400 Exemplare für Warburger Diakonie, Altersheim und Flüchtlinge
Masken am laufenden Band genäht

Warburg (WB). Ein Mund-Nasen-Schutz, der beim Einkaufen oder in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden muss, ist derzeit heiß begehrt. Betty Hermanns von der „Zweiten Heimat“ hat frühzeitig erkannt, dass es soweit kommen würde.

Freitag, 08.05.2020, 20:03 Uhr aktualisiert: 08.05.2020, 20:10 Uhr
Besucher der „Zweiten Heimat“ haben sich mächtig ins Zeug gelegt und Mund-Nase-Masken genäht. 400 Exemplare sind bereits an verschiedene Einrichtungen verteilt worden.

Sie bietet schon seit Jahren mit anderen Ehrenamtlichen einen Nähkursus für geflüchtete Frauen an, der aber durch das Virus fast gestoppt wurde. Während vor Corona die Frauen alle 14 Tage in der Begegnungsstätte der „ Zweiten Heimat“ zum Nähen zusammenkamen, wird jetzt dezentral gearbeitet: Maskenproduktion ist angesagt.

Kreis Höxter unterstützt das Projekt

Betty Hermanns schneidet den Stoff für die Masken zu und kettelt ihn. Dann verteilt sie das Rohprodukt an Ali, Martina, Brigitte, Fatima, Hava und Mehmet weiter. Die nähen zu Hause die Falten und die Bänder in die Masken. Betty Hermanns freut sich, dass der Kreis Höxter die Aktion mit „KOMM-AN“-Mitteln unterstützt hat: „Damit konnten wir unsere Stoffvorräte ergänzen und Nadeln, Gummi oder Nähgarne kaufen.“

90 Masken gehen ans Frauenhaus

Das Ergebnis – rund 400 Masken – kann sich nicht nur optisch sehen lassen: Bereits 100 Masken wurden an die Diakonie verteilt. Da dort zurzeit kein Mittagstisch mehr angeboten werden darf, liefert die Diakonie Essen nach Hause. Die ehrenamtlichen Essensverteiler und Empfänger konnten den Mund-Nasen-Schutz gut gebrauchen. Einige Masken wurden von der Diakonie außerdem an ein Altenheim weitergegeben. Weitere 90 Masken bekam der Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF) für sein Frauenhaus.

200 Masken werden für die Bewohner der Flüchtlingsunterkünfte an die städtischen Sozialarbeiterin übergeben, die sie dort verteilen soll. Die Mickey-Mouse- und die schwarzen Masken kommen übrigens besonders gut an, berichtet Betty Hermanns. Auch in Corona-Zeiten seien die Geschmäcker verschieden.

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