Schüler seien froh, dass es jetzt endlich losgeht – mit rund drei Wochen Verzögerung.

72 Abiturienten besuchen das Hüffertgymnasium. Sie werden ihre schriftlichen Prüfungen im Pädagogischen Zentrum ablegen. Mit den Naturwissenschaften geht es heute los. 49 Abiturienten aus Grund- und Leistungskursen nehmen im PZ Platz und legen ihre Prüfungen in Biologie, Chemie, Physik, Informatik und Ernährungslehre ab. „Insgesamt gibt es acht reguläre Prüfungstermine – am 25. Mai ist der letzte“, sagt Susanne Krekeler. „In Erdkunde müssen wir die meisten Schüler unterbringen. Dann sind es 60“, erklärt die Schulleiterin.

Das Pädagogische Zentrum wird zum Prüfungssaal für die Abiturienten des Warburger Hüffertgymnasium

In der Stadthalle legen die 61 Abiturienten des Gymnasiums Marianum ihre Prüfungen ab. Die 22 Schüler aus dem Biologie-Leistungs- und Grundkurs machen heute, Dienstag, den Anfang.

Frank Scholle, Leiter des Marianums: „Die Abläufe werden anders sein als sonst üblich. So darf etwa jeder Schüler nur einzeln den Raum betreten. Es gibt auch Ablagetische für Jacken und Taschen.“ Für alle Schüler heißt es vor dem Betreten des Raumes: Hände desinfizieren. Namensschilder geben eine feste Sitzordnung vor.

Trotz der Einschränkungen im Präsenzunterricht und dank des digitalen Lernens sieht Scholle seine Abiturienten gut vorbereitet auf die Prüfungen.

Wie die Zeugnisausgabe am Ende angesichts der ungewissen Pandemie-Entwicklung aussehen wird, wissen weder Susanne Krekeler noch Frank Scholle. „Im schlimmsten Fall werden die Zeugnisse per Post verschickt“, meint Scholle.

Auch die Leitung des Hüffertgymnasiums kann zur Zeugnisvergabe noch nichts sagen: „Der Zeitplan ist sehr eng. Das Schuljahr endet am 26. Juni. Der letzte von drei Nachprüfungsterminen ist am 23. Juni. Mal sehen.”

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