„Stern“ soll eine Fluchttreppe und ein Magazin bekommen Umbaupläne für das Museum

Warburg (WB). Das Warburger Museum im „Stern“ soll nach einer großzügigen Schenkung umgebaut werden. Diese Pläne erfordern ein neues Brandschutzkonzept. Um einen neuen zweiten Rettungsweg zu schaffen, ist der Bau einer Fluchttreppe in Richtung des Nachbargrundstückes „Blome“ vorgesehen. Mit dem Thema befassen sich Mittwoch, 12. Februar, die Mitglieder des Bauausschusses. Die Sitzung beginnt um 17 Uhr im Behördenhaus.

Von Silvia Schonheim
Das Architekturbüro Andreas Kropp aus Warburg hat die neue Fluchttreppe für das Museum in Richtung des Nachbargrundstückes „Blome“ geplant. Laut Stadtverwaltung habe der Grundstückseigentümer bereits grundsätzlich der Errichtung zugestimmt – unter der Voraussetzung, dass der Biergarten des Cafés Blome im Mai wieder nutzbar ist.
Das Architekturbüro Andreas Kropp aus Warburg hat die neue Fluchttreppe für das Museum in Richtung des Nachbargrundstückes „Blome“ geplant. Laut Stadtverwaltung habe der Grundstückseigentümer bereits grundsätzlich der Errichtung zugestimmt – unter der Voraussetzung, dass der Biergarten des Cafés Blome im Mai wieder nutzbar ist.

Der Maler Hans Kohlschein hat viele Jahre seines Lebens in Warburg verbracht. Sein Enkel, Dr. Kurt Schultze, bringt einen großen Teil seines künstlerischen Vermächtnisses zurück in die Hansestadt: 58 Werke des Großvaters hat der Augenarzt der Stadt Warburg geschenkt – eine Spende für das Museum in sechsstelliger Höhe gab es obendrauf.

„Die mit der Schenkung verbundenen Finanzmittel sollen in erster Linie für die Herrichtung und Ausstattung von Ausstellungs- und Lagerräumen für die 58 geschenkten Bilder verwendet werden“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Mit der Spende soll unter anderem der Mittelpunkt der geplanten Kohlschein-Dauerausstellung – die Galerie im zweiten Geschoss – neu gestaltet werden.

Bauantrag wurde bereits gestellt

»Weil die Schenkung so umfangreich ist, wollen wir auch in ein entsprechendes neues Magazin investieren«, erklärt Museumsleiter Franz-Josef Dubbi. Mit den Planungen sei das Architekturbüro Andreas Kropp aus Warburg beauftragt worden. „Die denkmalrechtliche Erlaubnis wurde bereits beantragt. Ebenfalls wurde ein entsprechender Bauantrag gestellt“, sagt Olaf Krane von der Stadtverwaltung Warburg.

Durch die geplante bauliche Veränderung des Gebäudes wird der zurzeit vorhandene zweite Rettungsweg den Bestandsschutz verlieren. „Der Schaffung beziehungsweise der Aktualisierung des zweiten Rettungsweges innerhalb des Gebäudes würde der Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Abteilung Denkmalpflege, nicht zustimmen“, erklärt Krane auf Nachfrage dieser Zeitung.

Hintergrund: Für diese Maßnahme müsste eine Balkendecke aus dem 14. Jahrhundert teilweise entfernt werden. Außerdem wäre durch diese Maßnahme ein Büroraum im ersten Obergeschoss nicht mehr nutzbar gewesen und die Abteilung Stadtgeschichte im Erdgeschoss hätte reduziert werden müssen.

Kosten belaufen sich auf 450.000 Euro

„Für die Schaffung eines zweiten Rettungsweges über eine Fluchttreppe in Richtung des Nachbargrundstückes ‚Blome‘ würde der Landschaftsverband Westfalen-Lippe sein Einvernehmen erklären“, so Olaf Krane. Der Grundstückseigentümer hätte ­bereits grundsätzlich zugestimmt – unter der Voraussetzung, dass der Biergarten des Cafés Blome im Mai wieder nutzbar ist.

Des Weiteren sei der bisherige Rettungsweg aus dem Kellergewölbe in das Gebäude Blome nicht mehr zulässig. „Dieser soll künftig durch die Reaktivierung eines früheren Kellereingangs gewährleistet werden“, heißt es in der Vorlage für die Ausschussmitglieder.

Für alle 2020 geplanten Baumaßnahmen rechnet die Stadt mit Kosten von 450.000 Euro, die mit der Schenkung von Dr. Schultze mitfinanziert werden sollen.

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