Im Wachkoma liegender Familienvater konnte dank vieler Spenden zurück nach Warburg-Hohenwepel geholt werden
„Augy“ ist wieder zu Hause

Warburg (WB). Kaum eine Geschichte hat die Menschen des Warburger Landes in den vergangenen Wochen mehr berührt als die des schwer erkrankten August „Augy“ Dierkes (37) aus Warburg-Hohenwepel. Nach einem Insektenstich bei der Gartenarbeit und einem allergischen Schock liegt der zweifache Vater seit Ende August im Wachkoma .

Freitag, 10.01.2020, 07:00 Uhr aktualisiert: 10.01.2020, 09:48 Uhr
Jennifer Dierkes ist es gelungen, ihren im Wachkoma liegenden Mann wieder nach Hause zu holen. Das Archivbild zeigt das Ehepaar bei einem Besuch in Hamburg.

Seine Frau Jennifer (36) und der große Freundeskreis haben seit Wochen alles daran gesetzt, dass der im Dorf bekannte und beliebte Fußballer und Schütze wieder nach Hause kommen kann. Am Montag war es schließlich soweit: „Augy“ ist wieder daheim bei seinen Lieben und wird jetzt 24 Stunden am Tag von einem Pflegedienst betreut.

Bessere Heilungschancen in häuslichem Umfeld

Die Familie Dierkes hofft, dass in häuslichem Umfeld und in der Nähe seiner beiden Kinder (6/2 Jahre) die Heilungschancen steigen. Und kleine Fortschritte gebe es bereits, berichtet seine Frau Jennifer hoffnungsvoll.

August Dierkes’ Krankheit erwischte die Familie kalt. Sie war zum Zeitpunkt des Unfalls gerade dabei, das Haus umzubauen. Dieser Arbeiten müssen jetzt irgendwie abgeschlossen werden. Außerdem muss das Gebäude auch an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden.

August Dierkes soll ein derzeit als Vorratsraum genutztes Zimmer mit Blick durch ein großes Panoramafenster auf den Garten und die Spielgeräte der Kinder bekommen. Doch das alles kostet Geld. Viel Geld. Und ein Teil dieses Geldes steht jetzt zur Verfügung.

Dank für die große Hilfsbereitschaft

Um den Umbau und somit die Rückkehr nach Hohenwepel zu ermöglichen, hatten sich viele Vereine, Institutionen und Privatleute engagiert. „Mit so viel Hilfsbereitschaft habe ich nicht gerechnet. Unbekannte Menschen haben mich angerufen oder sind vorbeigekommen, haben mir Hilfe, Material für den Umbau oder Geld angeboten. Wir sind alle so dankbar“, berichtet Jennifer Dierkes.

August Dierkes’ Brüder und der große Freundeskreis der Familie hatten sich besonders ins Zeug gelegt. Der Hohenwepeler Weihnachtsmarkt, der eigentlich ausfallen sollte, wurde zugunsten der Familie ausgerichtet. Vereine und Verbände sammelten bei ihren Weihnachtsfeiern. August Dierkes Kollegen von der Firma und auch sein Arbeitgeber, die Baufirma Nolte, legten sich ins Zeug. „Wir hoffen, dass nach und nach immer mehr zurückkommt“, berichtet seine Frau.

Das von Freunden eigens eingerichtete Spendenkonto soll noch bis Ende März geöffnet bleiben.

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