Monika Soethe aus Dössel zeigt 33 Werke mit biblischen Bezug im Warburger Museum im „Stern“
Das Wirken der Propheten in bunten Stoffen

Warburg (WB/vah). „Das Amt des Propheten“: So hat Künstlerin Monika Soethe ihren Bilderzyklus überschrieben, der in den kommenden sechs Wochen im Warburger Museum im „Stern“ gezeigt wird. Zu sehen sind 33 ihrer Arbeiten – Textilcollagen und einige Zeichnungen. Am Sonntagmorgen ist die Ausstellung eröffnet worden.

Montag, 02.03.2020, 21:09 Uhr
Die in Dössel lebende Künstlerin Monika Soethe stellt im Museum im „Stern“ aus. Foto: Jürgen Vahle

Rainer Mues, Vorsitzender des Warburger Museumsvereins, begrüßte die Besucher und gab einen Einblick in die Gedankenwelt der als freischaffende Künstlerin in Dössel lebenden 63-Jährigen.

Der Griff in die Stoffkiste

Seit fast 20 Jahren experimentiere Monika Soethe mit Schere und Stoff, mache sich für ihre Textilbilder aber keine Vorskizzen. „Sie entwickelt diese intuitiv aus dem Impuls heraus“, beschrieb Rainer Mues. Die Stoffe suche sie danach aus, wie sie sie künstlerisch einsetzen könne. „Wo ein Maler eine Farbpalette hat, greift Monika Soethe in ihre Stoffkiste.“

Die Künstlerin fühle sich nach der Lektüre in der Bibel zu den Propheten hingezogen und setze sich für ihre aktuelle Ausstellung auf besondere Weise mit Jesaja, Jeremia, Ezechiel, Amos, Habakuk und Sacharja auseinander.

„Bilder des Erzählens und Fabulierens“

„Die Bilder geben die Personen, ihre Aufgaben, ihre Verkündigungsinhalte und Botschaften wieder“, beschreibt der Vorsitzende des Museumsvereins weiter. Dabei komme bei den Textilarbeiten Buntheit ins Spiel mit Ausdruckskraft und großer Formenvielfalt. „Es sind Bilder des Erzählens und Fabulierens entstanden“, beschreibt Mues weiter.

Ganz im Gegensatz dazu zeigten sich die Zeichnungen minimalistischer und mit weniger Farbe, dem anfänglichen Gefühl schuldend, dass dieses Thema nur mit großer Strenge, Sachlichkeit und Kargheit dargestellt werden könne.

Werke bis 13. April zu sehen

Monika Soethe fühlt sich nach eigenen Angaben zu diesen Propheten stark hingezogen. Die Beschäftigung mit ihnen hat sie als „spannend, aufrüttelt, mitreißend, ergreifend, anrührend und erhebend“ empfunden. Sie fühlte sich durch die Auseinandersetzung mit den Propheten und deren Amt bereichert.

Die Werke vom Monika Soethe sind noch bis zum 13. April zu sehen und können täglich außer montags jeweils von 14.30 bis 17 Uhr besichtigt werden. Für Gruppen sind Sonderöffnungszeiten nach Vereinbarung möglich.

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