Gebäude soll von 2021 an für zwei Millionen Euro saniert werden Denkmalstiftung kauft Pennig-Haus

Warburg (WB/vah). Das Warburger Pennig-Haus hat einen neuen Besitzer. Das Gebäude an der Marktstraße, um das es im vergangenen Jahr monatelang Streit gegeben hatte, ist von der Warburger Denkmalstiftung gekauft worden.

Das Pennig-Haus an der Warburger Markstraße hat einen neuen Besitzer. Die Warburger Denkmalstiftung hat es erworben. Der Kaufpreis wurde nicht mitgeteilt.
Das Pennig-Haus an der Warburger Markstraße hat einen neuen Besitzer. Die Warburger Denkmalstiftung hat es erworben. Der Kaufpreis wurde nicht mitgeteilt. Foto: Ralf Benner

Über den Kaufpreis haben Denkmalstiftung und der bisherige Eigentümer, eine Salzkottener Immobiliengesellschaft, Stillschweigen vereinbart. Der Preis habe aber nach Worten von Nadine Smukal von der Stiftung Deutsche Denkmalpflege weit unter dem zuletzt im Internet angegeben Wert gelegen.

Sanierung kostet zwei Millionen Euro

2021 soll das Gebäude umfassend und denkmalgerecht saniert werden und danach wieder als Wohn- und Geschäftshaus dienen. Die Sanierungskosten gibt die Stiftung mit etwa zwei Millionen Euro an.

Das Wohn-und Geschäftshaus an der Ecke zur Sternstraße wurde 1862 erbaut und über 100 Jahre von der Familie Pennig als Schuhhaus bewirtschaftet. Seit 2016 steht es leer und sollte 2018 zum Abbruch freigegeben werden. Ein Investor aus Salzkotten wollte dort ein Wohnhaus errichten.

Dagegen hatte sich zunächst die Warburger Denkmalstiftung, später auch zahlreiche Bürger ausgesprochen. Auch der Petitionsausschuss des Landes Nordrhein-Westfalen setzte sich für den Erhalt des Hauses ein. Nachdem sich auch der Eigentümer dem Druck gebeugt hatte, wurde es unter Denkmalschutz gestellt und zum Verkauf angeboten.

Ziel: Gebäude wieder vermietbar machen

Das von einem geräumigem Krüppelwalmdach gedeckte, dreigeschossige Fachwerkhaus ist nun von der Warburger Denkmalstiftung übernommen worden mit dem Ziel, das schwer geschädigte Denkmal zu sanieren und „die Existenz des bedeutenden Gebäudes zu sichern“, wie es in einer Pressemeldung heißt. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten soll das Haus wieder vermietet werden, die Einnahmen dann für weitere Denkmalmaßnahmen in Warburg gemeinnützig eingesetzt werden.

Die Warburger Denkmalstiftung gibt es seit 2011. Ihr Ziel ist es, das historische Erbe der Stadt zu sichern, zu pflegen und im Bewusstsein der Öffentlichkeit lebendig zu halten. Die Stiftung fördert satzungsgemäß insbesondere dort, wo auf der Basis von Bauforschung und intensiver Voruntersuchung die größtmögliche Erhaltung historischer Substanz angestrebt wird. Das ist offenbar beim Pennig-Haus der Fall.

Erfurter Architekt hatte auch Interesse

Die Warburger Denkmalstiftung ist eine von über 240 Stiftungen, die die private Deutsche Stiftung Denkmalschutz inzwischen treuhänderisch vertritt, die auch die Verhandlungen in Sachen Pennig-Haus geführt hat.

Interesse an dem Gebäude hatte auch der Erfurter Architekt Elmar Nolte. Auch er hatte ein Sanierungskonzept vorgelegt und stand mit dem Eigentümer in Kaufverhandlungen. Letztlich hat aber die Stiftung den Zuschlag erhalten.

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