Hanse ärgert sich über Trittbrettfahrer unter den Geschäftsleuten Mittelalterspektakel soll stattfinden

Warburg (WB). Mit Bedauern haben die Mitglieder der Hanse (Werbegemeinschaft) auf die Absage des Hasenfestes reagiert. Wie berichtet, ist die Gemeinschaftsveranstaltung der Firma Brauns-Heitmann, der Stadt Warburg und der Einzelhändler, die an Palmsonntag stattfinden sollte, vor dem Hintergrund zu erwartender Coronavirus-Fälle und aufgrund der Warnung des Bundesgesundheitsministeriums am Montag abgesagt worden.

Von Jürgen Vahle
Musiker, Fabelwesen, Handwerker, wilde Tiere – darüber durften sich die Besucher des Mittelalterspektakels in der Vergangenheit freuen.
Musiker, Fabelwesen, Handwerker, wilde Tiere – darüber durften sich die Besucher des Mittelalterspektakels in der Vergangenheit freuen. Foto: Ralf Benner/Archiv

Wilm Pollmann, Sprecher des Lenkungskreises, bat am Montag bei der Jahreshauptversammlung der Hanse im Germeter Landgasthof „Deele“ noch einmal um Verständnis für die Entscheidung, die auch ihm nicht leicht gefallen sei. „Wir haben in das Projekt viel Arbeit und Kraft investiert.“

„Müssen Situation im Auge behalten“

Auch wenn das Thema Coronavirus womöglich völlig überzogen diskutiert werde, sei eine Premiere des Hasenfestes unter solchen Bedingungen „nicht gut“, wie Wilm Pollmann ausführte. Für die Veranstaltung an Palmsonntag hätten die Veranstalter in diesen Tagen in die kostspielige überregionale Werbung gehen wollen. Um jedoch nicht noch mehr Geld abschreiben zu müssen, sei die Entscheidung bereits vier Wochen vor dem Fest gefallen, begründete der Lenkungskreis weiter.

Am Mittelalterspektakel und verkaufsoffenen Sonntag, die für das Wochenende 25./26. April vorgesehen sind, will die Hanse festhalten. „Wir müssen aber die Situation im Auge behalten und auch mit der Veranstaltungsagentur reden“, berichtete Wilm Pollmann über den Stand der Dinge.

20 Geschäftsleute sind anwesend

Daneben gab es auch gute Nachrichten für die 20 anwesenden Geschäftsleute. Kassierer und Steuerberater Thomas Kaebsch berichtete von einem soliden Kassenstand. Das Jahr 2019 sei trotz erheblicher Ausgaben wie dem neuen Internetauftritt, dem neuen Logo und abgeschriebenen uralten Mitgliedsbeiträgen mit einem leichten Plus abgeschlossen worden.

Konstant hohe Haupteinnahmequelle der Hanse bleiben die Zuwendungen aus dem Desenberg-Boten. Hier ist die Werbegemeinschaft am Anzeigenumsatz des Panorama-Verlags aus dem Hause WESTFALEN-BLATT beteiligt. Mit jeder Anzeige, die die Gewerbetreibenden dort schalten, unterstützen sie auch die Hanse. Wilm Pollmann warb dafür, das Medium weiter als Werbeträger zu nutzen.

Weniger als 100 Betriebe dabei

Sorgen macht den Verantwortlichen des Lenkungskreises die Mitgliederentwicklung. Weniger als 100 Betriebe gehören der Hanse noch an. Das waren einmal deutlich mehr. Ihre Mitgliedsbeiträge fehlen und somit auch Geld, das dann wieder für die Organisation von Festen und Veranstaltungen genutzt werden könnte.

Besonders ärgert sich die Hanse darüber, dass Geschäftsleute, allen voran Gastronomen, deutlich von den Aktionen der Hanse (Mittelalterspektakel, Wintergenuss) profitieren, sich aber der Solidargemeinschaft nicht anschließen wollen. Hier wollen die Verantwortlichen mit den entsprechenden Geschäftsleuten noch einmal das Gespräch suchen.

Drei verkaufsoffene Sonntage

Nachdem der verkaufsoffene Sonntag gemeinsam mit dem Hasenfest abgesagt worden ist, stehen nun in Warburg noch drei Sonntagsöffnungen an.

Zum Mittelalterspektakel am 26. April, zum Auftakt der Oktoberwoche am 4. Oktober sowie zum Regionalen Wintergenuss (Neustadt) am zweiten Adventswochenende sollen die Geschäfte von 13 bis 18 Uhr geöffnet werden.

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