Vierter Bürgerworkshop zur Entwicklung des integrativen Baugebiets in Warburg
Charta für soziales Miteinander im Fokus

Warburg (WB). Die Planungen für das integrative Baugebiet „Laurentiushöhe“ zwischen HPZ, Stiepenwegfriedhof und Uhlenbreite schreiten voran.

Mittwoch, 04.03.2020, 16:54 Uhr aktualisiert: 04.03.2020, 16:56 Uhr
Auf der „Laurentiushöhe“ zwischen HPZ, Stiepenwegfriedhof und Uhlenbreite soll ein neues Quartier entstehen. Bis 2024 soll auf dem Gelände, das noch der Kirche gehört, ein Baugebiet mit mindestens 50 Bauplätzen entstehen.

An der Entwicklung des neuen Quartiers arbeiten die Stadt Warburg und die Caritas Wohn- und Werkstätten im Erzbistum Paderborn derzeit gemeinsam. Bis 2024 soll auf dem Gelände, das noch der Kirche gehört, ein Baugebiet mit etwa 50 Bauplätzen entstehen, in dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammenleben sollen.

Gutes soziales Miteinander ist das Ziel

Entstehen soll ein inklusives Stadtquartier für die Hansestadt, das sich durch ein gutes soziales Miteinander auszeichnet – das ist die Zielsetzung für die Entwicklung der „Laurentiushöhe“. Wie dieses „Miteinander“ genau aussehen könnte, dazu soll eine Quartiers-Charta beitragen.

Charta-Eckpunkte beim Bürgerworkshop festlegen

In einem Bürgerworkshop am Samstag, 14. März, sollen nun erste Eckpunkte dieser Charta als gemeinsame Leitlinie des sozialen Miteinanders auf der „Laurentiushöhe“ entwickelt werden, wie Sören Spönlein von der Wirtschaftsförderung der Hansestadt mitteilt.

Im Zuge dessen wird sich das Heilpädagogische Therapie- und Förderzentrum (HPZ) St. Laurentius öffnen und Teil eines „normalen“ inklusiv gelebten Stadtteils werden. Die „Laurentiushöhe“ soll künftig ein Ort sein, der Leben, Wohnen und Arbeiten für unterschiedliche Menschen verbindet – nicht nur für Bewohner mit Beeinträchtigungen. Das ist das Ergebnis der bisherigen Workshops.

Entwicklung als Gemeinschaftsaufgabe

Die Projektpartner verstehen die Entwicklung dieses Ortes als eine Gemeinschaftsaufgabe von Stadt, Caritas und Bürgerschaft.

Die Warburger konnten in bislang drei öffentlichen Veranstaltungen die Ausrichtung und Zielsetzung des Quartiers mitbestimmen.

Wie sich in den Veranstaltungen schnell herausstellte, sollte der Fokus klar auf der Entwicklung eines guten sozialen Miteinanders liegen. Schlagworte wie „Quartiers-Charta“ oder „Quartiersvertrag“, „Quartiersrat“ und „Selbstbestimmung“ fielen bereits in der Auftaktveranstaltung zum Entwicklungsprozess und sollen nun in die Tat umgesetzt werden.

Im vierten Bürgerworkshop sollen Grundzüge einer Quartiers-Charta erarbeitet werden. Die Charta soll als Leitlinie des guten sozialen Miteinanders im Quartier die Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Hansestadt, Caritas und Bürgerschaft fördern und der Initiierung und Förderung bürgerschaftlichen Engagements und sozialer Organisation und Innovation dienen, führt Sören Spönlein weiter aus.

Bürgerworkshop

Die Hansestadt Warburg und die Caritas Wohn- und Werkstätten im Erzbistum Paderborn laden alle interessierten Bürger für Samstag, 14. März, von 10 bis 16 Uhr zu einem Workshop in das Haus Bethlehem (Cafeteria), Stiepenweg 70, in Warburg ein. Um eine formlose Anmeldung per E-Mail an s.spoenlein@warburg.de oder milena.galle@planinvent.de wird gebeten, sie ist aber nicht verpflichtend.

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Quartiers-Charta auch für andere Stadtteile interessant

Dabei sei die Charta nicht nur für Bewohner und Anwohner des künftigen Quartiers interessant.

Zum einen solle die „Laurentiushöhe“ ein Aufenthaltsort für alle Bürger Warburgs darstellen, dessen Entwicklung sie mitbestimmen könnten. „Zum anderen kann der Ansatz der Quartiers-Charta auch für bereits bestehende Stadtteile nützlich sein, indem neue Wege der Beteiligung, bürgerschaftlichen Engagements und bürgerschaftlicher Selbstorganisation geschaffen und etabliert werden können“, betont Spönlein.

Zudem gelte es, Werteorientierung, Verantwortungsbewusstsein und Engagement im Zuge aktueller gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen stärker in den Fokus der Gemeinschaft zu rücken.

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