Warburger Bauausschuss berät über Projekte in Menne, Welda und Scherfede Solarenergie vom Acker?

Warburg (WB/vah). Der Warburger Bauausschuss hat in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 15. Januar, gleich über drei ähnliche Bauanträge zu entscheiden. Investoren wollen in Menne, Scherfede und Welda Photovoltaikanlagen auf freier Fläche errichten. Doch die Sache hat bei zwei der geplanten Anlagen einen Haken.

So stellen sich die Investoren die Freiflächen-Photovoltaikanlage vor, die zwischen Welda und Wormeln erreichtet werden soll. Die Verwaltung hält sie für genehmigungsfähig.
So stellen sich die Investoren die Freiflächen-Photovoltaikanlage vor, die zwischen Welda und Wormeln erreichtet werden soll. Die Verwaltung hält sie für genehmigungsfähig.

Welda

Die besten Chancen auf eine Genehmigung hat nach der Vorlage der Stadtverwaltung die Anlage in Welda, die an der Autobahn zwischen Wormeln und Welda auf steinigem Ackerboden errichtet werden soll. Das sieht auch Weldas Ortsvorsteher Hubertus Kuhaupt so, der darauf aufmerksam macht, dass die Anlage vom Ort aus nicht zu sehen sei und die Bevölkerung damit auch nicht beeinträchtigen werde.

Der Weldaer Ortsvorsteher appelliert aber an den Investor, ein trocken gefallenes Wäldchen an der zukünftigen Anlage, das unlängst gerodet worden ist, an anderer Stelle wieder aufzuforsten, was aber der Eigentümer schon zugesagt habe. Auch müsse gewährleistet sein, dass unterhalb der Anlage regelmäßig gemäht wird oder das Gras von Tieren abgegrast wird.

Scherfede

Deutlich größere Vorbehalte gibt es zu einer geplanten Freiflächen-Solaranlage in Scherfede. Sie soll an der Bahnlinie Hagen-Warburg und Bundesstraße 7 zwischen Scherfede und Wrexen erreichtet werden. Der Kreis Höxter und die Bezirksregierung halten die 8000 Quadratmeter große Anlage (etwa die Größe eines Sportplatzes) auf einer „grenzwertig nutzbaren landwirtschaftlichen Fläche“, wie der Investor argumentiert, durchaus für genehmigungsfähig, allerdings hat der Scherfeder Bezirksausschuss Bedenken. Johannes Thonemann (CDU) befürchtet Nachteile für die Nachbarn und rechnet mit Widerstand. Auch die Warburger Stadtverwaltung schließt sich der Einschätzung des Scherfeder Bezirksausschussvorsitzenden an. Für den Investor ist dies hingegen eine „klare Fehleinschätzung“.

Menne

Die dritte beantragte Anlage in Menne dürfte nach der Vorlage für den Bauausschuss wohl kaum eine Chance auf Genehmigung haben. Sie ist südöstlich der Bördestraße und nördlich der Bahnstrecke Warburg – Hagen geplant. Allerdings soll die Anlage in einer so genannten landwirtschaftlichen Kernzone erreichtet werden, was nach Einschätzung der Warburger Stadtverwaltung von der Bezirksregierung wohl nicht genehmigt wird. Die Fläche sei ein Acker mit besonders günstigen landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen. Um dort eine Freiflächen-Photovoltaikanlage zu errichten, müsse ein unabwendbarer Bedarf nachgewiesen werden.

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