Bund der katholischen Jugend ruft zur Teilnahme an Demonstration in Höxter auf
Gegen Rechts und für Menschlichkeit

Brakel/Höxter (WB). Der Bund der katholischen Jugend im Kreis Höxter ruft alle katholischen Jugendverbände, alle katholischen Jugendgruppen aber auch darüber hinaus die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Kreis Höxter auf, sich dem Aktionsbündnis „Höxter zeigt sich – nie wieder Faschismus“ anzuschließen und zahlreich an der Demonstration am Samstag, 28. März , anlässlich des Besuchs des AfD-Politikers Björn Höcke in Höxter teilzunehmen. Diese sollen so ein Zeichen setzen gegen Rechts und für Menschlichkeit.

Donnerstag, 05.03.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 15:02 Uhr
In einer Banner- und Schilderwerkstatt wollen Teresa Wagener (links) und Elke Krämer jungen Leuten die Möglichkeit bieten, ihre eigene Meinung kreativ darzustellen und sich auf die Demonstration in Höxter vorzubereiten. Foto: BDKJ

Flagge zeigen

Höcke kommt zur einer AfD Kundgebung in die Höxteraner Stadthalle. Diese beginnt um 16 Uhr. Diese Kundgebung plant die AfD in Höxter als Wahlkampfauftakt für die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen am Sonntag, 13. September, zum Thema „meine Heimat Westfalen“.

„Der BDKJ-Diözesanverband ruft ausdrücklich dazu auf, deutliche Statements gegen Hass, rechtsextreme Entwicklungen und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zu beziehen, vor allen Dingen in Anbetracht jüngster rechtsextremistischer Ereignisse wie in Hanau“, erklären Jonas Tölle und Peter Lauschus für den BDKJ-Kreisvorstand.

„Als katholische Kirche im Dekanat Höxter stehen wir für Frieden, Toleranz, Respekt und Achtung vor der Würde eines jeden Menschen – egal zu welchem Geschlecht, welcher Nationalität, Kultur oder Religion er gehört“, heißt es in einer Mitteilung des Dekanatsteams.

Das solle am Tag des Besuchs von Björn Höcke deutlich zum Ausdruck gebracht werden. Es bestehe die Möglichkeit, an der Stern-Demo teilzunehmen, die um 14 Uhr von unterschiedlichen Startpunkten aus in Richtung Marktplatz und Stadthalle zieht. Eine andere Möglichkeit bestehe in der Teilnahme an einem Friedensgebet in der Kiliani-Kirche, das ebenfalls um 14 Uhr beginnt. Es gehe darum, „für unsere christlichen Werte Flagge zu zeigen und sichtbar und eindeutig Position zu beziehen für ein menschenfreundliches, buntes und freies Leben in unserem Land und vor allem in unserem Dekanat Höxter.“

Banner und Schilder

Der Jugendpolitische Arbeitskreis des Bundes der katholischen Jugend (BDKJ) sowie das Dekanat Höxter bieten eine Banner- und Schilderwerkstatt für die Demonstration gegen die AfD-Kundgebung in Höxter an. „Ziel ist es, jungen Menschen die Barriere zu nehmen, an einer Demonstration teilzunehmen und sich aktiv mit den eigenen, persönlichen Werten auseinander zu setzen“, sagt Elke Krämer, Referentin für Jugend und Familie im Dekanat Höxter. Die Banner- und Schilderwerkstatt beginnt am Montag, 23. März, um 17 Uhr in den Räumlichkeiten des Dekanatsbüros, Klosterstraße 9 in Brakel. Materialien für die Demo-Schilder werden bereitgestellt.

„Uns ist es wichtig, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, in der Banner- und Schilderwerkstatt eine eigene Meinung zu entwickeln und diese kreativ darzustellen. Wir wollen zeigen, dass es hier einen Platz gibt, gemeinsam politische Inhalte zu besprechen und sich auf die Demonstration vorzubereiten“, erläutert Teresa Wagener, Referentin für Jugend und Familie. „Dadurch hoffen wir immer mehr junge Menschen zu motivieren, die Stimme gegen die AfD und Björn Höcke zu erheben und an der geplanten Demonstration des Aktionsbündnisses in Höxter teilzunehmen.“

Anmeldungen zur Banner- und Schilderwerkstatt bis zum 18. März an info@dekanat-hx.de oder telefonisch unter 05272/3946200.

Kommentare

Mathias Anderer  wrote: 06.03.2020 12:36
Ich denke, hier geht es Um Extremismus im Allgemeinen. Um sich gegen jede Form von politischem Extremismus zur Wehr zu setzen, ist es dringend geraten, nicht nur gegen Vertreter der AfD mobil zu machen, sondern ebenfalls gegen Vertreter der Linken. In Kassel haben sie, als sie unter sich waren, ihr wahres Gesicht gezeigt, als es hieß, "...wenn wir det ein Prozent der Reichen erschossen haben...". (Beifall im Publikum!) Solche Sprüche kamen noch nicht einmal von der NPD...
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