Sonderveröffentlichung - Restaurants im Kreis Höxter bieten Abhol- und Lieferservice an Wir sind weiterhin für Sie da!

Höxter/Warburg. Ob Einzelhändler, Gastronomen oder Werkstattbesitzer: Sie alle müssen derzeit wegen des Coronavirus mit mehr oder weniger starken Einschränkungen arbeiten. Viele Unternehmen im Kreis Höxter haben aus der Not eine Tugend gemacht und setzen auf neue Wege, um die Wünsche der Kunden zu erfüllen.

Jannik Hartwig vom Lieferdienst des Restaurants „Frühauf“ in der Warburger Altstadt bringt die bestellten Speisen umweltfreundlich mit einem E-Auto.
Jannik Hartwig vom Lieferdienst des Restaurants „Frühauf“ in der Warburger Altstadt bringt die bestellten Speisen umweltfreundlich mit einem E-Auto.

In der Hansestadt Warburg kämpfen die Restaurants ums Überleben und versuchen, mit einem Mitnehm- oder Lieferservice den Komplettausfall wegen der Corona-Krise zu verhindern. Das Ziel: In den Köpfen der Kunden und Gäste bleiben.

Einen Lieferservice bietet das Restaurant Leone nicht an, aber die Kunden können ihr Essen bestellen und selber abholen. „Im Moment wird dieses Angebot leider nur wenig genutzt, aber ich möchte meine Gäste nicht im Stich lassen“, sagt Inhaber Raffaele Leone.

Er kämpft mit 80 Prozent Umsatzeinbußen, und die staatliche Hilfe alleine reicht nicht aus, um zu überleben. Seine Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, mit einer Notmannschaft versucht er, den Betrieb aufrecht zu erhalten. „Ich möchte gar nichts verdienen, ich möchte nur in dieser schlimmen Zeit meine Mitarbeiter bezahlen können“, schildert er seine Sorgen. „Wenn wir nach 38 Jahren schließen müssten, wäre das sehr schade. Deshalb gebe ich mein Bestes und hoffe, dass wir alle diese schwere Zeit überstehen.“

Auch im China-Restaurant Tu Thai ist die Küche nicht kalt, aber lange nicht ausgelastet. „Wir haben jeden Tag für unsere Kunden geöffnet und bieten alle Gerichte zum Mitnehmen an. Aber bisher wird diesen Angebot nur wenig angenommen“, berichtet Inhaber Kouanang Houa Tu. Einen Lieferdienst kann er derzeit nicht anbieten. Auch seine Mitarbeiter sind in Kurzarbeit, und um das Essen ausliefern zu können, müsste er extra ein Auto anschaffen. „Ich denke aber, wenn die Menschen tagelang zuhause sind, haben sie zwischendurch mal Lust rauszugehen, um sich leckeres Essen abzuholen“, zeigt sich der Chef optimistisch.

Nicht unterkriegen lassen wollen sich auch Marion und Michael Rüsing aus Schweckhausen. Mit ihrem Imbisswagen „Mr. Gastroservice“ sind sie während der Schützenfestsaison im Altkreis Warburg jedes Wochenende im Einsatz. „Da niemand weiß, wie lange Corona noch andauert und ob die Schützenfestsaison ins Wasser fällt, haben wir uns umorientiert“, erzählt Marion Rüsing.

Seit über 15 Jahren in der Gastroszene

Von Samstag, 4. April, an bietet das Ehepaar samstags, sonntags und montags Schnitzel, Currywurst, Krakauer und Pommes „to go“ an. Nach der telefonischen Bestellung wird das Essen in der Gastronomieküche in der Steinkuhle 6 zubereitet und kann dann an der Haustür abgeholt werden. Bezahlt wird kontaktlos per EC-Karte. „Wir werden das so koordinieren, dass die Kunden zeitversetzt ihr Essen abholen und sich keine lange Schlange bildet“, erklärt sie. Bewusst werde auch nicht aus dem Imbisswagen heraus verkauft, um den Kontakt zwischen den Kunden so gering wie möglich zu halten. „Wir sind seit über 15 Jahren in der Gastroszene und in der Saison jedes Wochenende unterwegs, auf Schützenfesten und auch auf der Oktoberwoche. Das ist zwar oft anstrengend, aber wir sind immer mit Herzblut dabei, das möchten wir jetzt auch mit unserem Abholservice zeigen.“

„Wir sind von der Solidarität unserer Gäste begeistert. Es ist ein schönes Gefühl, dass sie uns helfen wollen“, sagt Diamandis Stamatia, Chefin vom Restaurant El Greco. Sie bietet mit ihrem Team von mittwochs bis sonntags einen Abholservice an. Die treuen Stammkunden kommen und holen sich ihr Essen ab. Auch die Stadt hat sofort reagiert und der Gastronomin finanzielle Unterstützung zugesichert. „Aber länger als drei, vier Wochen können wir so nicht weitermachen. Ich habe keine Ahnung, wie es dann weitergehen soll“, bedauert die Inhaberin.

Ganz neue Wege geht Walter Frühauf, Inhaber des Restaurants Frühauf in der Warburger Altstadt. Er bietet mit seinem Team seit Mitte März von dienstags bis sonntags einen Lieferservice an. „Das Konzept muss erst anlaufen, aber am Wochenende hatten wir schon ganz gut zu tun“, berichtet er. Ausgeliefert werden die Speisen von Jannik Hartwig mit einem E-Auto. „Das ist nicht nur umweltfreundlich, sondern hat auch den Vorteil, dass keine Tankstelle angefahren werden muss und so der Kontakt zu anderen Menschen nochmal reduziert wird“, erklärt Walter Frühauf. Auch wenn der Lieferservice für ihn ein Geschäft ist, das gerade so hilft, sich als Gastronom über Wasser zu halten, möchte Walter Frühauf nicht den Kopf in den Sand stecken. „Auch wenn Miete, Gas, und Strom weiter bezahlt werden müssen, war es das Schlimmste für mich, frische Lebensmitten wegzuwerfen“, bedauert er. Von einem Tag auf den anderen musste das Frühauf und somit auch die Bar schließen. Angebrochene Getränke, wie Fruchtsäfte landeten gezwungenermaßen im Ausguss.

Dennoch möchten Walter Frühauf und sein Team aktiv bleiben. So haben sie beispielsweise die Terrasse für den Sommer auf Vordermann gebracht, Renoviert und Stühle und Tische neu lackiert. „Wir sind vorbereitet, denn es gibt ein Leben nach Corona.“

Blumen Schunicht liefert vor die Haustür

Kommendes Wochenende ist Ostern und dieses Osterfest werden vermutlich alle noch viele Jahre in Erinnerung behalten, denn es sind besondere Umstände, unter denen dieses Jahr die Auferstehung Christi gefeiert wird. Die Einschränkungen der sozialen Kontakte durch das Virus sind enorm.

Für viele war und ist das Osterfest aber auch ein Fest der Familie, an dem man sich auch mit guten Freunden trifft. Kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten werden ausgetauscht. Dies alles ist in diesem Jahr so nicht möglich. Viele Angehörige, gerade ältere Menschen, müssen allein bleiben, dürfen nicht besucht oder direkt beschenkt werden.

Deshalb möchte Blumen Schunicht aus Brakel allen, die ihren Lieben eine Freude machen wollen, helfen und bringt kostenfrei Blumen und Geschenkideen im Raum Brakel direkt vor die Haustür. In der Osterwoche hat das Blumengeschäft täglich von 8.30 bis 12.30 Uhr wieder geöffnet und ist telefonisch unter 05272/9538 zwischen 8 und 18 Uhr erreichbar. Kunden können per E-Mail bestellen unter info@schunicht-blumen.de . Blumen Schunicht berät auch telefonisch für diejenigen, die das Haus nicht verlassen können oder wollen.

Ein kleiner Ostergruß wird von Blumen Schunicht bis an die Haustür geliefert.

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