Mineraldünger, Gülle oder Mist werden derzeit ausgebracht
Landwirte hoffen auf Wärme

Warburg/Höxter/Brakel (WB). Die Arbeiten auf den Feldern sind nach dem vielen Regen im Februar und Anfang März nun schon weit fortgeschritten. „Der Regen war für die Grundwasserspeicher wichtig“, berichtet Antonius Tillmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Höxter.

Donnerstag, 02.04.2020, 09:00 Uhr
Zu Beginn des Frühjahres werden die Kulturen derzeit mit Nahrung versorgt. Mineraldünger oder Wirtschaftsdünger wie Gülle oder Mist werden vielerorts ausgebracht. Foto: Florian Pottkamp

Im Februar habe es in NRW fast dreimal so viel geregnet wie in anderen Jahren. Zudem sei der Winter sehr mild gewesen. So gehe der Februar 2020 als zweitwärmster Monat in die Geschichte ein. Von starkem Frost und Schnee sei keine Spur. Dennoch hofft der Landwirtevorsitzende Tillmann, dass die alte Bauernregel „ein nasser Februar bringt ein fruchtbar Jahr“ sich bewahrheiten wird. Der März, so besagen die Bauernregeln, müsse dann trocken sein, um eine gute Ernte zu bescheren.

Zu Beginn des Frühjahres müssen die Kulturen mit Nahrung versorgt werden. Das kann Mineraldünger oder Wirtschaftsdünger wie Gülle oder Mist sein. Dann werden die Frühjahrskulturen ausgesät: Sommergerste, Hafer, Ackerbohnen, Erbsen und die wichtige Frucht für die guten Ackerbaustandorte im Kreis Höxter, die Zuckerrübe.

Bauern wünschen sich milden Sonnenschein und erquickenden Regen

Worauf warten die Bauern? „Wir freuen uns auf Wärme, denn ohne Wärme wächst nichts“, begründet Tillmann, doch die würde früher oder später kommen. „Unsere Werkbank ist unter freiem Himmel, wir können die Witterung – zum Glück – nicht ändern“, so der Vorsitzende. Aussagen zur diesjährigen Ernte könne man derzeit nicht machen. „Ob wir eine gute Ernte bekommen, steht in den Sternen. Bis dahin brauchen wir milden Sonnenschein und erquickenden Regen. Alles zu seiner Zeit. Es bleibt wie jedes Jahr: Spannend bis zur Ernte“, macht der Vorsitzende deutlich.

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