Gebäude in Warburg-Daseburg bleibt zunächst geschlossen – Gottesdienste werden verlegt
Pfarrkirche St. Alexander wird renoviert

Warburg (WB). Die Pfarrkirche St. Alexander in Warburg-Daseburg wird renoviert. Bereits seit dem 6. Januar ist die Kirche deswegen geschlossen. Die Dienstagsmessen werden bis zum Abschluss der Arbeiten ins Pfarrheim verlegt, die Samstags- und Sonntagsmessen werden in der Pfarrkirche St. Katharina in Dössel gefeiert.

Samstag, 01.02.2020, 09:00 Uhr
Hans-Josef Brenke vom Kirchenvorstand hat vor Ort ein Auge auf die Bauarbeiten. In der Kirche sind die Handwerker aktiv, Gegenstände und Bänke wurden abgedeckt. Foto: Astrid E. Hoffmann

Der Antrag zur Innenrenovierung der Kirche war von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat bereits 2013 – noch mit Pfarrer Siegfried Schlummer – beschlossen und beim Generalvikariat in Paderborn eingereicht worden. „Das Architekturbüro Claes in Bad Driburg hat bis jetzt 13 Zeichnungen angefertigt. Die verschiedenen Vorgaben von Denkmalbehörde und Generalvikariat mussten mit unseren Vorstellungen unter einen Hut gebracht werden“, erklärte Hans-Josef Brenke vom Kirchenvorstand.

Gerüst in der dreischiffigen Kirche

Arbeiten in Daseburger Kirche

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Foto: Astrid E. Hoffmann
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Immer wieder waren Planänderungen vonnöten. „Doch nun ist es endlich soweit“, freut sich auch Bernadette Seck vom Pfarrgemeinderat. Die Bauphase wird mindestens ein halbes Jahr in Anspruch nehmen, erklären die Daseburger. Bei der Grundrenovierung werden die Wände, die Gewölbedecke mit den Verzierung und auch die Säulen gestrichen. „Für die Farbe gibt es eine Vorgabe vom Denkmalschutz, es wird kein Reinweiß sein“, erklärt Brenke, der sich um den reibungslosen Ablauf vor Ort kümmert.

Das Gerüst in der dreischiffigen Hallenkirche stammt von den Monteuren der Firma Vero aus Paderborn. Das Restauratorenteam Böddeker und Schlichting, ebenfalls aus Paderborn, wird die Maler- und Restaurationsarbeiten vornehmen. Die 15 Figuren, die sonst an den Wänden und Säulen hängen, die Pietà und der Hauptaltar werden in der Paderborner Firma aufgearbeitet. Die Kreuzwegstationen sollen in der Kirche renoviert werden.

Fachmann wird die Orgel restaurieren

Nach diesen Arbeiten kommt Orgelbauer Bernd Simon aus Muddenhagen ins Spiel. Er wird sich um die Restaurierung der Orgel kümmern. Diese ist zur Zeit unter einer Folie gut geschützt. Für die anstehenden Elektroarbeiten bekam die Firma CE Energietechnik Christopher Ey aus Daseburg den Zuschlag.

Die letzte Renovierung der Kirche war 1979/1980. Dabei waren Plexiglasplatten vor die Fensterscheiben gesetzt worden. „Das war damals sozusagen als Wärmedämmung installiert worden. Heute ist das nicht mehr Stand der Technik, deswegen wird das auch geändert“, erklärt Hans-Josef Brenke. Die bisherige Holzrampe am linken Nebeneingang für einen barrierefreien Zugang soll einer steinernen Rampe weichen. „Eine wichtige Änderung, denn die Holzrampe hat sich als nicht so ideal erwiesen“, bemerkt Bernadette Seck.

Gesamtbudget beträgt 380.000 Euro

Vor zwei Jahren war der Treppenaufgang vor der Kirche erneuert worden. Die Kosten dafür sind im Gesamtbudget von etwa 380.000 Euro enthalten. „Das Generalvikariat trägt 70 Prozent der Kosten, die Kirchengemeinde den Rest“, berichtet Hans-Josef Brenke.

Angedacht ist noch ein zweiter Bauabschnitt. Dabei soll eine Sakristei – wenn man die Kirche betritt rechter Hand – eingebaut werden. Auf der linken Seite sind ein Beichtraum und eine Toilettenanlage geplant. „Nach den Vorgaben müssen sich Neueinbauten aber vom bestehenden Innenraum abheben. Da müssen wir auch schauen, wie es in den Finanzrahmen passt“, sagt Brenke. Es würde dann auch einen so genannten beschränkten Zugang geben. Jetzt muss aber erst einmal der erste Bauabschnitt geschafft werden – und ein Blick auf die Ausgaben gerichtet werden.

Blick in die Geschichte des Gebäudes

Die erste Daseburger Kirche soll Mitte des neunten Jahrhunderts entstanden und später mit einer Kapelle, die den Grafen von Spiegel gehörte, verbunden worden sein. Die jetzige katholische Pfarrkirche St. Alexander wurde 1887/1888 erbaut. Die vorherige Kirche war baufällig gewesen. Fünf umstehende Häuser und die Kirche wurden abgerissen, 1892 wurde die neue Kirche geweiht.

Kirchenpatron wurde der fünfte Sohn der Heiligen Felizitas, Alexander. Die Kirche wurde 1897 bis 1900 vom Kirchenmaler Josef Biermann aus Delbrück ausgemalt. Die Arbeiten wurden im Jahr 1958 bei Renovierungsarbeiten, auf Wunsch der Kirchenbehörde, vernichtet. 1979/1980 wurde die Kirche renoviert und der Turm bekam neue Glocken.

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