Eigentümer aus Salzkotten sucht Investor – Kaufpreis: 349.500 Euro Pennig-Haus steht zum Verkauf

Warburg (WB). Der Besitzer des Pennig-Hauses, eine Immobiliengesellschaft aus Salzkotten, will das mittlerweile denkmalgeschützte Pennig-Haus nun doch nicht selbst sanieren. Auf dem Internetportal immowelt.de steht das Gebäude aus dem Jahr 1859 seit Ende des Jahres zum Verkauf. Der Eigentümer der Immobilie möchte dafür 349.500 Euro haben.

Von Ralf Benner
Das Pennig-Haus steht zum Verkauf: Gesucht wird ein Investor, der das sanierungsbedürftige Denkmal erwerben will
Das Pennig-Haus steht zum Verkauf: Gesucht wird ein Investor, der das sanierungsbedürftige Denkmal erwerben will Foto: Ralf Benner

Wohnfläche von 750 Quadratmetern

Ewald Peters, geschäftsführender Gesellschafter der Immobiliengesellschaft, will sich auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES zunächst nicht zu den Verkaufsabsichten äußern: „Das ist meine private Angelegenheit.“ Gesundheitliche Gründe hätten ihn letztlich zu diesem Schritt bewogen, ergänzt Peters aber dann doch.

Erst im August vergangenen Jahres hatte die Immobiliengesellschaft aus Salzkotten mit einer Kehrtwende um 180 Grad für einen Paukenschlag gesorgt: Überraschend hatte der Eigentümer den Wunsch geäußert, dass das Pennig-Haus jetzt doch in die Denkmalliste der Stadt Warburg eingetragen wird, und zudem die Absicht geäußert, das Gebäude selbst denkmalgerecht zu sanieren. Der Abriss des Gebäudes und ein Neubau waren damit nach monatelangen, teils heftig geführten Diskussionen zwischen Gegnern und Befürwortern vom Tisch.

Angeboten wird das Pennig-Haus in der Marktstraße 18 in der Warburger Neustadt nun vom Maklerbüro Bisschop Immobilien aus Emmerich am Rhein. Nach Makler-Angaben verfügt das 3 1/2-geschossige Gebäude mit etwa 19 Fenstern über eine Wohnfläche von 750 Quadratmetern und über eine Gaszentralheizung. Das Grundstück ist 384 Quadratmeter groß.

Gesamtinvestment bis 2 Millionen Euro

„Zeichnungen, Baupläne sowie Architektenpläne sind im Kaufpreis enthalten und liegen vor“, heißt es auf der Internetseite von Immowelt. LWL-Förderungen für eine denkmalgerechte Sanierung des Hauses seien beantragt. Es gebe Möglichkeiten, in dem Gebäude zehn bis zwölf Eigentumswohnungen (teilweise mit Balkon und Aufzug) einzurichten, erläutert das Maklerbüro auf der Seite.

Das Gesamtinvestment (inklusive Kaufpreis) für den Umbau des Denkmals wird auf der Internetseite mit geschätzt 1,8 bis 2 Millionen Euro angegeben. „Alle in diesem Angebot enthaltenen Angaben, Abmessungen und Preisangaben beruhen auf Angaben des Eigentümers“, erläutert Maklerin Sigrid Bisschop auf Anfrage dieser Zeitung.

„Die Chancen stehen gut, einen Investor für diese sanierungsbedürftige Denkmalimmobilie zu finden. Da bin ich ganz entspannt“, zeigt sich Sigrid Bisschop optimistisch. „Obwohl das Gebäude erst seit Ende des Jahres auf dem Markt ist, hat es schon einige Anfragen dazu gegeben.“

Ein Kommentar von Ralf Benner

Das Pennig-Haus sorgt wieder für Diskussionsstoff. Die Immobiliengesellschaft aus Salzkotten, der das Haus gehört, hat – für Insider nicht ganz überraschend – einen Rückzieher gemacht und will das denkmalgeschützte Haus nun doch nicht selbst sanieren. Sie sucht dafür nun einen Investor.

In der Vergangenheit waren immer wieder kritische Stimmen laut geworden, die sich fragten, ob der Eigentümer überhaupt dazu in der Lage sei, das Denkmal trotz der in Aussicht gestellten Fördermittel zu sanieren.

Diese Skepsis scheint angebracht. Den Gegnern eines Abrisses, wie Investor Elmar Nolte oder die Warburger Denkmalstiftung, die öffentlich mit dem Gedanken gespielt hatten, das Pennig-Haus selbst zu erwerben und denkmalgerecht auszubauen, eröffnet sich nun die Chance, ihren Worten Taten folgen zu lassen. Sie könnten nun umsetzen, was sie vom bisherigen Eigentümer so vehement gefordert hatten.

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